Stand: 12.06.2016 18:03 Uhr

Ludwig/Walkenhorst triumphieren am Rothenbaum

Riesenerfolg für die Beachvolleyballerinnen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst: Das Hamburger Duo hat am Sonnabend sein "Heimspiel" in der Hansestadt gewonnen. Im Finale des Major-Turniers, das erstmals auf der Tennis-Anlage am Rothenbaum ausgetragen wird, schlugen Ludwig/Walkenhorst die Weltmeisterinnen Agatha Bednarczuk Rippel/Barbara Seixas de Freitas aus Brasilien mit 2:1 (21:19, 19:21, 15:12). In der Vorschlussrunde hatten die Europameisterinnen in einem dramatischen Match die dreimalige Olympiasiegerin Kerri Walsh und deren Partnerin April Ross (USA) erstmals mit 2:1 (21:16, 19:21, 16:14) besiegt und dabei einen Matchball abgewehrt. Das deutsche Vorzeigeduo hat sich damit für die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) in den absoluten Favoritenkreis gespielt. "Es war eine super Generalprobe für Rio", sagte Blockspezialistin Walkenhorst. Bei den Männern siegten Nicholas Lucena/Philip Dalhausser (USA).

"Wir können auch die besten Teams schlagen"

"Das fühlt sich gut an, vor den Olympischen Spielen gegen so starke Teams zu gewinnen. Wenn wir uns auf unser Spiel konzentrieren, dann können wir auch die besten Teams schlagen", freute sich Ludwig nach ihrem von rund 8.000 Fans umjubelten ersten Major-Erfolg: "Wir haben den EM-Titel aus der letzten Woche noch einmal getoppt." Als Siegprämie gab es für das Duo, das seinen fünften gemeinsamen Erfolg auf der Welttour feierte, 57.000 Dollar. Julius Brink, der vor vier Jahren in London mit Jonas Reckermann überraschend Gold für Deutschland aus der olympischen Sandkiste gebuddelt hatte, adelte die Abwehr-Akrobatin Ludwig und "Block-Monster" Walkenhorst: "Das ist derzeit das stärkste Frauenteam der Welt." Die im Finale unterlegene Olympia-Favoritin Barbara meinte: "Sie haben uns gekillt."

Olympia-Tickets für Böckermann/Flüggen und Borger/Büthe

Bereits am Freitag hatte es doppelten Grund zum Jubeln bei den deutschen Teams gegeben. Die Hamburger Markus Böckermann und Lars Flüggen lösten ebenso das Olympia-Ticket wie die Stuttgarterinnen Karla Borger und Britta Büthe. Böckermann/Flüggen reichte der Einzug ins Viertelfinale, zu dem sie aber am Sonnabend wegen einer Patellasehnen-Verletzung von Böckermann nicht mehr antraten. Borger/Büthe, die im Achtelfinale ausschieden, profitierten vom frühen Aus ihrer Konkurrentinnen Katrin Holtwick/Ilka Semmler (Essen), die nicht über die Zwischenrunde hinausgekommen waren.

Ein kleine Olympia-Hoffnung bleibt noch für Jonathan Erdmann und Kay Matysik (Potsdam/Berlin). Gewinnen sie den Continental Cup vom 22. bis 26. Juni in Stavanger, dürfen sie als zweites deutsches Männer-Duo nach Rio fahren.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 11.06.2016 | 19:30 Uhr