Stand: 26.03.2017 16:40 Uhr

THW Kiel gewinnt Nordduell bei den "Recken"

Der von großen Verletzungspech geplagte THW Kiel hat seine Meisterschaftschance in der Handball-Bundesliga gewahrt. Der deutsche Rekordchampion gewann am Sonntagnachmittag das Nordduell bei der ebenfalls krisengeschüttelten TSV Hannover-Burgdorf mit 27:26 (13:12) und bleibt Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt auf den Fersen. Die "Recken" müssen ihre Europapokal-Ambitionen nach der sechsten Pleite in Serie wohl ad acta legen.

Kiel schafft mit 5:0-Lauf die Wende

Der THW tat sich in Abwesenheit seiner verletzten Leistungsträger Domagoj Duvnjak (Patellasehne), René Toft Hansen (Adduktoren) und Steffen Weinhold (Probleme im Bereich der Nackenmuskulatur) im Positionsangriff zunächst schwer. Dem Spiel des Rekordmeisters mangelte es in der Anfangsphase an Tempo, Kreativität und Tiefe. Insbesondere Regisseur Duvnjak fehlte den "Zebras" an allen Ecken und Enden. Leichte Ballverluste und Fehlwürfe waren das Resultat einer mangelbehaften Kieler Vorstellung, die Hannover für sich zu nutzen wusste. Die "Recken" spielten ihre Tempogegenstöße konzentriert aus und lagen nach 24 Minuten mit 12:8 in Front. Gäste-Coach Alfred Gislason nahm seine erste Auszeit und fand offenbar die richtigen Worte. Denn im Anschluss agierten die Schleswig-Holsteiner viel zielstrebiger als zuvor. Zunächst konnten sie durch Marko Vujin zum 12:12 egalisieren (30.), dann sorgte Kreisläufer Ilija Brozovic wenige Sekunden vor der Halbzeit sogar für die Führung.

TSV bietet bis zum Schluss Paroli

TSV Hannover-Burgdorf - THW Kiel 26:27 (12:13)

Tore TSV Hannover-Burgdorf: Böhm 7, Häfner 4, Kastening 4, Patrail 4, Olsen 3, Mortensen 2/1, Hykkerud 1, Lehnhoff 1
THW Kiel: Ekberg 8/5, Vujin 8, Bilyk 3, Wiencek 3, Brozovic 2, Lackovic 2, Nilsson 1
Zuschauer:
9.735

So sehr die Gäste sich zu steigern wussten, so sehr baute Hannover ab. Auch nach der Pause stand das Team von Trainer Jens Bürkle zunächst komplett neben sich. Der THW konnte seinen Vorsprung auf 17:12 ausbauen, bis Casper Mortensen Kiels Lauf - neun Treffer in Folge - in der 40. Minute stoppte. Er war im Tempogegenstoß erfolgreich. Kurz zuvor hatte der dänische Olympiasieger einen Siebenmeter noch kläglich neben den Kasten gesetzt. Mortensens Tor hatte für die Hausherren Signalwirkung. Sie gewannen hernach wieder an Stabilität in der Deckung sowie Sicherheit im Angriff und konnten den Rückstand auf zwei Treffer verkürzen (19:21/49.). Als Fabian Böhm 80 Sekunden vor der Schlusssirene zum 26:27 traf und Keeper Jendrik Meyer danach gegen Patrick Wiencek parierte, war der Punktgewinn für die Niedersachsen plötzlich wieder zum Greifen nah. Seinen letzten Angriff verpatzte das Bürkle-Team jedoch, sodass am Ende die 16. Niederlage im 17. Duell mit den "Zebras" zu Buche schlug.

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Sportclub | 26.03.2017 | 22:30 Uhr

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