Stand: 24.03.2016 16:29 Uhr

Keine Willkommensfeier für Olympiateam in Hamburg

Pure Begeisterung: So empfing Hamburg die Olympioniken 2012.

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat sich endgültig entschieden: Die Willkommensfeier für die deutsche Olympiamannschaft wird nach den Sommerspielen von Rio (5. bis 21. August) nicht in Hamburg, sondern in Frankfurt stattfinden.

Der Dachverband hatte sich bereits nach dem Aus im Referendum gegen die Hansestadt ausgesprochen. Die Begründung: Man könne den Athleten nicht zumuten, sich in einer Stadt empfangen zu lassen, die Olympia nicht will. Anfang des Jahres war aber noch einmal Bewegung in die Sache gekommen. Hamburg hatte die rund 500.000 Euro für einen Empfang der Mannschaft im Hafen nach wie vor im Haushalt stehen. Angedacht war, dass das Team mit einem Sonderflug in Finkenwerder landen sollte, um dann per Schiff in den Hafen zu kommen - genauso wie beim grandiosen Empfang nach den Spielen von London 2012.

Logistische und finanzielle Gründe

Noch vor wenigen Tagen hatten sich Athleten wie Moritz Fürste oder Edina Müller trotz der geplatzten Hamburger Olympiapläne vehement für ein neues Spektakel in Hamburg ausgesprochen. Nun kam die finale Absage, wie es heißt aus logistischen und finanziellen Gründen. "Schade", meinte Sport-Staatsrat Christoph Holstein. Man sei aber sicher, dass diese Entscheidung am guten, gewachsenen Verhältnis zwischen dem DOSB und Hamburg nichts ändern werde. Die deutsche Olympiamannschaft wird am 23. August aus Rio zurückerwartet.

2012: Riesenparty für Olympia-Sportler in Hamburg

 

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