Stand: 27.03.2016 16:45 Uhr

Hannover-Burgdorf ärgert Favorit THW Kiel

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Christian Sprenger sicherte Kiel mit dem 30:30 immerhin noch einen Punkt.

Die TSV Hannover-Burgdorf bleibt der Favoritenschreck in der Handball-Bundesliga. Die ersatzgeschwächten Niedersachsen holten am Ostersonntag vor knapp 10.000 Zuschauern ein 30:30 (14:14) gegen den THW Kiel und fügten dem deutschen Meister einen Rückschlag im Kampf um die Titelverteidigung zu. Vor gut drei Wochen hatte die TSV bereits der SG Flensburg-Handewitt ein Remis abgetrotzt. Bester Werfer der Partie war Kiels Nationalspieler Christian Dissinger mit elf Toren. "Wir haben nie zu unser Leistung in der Defensive gefunden. Das war ein glücklicher Punkt für uns", sagte THW-Coach Alfred Gislason bei "Sport 1".

Ziemer mit starker Leistung im TSV-Tor

Hannover-Burgdorf - THW Kiel 30:30 (14:14)

Tore Hannover: Patrail (5), Hykkerud (5), Christophersen (5), Karason (4/2), Mortensen (3), Lehnhoff (3), Kastening (2), Dräger (1), Szücs (1), Johannsen (1/1)
Tore Kiel: Dissinger (11), Dahmke (5), Vujin (4/2), Duvnjak (3), Brozovic (3), Sprenger (2), Anic (1), Canellas (1)
Zuschauer: 9.900

Die große Kulisse beflügelte die Hausherren, die lange Zeit die bessere Mannschaft waren, obwohl sie mehrere Stammspieler ersetzen mussten. Im Rückraum fehlte unter anderem EM-Held Kai Häfner (Handbruch). Doch Kiel ging viel zu lässig in die Begegnung mit den Niedersachsen. Die THW-Abwehr ließ Hannover-Burgdorf zu viel Raum, den vor allem Maik Patrail nutzte. Mit 4:1 lag der Außenseiter nach neun Minuten vorn und hielt lange Zeit seinen Vorsprung, auch weil Martin Ziemer im TSV-Tor zunächst das Keeper-Duell gegen Niklas Landin für sich entschied. Doch die routinierten "Zebras" ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und glichen noch vor dem Seitenwechsel aus. Rune Dahmke vollendete einen Tempogegenstoß 40 Sekunden vor dem Pausensignal zum 14:14.

Sprenger erzielt den Treffer zum Ausgleich

Auch in der zweiten Hälfte hatte die TSV den besseren Start. Dennoch ging der THW in der 38. Minute erstmals in Führung. Marco Vujin traf aus dem Rückraum zum 18:17. Hannover-Burgdorf leistete sich zu viele Ballverluste und verwarf zudem zwei Siebenmeter in Folge. Entmutigen ließ sich der Außenseiter dadurch nicht. Die Niedersachsen vergaben zwar auch anschließend eine Reihe guter Gelegenheiten. Trotzdem lagen sie in der 52. Minute mit 25:21 in Führung. Und Kiel? Der Meister riss sich zusammen, kam noch einmal auf 25:26 heran (55.) und glich durch Dahmke aus (58.). Alles war bereitet für eine dramatische Schlussphase. Hannover schien die Partie eine Minute vor dem Ende entschieden zu haben: 30:28. Doch wieder kamen die "Zebras" zurück. Dissinger traf, Christian Sprenger auch. Den letzten Wurf hatten die Gastgeber. Patrail zog ab, Landin lenkte den Ball an den Pfosten und rettete so Kiel zumindest einen Punkt.

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