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Jubel bei St. Paulis Markus Thorandt, Fabian Boll und Max Kruse (v.l.) © fishing4
 

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St. Pauli: Peinliches 1:4 in Sandhausen

von Johannes Freytag, NDR.de

St. Paulis Daniel Ginczek ist enttäuscht. © Fishing4 Detailansicht des Bildes Daniel Ginczek enttäuscht: Ihm gelang in Sandhausen nichts. Vor der Partie beim Abstiegskandidaten Sandhausen hatte der FC St. Pauli 293 Minuten lang kein Zweitliga-Tor erzielt. Am Sonntag kamen zu dieser traurigen Bilanz weitere 74 Minuten hinzu: Erst dann traf Florian Kringe mit einem Strafstoß für die Kiezkicker erstmals. An der peinlichen 1:4 (0:3)-Niederlage der Elf von Trainer Michael Frontzeck änderte das trotzdem nichts. Bei nunmehr nur noch fünf Zählern Vorsprung auf den Relegationsrang, den Sandhausen jetzt inne hat, steckt St. Pauli mitten im Abstiegskampf. "Das kommt dabei heraus, wenn man verteidigt wie eine Schülermannschaft. Wenn man so viele Fehler macht wie wir heute, dann darf man sich nicht wundern", haderte Frontzeck nach dem Spiel.

Sandhausen hellwach

Sandhausen - St. Pauli 4:1 (3:0)

Tore: 1:0 Löning (3.), 2:0 Ulm (28./Foulelfmeter), 3:0 Löning (39.), 4:0 Mäkelä (49.), 4:1 Kringe (74./Foulelfmeter)
Zuschauer: 7.600
Sandhausen: Ischdonat - Kandziora, Pischorn, Olajengbesi, Achenbach - Fießer (66. Morena), Schauerte - Wooten, Ulm (75. Beichler) - Löning (66. Yun), Mäkelä
St. Pauli: Tschauner - Avevor, Mohr, Thorandt, Schachten - Funk, Daube (36. Kringe) - Thy (36. Ebbers), Buchtmann (66. Bruns), Gogia - Ginczek

Vor 7.600 Zuschauern im Hardtwaldstadion wurden die Hamburger von den Gastgebern kalt erwischt. Schon in der Anfangsminute hatte Andrew Wooten eine gute Möglichkeit, zog aber knapp am Tor vorbei. Besser machte es dann Frank Löning zwei Minuten später: Völlig frei stehend kam der Sandhausener Kapitän im Sechzehner zum Kopfball und setzte diesen überlegt und platziert in die rechte Ecke - Philipp Tschauner hatte keine Abwehrchance. Auch in der Folgezeit blieben die Hausherren am Drücker. Einen Wooten-Hammer von der Strafraumgrenze lenkte St. Paulis Torwart zur Ecke (20.), Juho Mäkelä kam kurz darauf nur einen Schritt zu spät (22.). Auf der Gegenseite präsentierte sich die Kiezelf erschreckend harmlos. Zwar wurde schnell umgeschaltet und nach vorne gespielt, aber an der Strafraumgrenze der Sandhausener war es mit der Herrlichkeit vorbei, wirkliche Torgefahr gab es nicht.

Schachten unbeholfen, Tschauner patzt

Stattdessen bauten die Braun-Weißen den Gegner weiter auf. Sebastian Schachten ließ sich von Wooten austanzen und grätschte seinen Gegenspieler unbeholfen um. Den fälligen Strafstoß versenkte David Ulm souverän zum 2:0 (29.). Erst danach hatte St. Pauli die erste richtig gute Gelegenheit, doch Christopher Buchtmanns satter Schuss landete nur am Innenpfosten (31.). Weil aber von einem Aufbäumen seiner Mannschaft nach wie vor wenig zu sehen war, reagierte Frontzeck mit einem Doppelwechsel und brachte Florian Kringe und Marius Ebbers (36.). Eine Maßnahme, die Torwart Tschauner mit einem schweren "Bock" konterkarierte: Einen harmlosen Fernschuss von Julian Schauerle ließ St. Paulis Keeper abprallen, Löning war zur Stelle und schob zum 3:0 für Sandhausen ein (39.).

Mäkelä macht den Sack endgültig zu

Sandhausens Juho Mäkelä (l.) trifft gegen St. Pauli. © Fishing4 Detailansicht des Bildes Sandhausens Juho Mäkelä (l.) trifft gegen St. Pauli. Wer gedacht hatte, nach der Pause käme es zu einer Trotzreaktion der Gäste, sah sich getäuscht: Gerade vier Minuten waren gespielt, da zappelte der Ball erneut im Netz der Hamburger. Mäkelä, der kurz zuvor bereits alleine auf Tschauner zugelaufen und gescheitert war (47.), wurde von Wooten mustergültig bedient und erzielte das 4:0 (49.). Die Partie war gelaufen. Besonders bitter für die mitgereisten Fans der Hamburger: Sie bekamen auch in der zweiten Spielhälfte kaum etwas von ihrem Team geboten, Sandhausens Keeper Daniel Ischdonat verlebte einen relativ ruhigen Nachmittag. Erst als Kringe per Foulelfmeter traf (Fabio Morena hatte Florian Bruns umgerissen), musste Ischdonat hinter sich greifen.

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Sportclub | 10.02.2013 | 22:45 Uhr

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