Stand: 24.02.2016 21:59 Uhr

Flensburgs Handballer ohne Fehl und Tadel

Begeisterte die Fans mit einem Hammertor aus elf Metern: Lasse Svan.

Die SG Flensburg-Handewitt reitet auf einer Welle des Erfolgs. Nach zwei Siegen in der Champions League und dem Coup beim Bundesliga-Spitzenreiter Rhein-Neckar Löwen ließ das Team von Trainer Ljubomir Vranjes auch dem SC DHfK Leipzig keine Chance. Gegen den stärksten Bundesliga-Aufsteiger der vergangenen Jahre fuhr die SG am Mittwochabend einen 35:28 (16:15)-Sieg ein, der nur während einer Schwächephase kurz vor der Pause in Gefahr zu geraten schien. In der Tabelle rückte der Dritte wieder bis auf einen Zähler an das punktgleiche Spitzen-Duo aus Mannheim und Kiel heran. Beste Werfer gegen Leipzig waren Lasse Svan, der bei neun Toren eine Wurfquote von 90 Prozent erreichte, und Holger Glandorf mit sieben Treffern. Im Rahmen der Partie gab Boy Meesenburg, der Beiratsvorsitzende der SG, bekannt, dass der Vertrag mit Geschäftsführer Dierk Schmäschke um fünf Jahre bis zum 30. Juni 2021 verlängert wurde.

Hammertor von Lasse Svan

Zum ersten Bundesliga-Heimspiel nach 63 Tagen bereiteten die Fans in der "Hölle Nord" ihren Lieblingen einen überschwänglichen Empfang. Im Spiel selbst lief zunächst alles nach Plan, als die SG mit hohem Tempo und einer gut organisierten Abwehr über ein 4:1 (5.) und 8:4 (9.) mit 12:8 in Führung ging. Zu diesem Zeitpunkt waren 18 Minuten gespielt, und Leipzigs Trainer Christian Prokop legte erstmals die Grüne Karte auf den Tisch. Seine Ansprache in der Auszeit trug Früchte. Die Gäste kamen besser ins Spiel und glichen kurz vor der Pause durch Christoph Steiner zum 15:15 (29.) aus. Das Unentschieden hätten sie mit in die Pause genommen - wenn nicht der an diesem Tag glänzend aufgelegte Svan gewesen wäre. Praktisch mit der Sirene nagelte der dänische Rechtsaußen einen Wurf aus elf Metern in den Winkel.

Leipzig gehen die Kräfte aus

Die knappe Führung gegen den Außenseiter wurmte nicht nur SG-Trainer Vranjes. Nach Wiederbeginn legte Flensburg einen 3:0-Lauf zum 19:15 hin (34.) und schuf sich so erneut ein Polster (34.). Die Leipziger versuchten es danach wieder mit der taktischen Variante eines siebten Feldspielers anstelle des Torwarts. Doch mittlerweile haben sich die meisten Gegner in der Bundesliga auf das Lieblingsspiel von Trainer Prokop eingestellt. Beim 23:18 durch Rasmus Lauge (41.) hatten die Gastgeber erstmals einen Fünf-Tore-Vorsprung herausgeworfen. Dichter als auf vier Tore ließ Flensburg die Leipziger nun nicht mehr herankommen. Den Gästen ging zum Ende hin auch die Kraft aus, und so fiel der Heimsieg der SG am Ende deutlicher aus, als es der Spielverlauf war.

Hannover-Burgdorf unterliegt in Göppingen

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Sven-Sören Christophersen erzielte sechs Tore für Hannover-Burgdorf.

Für die TSV Hannover-Burgdorf verlief der 23. Spieltag der Bundesliga dagegen nicht so erfreulich. Bei Frisch Auf Göppingen, einem Konkurrenten im Kampf um die Qualifikation für den Europapokal, mussten sich die Niedersachsen am Mittwochabend mit 28:35 (13:17) geschlagen geben. Nach einem verpatzten Auftakt in die Partie, der zu einem 1:5 nach fünf Minuten führte, gelang der Mannschaft von TSV-Trainer Jens Bürkle durch den Dänen Casper Mortensen per Siebenmeter zwar der Ausgleich zum 9:9 (15.). Doch danach setzten sich die Gastgeber vor 4.600 Zuschauern in der "Hölle Süd" bis zur Pause wieder auf einen Vier-Tore-Vorsprung ab. Durch einen 5:1-Lauf vom 22:18 (41.) auf 27:19 (47.) gelang es Frisch Auf, die Partie zu den eigenen Gunsten zu entscheiden. Bester Torschütze bei den Norddeutschen war Mait Patrail mit sieben Treffern. Durch die Niederlage tauschten die beiden Teams in der Tabelle die Plätze. Göppingen ist mit jetzt 26:16 Punkten Siebter, Hannover-Burgdorf mit 25:19 Zählern Achter.

SG Flensburg-Handewitt - SC DHfK Leipzig 35:28

Tore Flensburg-Handewitt: Svan 9, Glandorf 7, Lauge Schmidt 6, Eggert 5/4, Djordjic 2, Mogensen 2, Toft Hansen 2, Heinl 1, Mahé 1
Tore Leipzig: Jurdzs 7, Weber 6/2, Strosack 4, Schedik 3/2, Steinert 3, Binder 2, Milosevic 2, Herth 1
Zuschauer: 6.117
Strafminuten: 4:8

Frisch Auf Göppingen - TSV Hannover-Burgdorf 35:28

Tore Göppingen: Kaufmann 8, Schiller 7/6, Halén 5, Pfahl 5, Kneule 4, Sesum 4, Barud 1, Späth 1
Tore Hannover-Burgdorf: Patrail 7, Christophersen 6, Mortensen 4/2, Kastening 3, Schmidt 3, Hykkerud 1, Häfner 1, Kárason 1, Lehnhoff
1/1, Pollex 1
Zuschauer: 4.600
Strafminuten: 10:8

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