Stand: 27.04.2017 20:45 Uhr

Flensburg raus: Chancenlos in der Königsklasse

von Ingmar Deneke, NDR.de
Die Flensburger um Henrik Toft Hansen konnten sich in Skopje nicht durchsetzen.

Die erhoffte Aufholjagd blieb aus: Die SG Flensburg-Handewitt ist im Viertelfinale der Handball-Champions-League ausgeschieden. Nach der 24:26-Heimniederlage gegen Vardar Skopje verloren die Nordlichter auch das Viertelfinal-Rückspiel beim mazedonischen Meister mit 27:35 (10:15). Damit verpasste das Team von Trainer Ljubomir Vranjes (wechselt nach der Saison nach Ungarn) das lukrative Final Four in Köln. Die Teilnahme an der Endrunde hätte mindestens 100.000 Euro eingebracht, dem Sieger winkt eine Pämie von einer halben Million Euro. Skopje schaffte erstmals den Sprung ins Halbfinale, der verdiente Lohn einer starken Leistung in beiden Viertelfinalpartien.

Flensburg nutzt Chancen nicht

Die Ausgangslage war klar: Nur ein Sieg mit mindestens zwei Toren Differenz konnte die Flensburger ins Halbfinale bringen. Doch die Anfangsphase in der mit 7.500 Zuschauern vollen Jane Sandanski Arena begann anders, als erhofft. Nach sechs Minuten lagen die Norddeutschen mit 2:4 zurück. Wie im Hinspiel in eigener Halle, war Skopjes Keeper Arpad Sterbik nur schwer zu überwinden. Während die SG-Abwehr überzeugte, ließ der Angriff in den Eins-gegen-eins-Situationen zu viele Chancen ungenutzt. Die Quittung: Vier-Tore-Rückstand (6:10) nach rund 20 Minuten, dazu die Flensburger in Unterzahl und schon ein bisschen mit dem Rücken an der Wand. Vor allem Thomas Mogensen ging jetzt voran und versuchte seine Mitspieler mitzureißen, wie bei seinem energisch erzielten Treffer zum 9:13, bei dem der kraftvolle Däne mehrere Gegenspieler aus dem Weg räumte. Doch am Gesamtbild änderte das nichts. Halbzeitstand: 10:15. Den hilflosen Flensburgern gelangen in der ersten Hälfte nur sechs Treffer aus dem Feld.

Vardar unaufhaltsam ins Final Four

Vardar Skopje - SG Flensburg-Handewitt 35:27 (15:10)

Tore Skopje: Cindric (7), Shishkarev (5), Dujshebaev Dovichebaeva (5), Borozan (4), Karacic (3), Cañellas Reixach (3), Marsenic (3), Cupic (2), Stoilov (1), Ferreira Moraes (1), Dibirov (1)
Tore Flensburg: Eggert (8), Toft Hansen (4), Mahe (4), Wanne (3), Mogensen (3), Schmidt (2), Jakobsson (1), Svan (1), Zachariassen (1)
Zuschauer: 7.500

Im zweiten Durchgang begann die SG mit Kevin Möller für Routinier Mattias Andersson im Tor. Die Gäste fanden durch zwei schnelle Treffer zumindest diesmal sofort ihren Rhythmus im Angriff und pirschten sich so auf 14:17 heran. Das Vranjes-Team versuchte das Tempo hochzuhalten, die Mazedonier dagegen nutzten die Angriffszeit aus. Neben Keeper Sterbik überragte Spielmacher Luka Cindric im Skopje-Trikot - wie schon in Flensburg. Vardar kam ins Rollen, zog auf neun Tore davon, begleitet von den lautstarken Anfeuerungen der begeisterten Fans. Die Flensburger hatten dem Druck in dieser entscheidenden Phase und auch danach nichts mehr entgegenzusetzen. "Ein bisschen trösten musste ich meine Spieler schon", sagte Trainer Vranjes bei "sky" nach der am Ende klaren 27:35-Niederlage.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 27.04.2017 | 22:50 Uhr

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