Stand: 27.02.2016 18:50 Uhr

Flensburg verliert gegen starke Ungarn

von Ingmar Deneke, NDR.de
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Zeigt die Richtung an: Flensburgs Thomas Mogensen.

Nicht nur in der Bundesliga sorgen Flensburgs Handballer aktuell für mitreißenden Sport, auch in der Champions League. Das vorletzte Gruppenspiel am Sonnabend gegen den ungarischen Meister Veszprém war ein Krimi. Allerdings eine Geschichte ohne Happy End, die SG unterlag mit 28:29 (12:10). Nach der guten ersten Halbzeit ließ der Bundesligist den Gegner nach der Pause davonziehen und verpasste im letzten Angriff den Ausgleich. Durch diese Niederlage rutschen die Flensburger in der Gruppe A auf den dritten Platz ab und müssen um den direkten Einzug in das Viertelfinale bangen.

Erste Hälfte geht an die SG

Flensburg - Veszprém 28:29 (12:10)

Tore Flensburg: Lauge (8), Svan (5), Mogensen (5), Eggert (3), Jakobsson (2), Kozina (2), Mahe (1), Toft Hansen (1), Glandorf (1)
Tore Veszprém: Nagy (9), Marguc (8), Sulic (4), Sliskovic (3), Ugalde Garcia (1), Nilsson (1), Palmarsson (1), Ilic (1), Ivancsik (1)
Zuschauer: 6.300 (ausverkauft)

"Veszprém ist eine hohe Hürde, die erst einmal genommen werden muss", hatte SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke vor der Partie gewarnt. Und die Flensburger übersprangen diese Hürde am Anfang durchaus. Vor 6.300 Zuschauern in der ausverkauften "Hölle Nord" erwischte die Mannschaft den erhofften soliden Start und ging durch den verwandelten Siebenmeter von Linksaußen Anders Eggert mit 6:3 in Führung (12.). Kraft und Konzentration waren gefragt. Passten die Gastgeber nicht auf, suchte der Gegner sofort seine Chance. Vor allem der 2,09-Meter-Riese Laszlo Nagy warf immer wieder mit mächtiger Geschwindigkeit auf den Kasten von SG-Torwart Mattias Andersson. Nagy erlebte die Schlussphase der ersten Hälfte übrigens in der Kabine, er musste sich nach einem Zusammenprall angeschlagen behandeln lassen. Flensburg ließ sich davon nicht ablenken und hielt hartnäckig seinen kleinen Vorsprung. Dabei überragte die Abwehr, die in der ersten Hälfte nur zehn Gegentore zuließ. Am Ende reduzierte sich der zwischenzeitliche Vier-Tore-Vorsprung noch um zwei Treffer, mit einem 12:10 gingen die Mannschaften in die Kabine.

Flensburg lässt nach und Veszprém ziehen

Anfang der zweiten Hälfte war er wieder da: Veszpréms Rückraum-Star Nagy kehrte nach seiner Behandlung auf die "Platte" zurück. Das erste Ausrufezeichen setzte wiederum Flensburgs Spielmacher Rasmus Lauge mit einem "Strahl" zum 13:10. Allerdings folgte danach eine Schwächephase der SG: Erst der Ausgleich (15:15), dann der erste Rückstand (17:18). In der Halle wurde es leiser. Die Norddeutschen waren auf einmal in der Verfolgerrolle. Immer wieder ging Flensburgs bester Werfer Lauge (acht Tore) in der Mitte voran und fand den erfolgreichen Abschluss. Das Team von Trainer Ljubomir Vranjes rannte weiter einem Rückstand hinterher, fünf Minuten vor Schluss lag die SG noch immer mit drei Toren hinten (24:27). Vranjes unterbrach die Partie und stellte seine Mannschaft in der Auszeit auf die entscheidende Schlussphase ein. Seine Worte fruchteten: Flensburg holte immerhin auf (26:27), doch es reichte nicht: Zweimal hatten die Schleswig-Holsteiner die Chance zum Ausgleich, aber Lauge sowie Mahe konnten ihre Freiwürfe nicht im Tor unterbringen.

Showdown am letzten Spieltag

Es bleibt spannend in der Gruppe A. In ihrer letzten Partie treffen die Flensburger am 6. März auswärts auf das Starensemble von Paris St. Germain. Die SG muss gewinnnen und benötigt außerdem einen Ausrutscher von Veszprem, um den ersten Platz noch zu erreichen (berechtigt zum direkten Einzug in das Viertelfinale).

Weitere Informationen

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