Stand: 29.01.2017 16:38 Uhr

Führung verspielt - Schwerin verpasst Pokalsieg

Große Enttäuschung bei den Schweriner Volleyballerinnen: Der SSC hat das Pokalfinale von Mannheim gegen den MTV Stuttgart mit 2:3 (25:22, 25:21, 23:25, 15:25, 12:15) verloren. Nach einer 2:0-Satzführung war die Mannschaft von Trainer Felix Koslowski ganz nah dran am ersehnten Erfolg, doch am Ende lagen sich die Stuttgarterinnen in den Armen und bejubelten vor 10.143 Zuschauern ihren dritten Pokalsieg. Damit geht die Schweriner Durststrecke weiter, seit vier Jahren wartet das Team aus Mecklenburg-Vorpommern auf einen Titelgewinn. "Wir haben keine passende Antwort mehr gefunden", bilanzierte Außenangreiferin Maren Brinker, die sich bei den rund 700 Schweriner Fans für die lautstarke Unterstützung bedankte: "Sie haben uns ein unglaubliches Spektakel geboten."

Satzgewinn nach Lichtausfall

Die Stuttgarterinnen standen bereits vor einem Jahr im Finale und kannten die besondere Atmosphäre in der Mannheimer Arena, die zum zweiten Mal Schauplatz des Pokalfinals war. Der SSC legte dennoch unbeeindruckt von der Kulisse los und erwischte einen guten Start. Der Spielfluss wurde nur kurz gestört, als beim Stand von 6:4 das Licht ausfiel und ein Punkt wiederholt werden musste. Es entwickelte sich ein ausgeglichener erster Satz, bei dem die Schwerinerinnen am Ende die besseren Aktionen hatten. Mit 25:22 ging der Durchgang an das Team um Libera und Kapitänin Lenka Dürr.

Die Norddeutschen nahmen den Schwung mit in den zweiten Satz und zogen auf 8:3 davon. Der SSC war jetzt im "Flow", trat selbstbewusst und effektiv auf und baute die Führung aus. Überragend in dieser Phase war Jennifer Geerties, die ihre Mannschaft mit sicheren Annahmen und starken Angriffen vorne hielt. Am Ende ließ Schwerin einige Satzbälle liegen, sodass Koslowski in der Schlussphase zwei Auszeiten nahm. Geerties schmetterte den Ball schließlich kraftvoll zum 25:21 ins Feld, aber: In dieser Phase ließ der SSC den Gegner ins Spiel kommen - das sollte sich rächen.

SSC muss Sätze drei und vier abgeben

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Die Durststrecke des SSC um Kapitänin Lenka Dürr geht weiter.

In der Folge bot das Spiel ein anderes Bild: Die Stuttgarterinnen hatten in dieser Phase nichts mehr zu verlieren, traten wie befreit auf und dominierten das Geschehen. Der SCC pirschte sich allerdings nach großem Rückstand heran, hatte den Sieg beim Stand von 22:22 auf einmal vor Augen, musste den dritten Satz aber knapp mit 23:25 dem MTV überlassen. Weil Schwerin auch im vierten Durchgang die nötige Durchsetzungskraft und Konstanz fehlten, musste nach dem deutlichen 15:25 der finale fünfte Satz (Tiebreak) die Entscheidung bringen.

Dramatische Schlussphase

Schwerin geriet schnell mit 1:4 ins Hinterteffen, Trainer Koslowski reagierte mit einer Auszeit und versuchte seine Spielerinnen mit aufbauenden Worten zu stärken. In der Nervenschlacht Tiebreak unterliefen dem SSC aber weiter leichte Fehler. "Keine Angst", rief Koslowski seinen Schützlingen zu. Doch Stuttgart setzte sich ab und verwandelte den zweiten Matchball spektakulär zum 15:11 - es war der beste Ballwechsel der Partie. "Natürlich ist die Enttäuschung groß, aber es war echt ein knappes Spiel und Stuttgart hat eine super Mannschaft. Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten", sagte Zuspielerin Denise Hanke.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 29.01.2017 | 19:30 Uhr

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