Handball-Bestechungsskandal vor Gericht
Schwenker und Serdarusic wird Untreue und Betrug vorgeworfen. (Meldung vom 17.09.2011) mehr
Schwenker wollte in seiner Jugendzeit eigentlich Fußballprofi werden. (Archivbild)
Der am 24. März 1959 in Bremen geborene Schwenker wollte eigentlich Fußballprofi werden und spielte in der Jugend des SV Werder Bremen. Eine schwere Verletzung im rechten Spann beendete aber seinen Traum. Seine Karriere als Leistungshandballer begann dann mit einem Zufall. Seinem Vater, dem damaligen Landesauswahltrainer Hinrich Schwenker, fehlte bei einem Spiel ein Linksaußen. Schwenker sprang ein und wurde sofort für die Juniorenhandballnationalmannschaft nominiert.
Schwenker setzte sich auf Anhieb in der neugegründeten Handball-Bundesliga durch. Nach zwei Jahren beim TV Grambke-Bremen wechselte der Linksaußen 1980 als 21-Jähriger nach Kiel. Ab 1987 war er Mannschaftskapitän des THW. In seiner aktiven Zeit war er wegen seiner schnellen Tempogegenstöße gefürchtet. Sie trugen ihm den Spitznamen "Mister Gegenstoß" ein. Für die deutsche Nationalmannschaft bestritt er 72 Länderspiele. 1992 beendete Schwenker seine Spielerkarriere ohne großen Titel. In seiner aktiven Zeit war Schwenker viermal Vizemeister, 1984 gewann er mit der Handballnationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Los Angeles die Silbermedaille.
Im April 2009 trat Schwenker wegen der Manipulationsvorwürfe vom Managerposten zurück. (Archivbild)
Gemeinsam mit Trainer Noka Serdarusic machte Schwenker aus dem THW Kiel einen der erfolgreichsten Handballklubs der Welt: Seit 1994 gewann der THW Kiel elf deutsche Meistertitel - und ist auch dieses Jahr der Favorit. Dazu kommen jeweils fünf Pokal- und Supercup-Siege, drei EHF-Pokale und 2007 die Champions Trophy und die Champions League. Anfang März 2009 wurden die ersten Manipulationsvorwürfe gegen ihn laut. Am 7. April 2009 legte er sein Amt als THW-Manager nieder.