Stand: 29.11.2015 20:01 Uhr

"Wölfe" beißen sich an Augsburg die Zähne aus

von Johannes Freytag, NDR.de
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Marcel Schäfer (r.) kam zu seinem 235. Bundesligaeinsatz für den VfL Wolfsburg.

Der VfL Wolfsburg verliert in der Bundesliga immer mehr den Anschluss an die Tabellenspitze. Die Niedersachsen kamen am Sonntag beim Vorletzten FC Augsburg nicht über ein 0:0 hinaus und haben nun schon sieben Punkte Rückstand auf die zweitplatzierten Dortmunder. Zwar stehen die "Wölfe" nach wie vor auf einem Champions-League-Platz, haben aber auf den ersten nicht-europäischen Platz nur noch vier Zähler Vorsprung. In Augsburg zeigte die Elf von Trainer Dieter Hecking eine enttäuschende Offensivleistung und hatte angesichts heikler Schiedsrichter-Entscheidungen sogar Glück, nicht als Verlierer vom Platz gegangen zu sein.

0:0 - VfL stolpert in Augsburg

Wolfsburg drei Mal im Glück

14.Spieltag, 29.11.2015 17:30 Uhr

  • FC Augsburg
  • 0:0


  • VfL Wolfsburg

Tore: -:-
FC Augsburg: Hitz - Verhaegh, Callsen-Bracker, Klavan, Max - Baier, Kohr (86. Moravek) - Esswein (90.+1 Trochowski), Koo (75. Ji), Caiuby - Bobadilla
VfL Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Naldo, Dante, Schäfer - Vieirinha (88. S. Jung), Guilavogui, Arnold, Schürrle - Dost (64. Caligiuri), Kruse (87. Klose) -
Zuschauer: 27081

Weitere Daten zum Spiel

Wie erwartet, stand André Schürrle nach seinen jüngsten starken Auftritten gegen Bremen und vor allem in Moskau in der Startelf. Etwas überraschend fiel die Nominierung von Marcel Schäfer aus - aber auch der VfL-Rekordspieler (gemeinsam mit Diego Benaglio) gab zuletzt einen starken Vertreter von Linksverteidiger Ricardo Rodriguez ab. Der Schweizer, der wegen des Todes seiner Mutter pausiert hatte, saß auf der Bank. Die "Wölfe" hatten schon nach wenigen Sekunden Glück, dass es keinen Elfmeter für Augsburg gab: Naldo brachte im Strafraum Raul Bobadilla zu Fall, aber Schiedsrichter Christian Dingert ließ weiterspielen. Kurz darauf vergab Bas Dost die erste Wolfsburger Torchance - FCA-Keeper Marwin Hitz packte beim Kopfball des Niederländers sicher zu (6.). Aber auch Augsburg war gefährlich: Ragnar Klavan steckte zu Caiuby durch, den strammen Schuss des Brasilianers aus neun Metern wehrte Benaglio ab (18.). Kurz darauf forderten die Gastgeber erneut Elfmeter - Naldo hatte Ja-Cheol Koo zu Boden gedrückt - wieder blieb Dingerts Pfeife stumm (19.). Danach verflachte die Partie und bot spielerisch nur noch mäßiges Bundesliga-Niveau. Einzig in der 42. Minute wurde es nochmal aufregend: Schürrle rutschte im eigenen Strafraum über den Ball, Augsburgs Kapitän Paul Verhaegh kam dadurch frei zum Schuss, setzte den Ball aber am Tor vorbei.

Gelb-Rot für Dante

Mit deutlich mehr Engagement als in Hälfte eins kam der VfL aus der Kabine: Vor allem Schürrle wagte endlich einmal etwas in der Offensive - der Nationalspieler sorgte im Alleingang für die ersten drei VfL-Torchancen im zweiten Spielabschnitt (50., 52., 57.). Mitten hinein in den VfL-Schwung hätte Dominik Kohr beinahe die Augsburger Führung erzielt, doch er köpfte aus elf Metern den Ball an Benaglios Tor vorbei (61.). Hecking versuchte, den Offensivdruck zu erhöhen: Er nahm Dost vom Feld, der absolut wirkungslos geblieben war. Stattdessen kam Daniel Caligiuri und Schürrle rückte in die Spitze (64.). Doch die Maßnahme verpuffte - die Niedersachsen bissen sich nach weiter die Zähne an der FCA-Defensive aus. Verwertbare Flanken gab es nicht. Ein Freistoßknaller von Naldo blieb die beste Torgelegenheit der Wolfsburger (79.). Und die Gäste machten es sich zusätzlich schwer: Dante - bereits gelbverwarnt - hatte im Zweikampf mit Bobadilla das Bein viel zu hoch, traf den Paraguayer am Kopf und sah zu Recht die Gelb-Rote Karte (85.). Nur einmal wurde es aber noch gefährlich: Daniel Baiers Distanzschuss landete aber in den Armen von Benaglio (89.).

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