Stand: 02.03.2016 18:16 Uhr

Profi-Boxweltmeister Brähmer will nicht nach Rio

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Jürgen Brähmer will nicht an den Qualifikationskämpfen für Rio teilnehmen.

Profi-Boxweltmeister Jürgen Brähmer will nicht zu den Olympischen Spielen. Der WBA-Champion im Halbschwergewicht hat eine Anfrage des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV) abgelehnt, an den Qualifikationskämpfen für Rio teilzunehmen. "Das ist ein Schnellschuss. Da gibt es tausend ungeklärte Fragen", sagte der 37-jährige Schweriner am Mittwoch: "Ich finde es unfair den Amateuren gegenüber, die sich jahrelang auf die Spiele vorbereiten und dann Profis vor die Nase gesetzt bekommen."

Weltverband erlaubt Profis Olympia-Teilnahme

Der olympische Box-Weltverband AIBA hatte in der vergangenen Woche seine Regularien gelockert und allen Berufsboxern die Teilnahme an Olympischen Spielen erlaubt. Dafür müssen diese aber nationale und internationale Qualifikationskämpfe bestreiten. Für Deutschland haben sich bislang drei DBV-Boxer für Olympia qualifiziert: Erik Pfeifer (Lohne) im Superschwergewicht (über 91 kg), David Graf (Sindelfingen/Schwergewicht bis 91 kg) und Artem Harutyunyan (Hamburg/Halbweltergewicht bis 64 kg). In Brähmers Limit Halbschwergewicht (bis 81 kg) hat noch kein Deutscher die Qualifikation geschafft. 

Am 12. März gegen Gifhorner Eduard Gutknecht

Brähmer verteidigt am 12. März in Neubrandenburg seinen WM-Titel gegen den Gifhorner Eduard Gutknecht. Beide haben sich bereits einmal gegenübergestanden. Vor drei Jahren musste Gutknecht eine knappe Niederlage nach Punkten hinnehmen. Der Titelverteidiger ist seit Dezember 2013 WBA-Champion. Von 49 Profikämpfen gewann er 47, davon 35 durch K.o. 

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