Stand: 23.10.2017 09:38 Uhr

Doppelter Triumph: Siege für Görges und Witthöft

Überglücklich: Julia Görges.

Großer Tag für das deutsche Damen-Tennis: Julia Görges hat am Sonnabend in Moskau ihren dritten Einzeltitel auf der WTA-Tour gewonnen und Angelique Kerber als beste deutsche Tennisspielerin abgelöst. Ihre Titelpremiere feierte in Luxemburg überraschend Carina Witthöft, die in ihrem ersten Endspiel Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico bezwang. 

Julia Görges hatte Tränen in den Augen und konnte ihren Triumph minutenlang kaum glauben. Nach sechs Jahren Titelpause machte sie in Moskau den dritten Turniersieg ihrer Tenniskarriere perfekt. Die Bad Oldesloerin setzte sich am Sonnabend in ihrem vierten Finale der laufenden Saison nach nur 68 Minuten mit 6:1, 6:2 gegen die russische Lokalmatadorin Darja Kassatkina durch. Damit kletterte die 28-Jährige in der am Montag veröffentlichten Weltrangliste auf Position 18 und löste die Kielerin Angelique Kerber, die auf Rang 19 abrutschte, als deutsche Nummer eins ab. "Es fühlt sich großartig an, ich bin so glücklich. Ich habe wahnsinnig hart gearbeitet", jubelte die Schleswig-Holsteinerin sichtlich bewegt.

Nur wenige Stunden später komplettierte Carina Witthöft den goldenen Tag für das deutsche Damen-Tennis. Die 22-Jährige aus Hamburg gewann gleich das erste Finale ihrer noch jungen Karriere. Gegen Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico siegte sie in 1:31 Stunden mit 6:3, 7:5 und machte in der Weltrangliste einen Sprung vom 73. auf den 51. Platz.

Rittner: "Krönung eines beeindruckend konstanten Jahres"

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Görges, die in diesem Jahr die Finals von Mallorca, Bukarest und Washington verloren und 2011 in Stuttgart ihr zweites und bis dato letztes Turnier gewonnen hatte, ließ Kassatkina im ersten Durchgang mit druckvollem und nahezu fehlerlosem Spiel nicht ins Match kommen. Die Fed-Cup-Spielerin gab im gesamten Satz lediglich elf Punkte ab und holte sich den Durchgang nach 25 Minuten. Auch im zweiten Abschnitt kam von ihrer russischen Kontrahentin, die im Frühjahr in Charleston ihren ersten Turniersieg gefeiert hatte, kein nennenswertes Aufbäumen. "Die Krönung als Abschluss eines beeindruckend konstanten Jahres", sagte Barbara Rittner, Head of Women's Tennis beim Deutschen Tennis Bund (DTB): "Ein perfektes Match im Finale."

Witthöft bezwingt Olympiasiegerin Puig

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Titelpremiere für Carina Witthöft.

Witthöft hatte auf dem Weg in ihr erstes Endspiel auf der WTA-Tour die Französin Pauline Parmentier im Halbfinale mit 7:6 (7:2), 1:6, 6:3 besiegt. Die junge Fed-Cup-Spielerin, der Rittner eine große Zukunft prophezeit, setzte sich im ersten Vergleich mit Puig durch, die in der ersten Runde Kerber ausgeschaltet und ihren olympischen Finalsieg damit wiederholt hatte. Witthöft schlug besser auf (8:1 Asse) und gewann auch mehr Punkte (56:44 Prozent). "Ich freue mich schon aufs nächste Jahr", sagte Witthöft in ihrer Siegerrede und schien den Erfolg dabei noch immer nicht recht fassen zu können. Nach Anke Huber und Annika Beck sie die dritte deutsche Tennisspielerin, die sich in die Siegerliste in Luxemburg eintragen konnte.

Dieses Thema im Programm:

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