Stand: 08.09.2017 09:19 Uhr

DEL: Wolfsburg ambitioniert, Bremerhaven bescheiden

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Die Grizzlys Wolfsburg standen 2016 und 2017 im DEL-Finale.

Fünf Halbfinal-Teilnahmen in Folge, zuletzt sogar zweimal im Finale: Die Grizzlys Wolfsburg haben sich als ein Spitzenteam in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) etabliert, obwohl sie - anders als die Bundesliga-Fußballer vom VfL - mit verhältnismäßig wenig Geld auskommen müssen. Das hat sich auch vor der heute beginnenden Saison nicht geändert. Meister München, Köln, Berlin und Mannheim klotzen, die Niedersachsen kleckern und setzen wieder auf einen eingespielten Kader, der nur unwesentlich verändert wurde.

Play-off-Teilnahme erneut das Ziel

Die Play-offs sind erneut das Ziel der Wolfsburger, wie Trainer Pavel Gross betonte: "Wir haben eine gute Mannschaft. Spielen wir unser Spiel, sind wir sehr unangenehm. Wir wollen unter die Top Ten, möglichst natürlich auch unter die Top Sechs. Aber wir wissen, dass die Konkurrenz groß ist". Genau genommen hat die Saison für die Grizzlys schon begonnen, sie haben bereits vier Partien in der Champions League bestritten (zwei Siege, zwei Niederlagen). Die hohe Belastung könnte für den Vizemeister allerdings zum Problem werden. Derzeit stehen Gross nur 17 Feldspieler und zwei Keeper zur Verfügung. Neuzugänge sind deshalb nicht ausgeschlossen. "Wir müssen zunächst Erlöse generieren, erst dann können wir personell nachlegen", betonte jedoch Sportdirektor Charly Fliegauf.

Bremerhaven muss namhafte Abgänge kompensieren

Groß ist die Vorfreude auf den Saisonstart bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven. Die Hanseaten waren in der vergangenen Saison die große Überraschung der DEL und erreichten als Aufsteiger mit dem kleinsten Etat das Viertelfinale. Entsprechend euphorisch sind die Fans der "Pinguine", 3.000 Dauerkarten wurden verkauft. "Hier in Bremerhaven können sich die Menschen mit unserem Underdog-Status identifizieren", sagte Teammanager Alfred Prey dem "Weser Kurier". Außenseiter werden die Hanseaten auch in dieser Spielzeit sein. Der komplette erste Sturm der vergangenen Saison hat den Club verlassen und sich finanzstärkeren Vereinen angeschlossen, unter anderem wechselte DEL-Torschützenkönig Jack Combs nach Iserlohn. Insgesamt gingen acht Profis, acht neue kamen.

"Wollen nicht Letzter werden"

Trainer Thomas Popiesch muss also eine große Lücke in seinem Team schließen. "Wir wollen nicht Letzter werden", sagte Prey der "Nordwest Zeitung" zu den Zielen der "Pinguine". Und selbst wenn Bremerhaven in dieser Spielzeit das Tabellenende der DEL zieren sollte: Sportlich absteigen wird der Verein nicht, weil sich die Liga und die zweitklassige DEL 2 noch immer nicht über die Modalitäten für Auf- und Abstieg verständigt haben.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.09.2017 | 22:40 Uhr

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