Stand: 27.09.2017 20:44 Uhr

Flensburg siegt, Glandorf holt Schwarzer ein

von Ingmar Deneke, NDR.de
Gehört zu den besten Bundesliga-Torschützen aller Zeiten: Holger Glandorf.

Zum Auftakt des siebten Spieltags in der Handball-Bundesliga hat die SG Flensburg-Handewitt am Mittwochabend einen Arbeitssieg gefeiert. Gegen die Eulen Ludwigshafen setzte sich das Team von Trainer Maik Machulla mit 33:29 (16:15) durch. Rückraumwerfer Holger Glandorf traf fünf Mal und zog in der ewigen Bundesliga-Torjägerliste mit Christian Schwarzer gleich - die beiden ehemaligen Nationalmannschafts-Kameraden liegen jetzt gemeinsam auf dem fünften Platz. Erfolgreichster Werfer der Partie war Rasmus Lauge mit acht Toren. Die Norddeutschen verbesserten sich zumindest für einen Tag auf den zweiten Tabellenplatz. Bereits am Sonnabend wartet ein schwerer Gang in der Champions League. Mit dem französischen Meister Paris St. Germain tritt der Topfavorit auf den Titel in Flensburg an.

Flensburg kann Führung nicht nutzen

Flensburg - Ludwigshafen 32:29 (16:15)

Tore Flensburg: Lauge Schmidt (8/2), Toft Hansen (5), Glandorf (5), Svan (4), Wanne (3), Steinhauser (3), Mogensen (2), Heinl (1), Mahé (1)
Ludwigshafen: Djozic (6/5), Dippe (5), Feld (5), Haider (3), Scholz (2), Buhrer (2), Stüber (2), Weber (2), Egelhof (1), Dietrich (1)
Zuschauer: 5.569

Die "Andersson-Faust" dominierte die Anfangsphase. Immer wieder parierte Flensburgs Keeper Mattias Andersson die Versuche der Eulen, immer wieder schnellte die geballte Hand des 39-Jährigen anschließend nach oben. Der Schwede zog mit der SG flott auf 8:4 davon (9.). Danach stockte das sonst so flüssige Angriffsspiel der Flensburger, die zuvor alles im Griff hatten und den Außenseiter überraschend herankommen und zum 10:10 ausgleichen ließen (20.). Dann wurde es kurios: Die SG hatte nach Zeitstrafen gegen die Gäste zwischenzeitlich drei Spieler mehr auf dem Feld, konnte sich in der Überzahlphase aber keinen nennenswerten Vorsprung herauswerfen. Die Flensburger agierten nach dem guten Start zu behäbig und unpräzise, sodass sie zur Pause nur knapp mit 16:15 in Führung lagen.

Zwischenspurt reicht zum Sieg

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In der zweiten Hälfte sorgten die Gastgeber schnell wieder für klare Verhältnisse. Innerhalb von zehn Minuten zog die SG auf sechs Tore davon - Glandorf und Rechtsaußen Lasse Svan (im ersten Durchgang auf der Bank) waren in dieser Phase besonders auffällig. Der Zwischenspurt zog dem unerfahrenen Aufsteiger aus Ludwigshafen den Zahn. Trainer Machulla blieb in den Auszeiten entsprechend ruhig und gab seinen Spielern gezielte taktische Anweisungen. Für den Höhepunkt des Abends sorgte Glandorf, als er in der Schlussphase seinen "historischen" 2.208 Bundesliga-Treffer erzielte. In seiner langen Laufbahn hat der 34-Jährige 4,8 Tore pro Partie erzielt.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 27.09.2017 | 22:40 Uhr

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