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Fussball-Tippspiel
Sportclub-Tippspiel (Montage) © picture alliance Fotograf: DeFodi
 

Fußball-Tippspiel: Kommende Saison geht's weiter!

Der NDR sucht in der Saison 2012/13 wieder den Fußball-Experten im Norden. mehr

 

Fußball ist nicht alles

von Tobias Hartmann, NDR Fernsehen

Prof. Dr. Frank Schneider, Direktor Psychiatrie Universitäts-Klinik Aachen. © UKA Fotograf: UKA Detailansicht des Bildes "Wir haben uns nicht um Fußballprofis gekümmert", sagt Psychiater Schneider. (Archivbild) Marco Villa bezweifelt, dass das Profigeschäft im Fußball seit dem Tod von Robert Enke menschlicher geworden ist. Aber auf dem Feld der Wissenschaft habe sich etwas getan - auch mit Hilfe der Gelder, die die Robert-Enke-Stiftung zur Verfügung stellt. Bis vor zwei Jahren, bis zum Suizid von Enke, habe man gar nicht gemerkt, dass es eine Nische gibt, erklärt Psychiater Frank Schneider. "Wir haben uns um Politiker gekümmert oder Manager - aber nicht um Fußballprofis. Wir haben gemerkt, dass da ein unheimliches Loch ist, was wir jetzt angefangen haben, zu füllen."

Psychische Erkrankungen früher erkennen

Trainer sollen besser geschult werden, um psychische Erkrankungen möglichst früh zu erkennen, erklärt Schneider. Zudem wurde das Projekt "MentalGestärkt" ins Leben gerufen - eine Koordinationsstelle, bei der sich Leistungssportler informieren und beraten lassen können. Darüber hinaus sei es wichtig, dass jungen Fußball-Profis gezeigt wird, was außer Fußball noch wichtig ist im Leben, sagt Marco Villa. Er sieht die Vereine in der Verantwortung: "Das ist schön und gut, zu sagen, du bist talentiert, mach das auch, konzentriere dich ruhig auf den Fußball. Aber man muss auch sagen, habe im Hinterkopf, dass das nicht bis zum Rentenalter dein Job sein kann und überleg jetzt schon mal, was du danach machen willst." Die jungen Profis sollen sich laut Villa nicht darauf verlassen, dass sie nach ihrer Karriere sowieso Berater, Trainer oder Manager werden. "So viele Klubs gibt es nicht, wie jedes Jahr Spieler aufhören."

"... wäre ich etwas anderes geworden"

Auch Robert Enke hatte sich einmal in der Stadionzeitung von Hannover 96 zur Lebensplanung geäußert: "Wenn ich nicht Fußballer geworden wäre, wäre ich ... etwas anderes geworden", hatte Enke damals zögerlich gesagt. Einen nennenswerte Alternative hatte der Torwart anscheinend für sich nicht entdeckt, wie sein Vater bestätigt: "Er hat ja selber auch solche Sätze gesagt, 'ich kann ja eigentlich nur Fußball spielen'. Das fand ich schon ein bisschen traurig, weil das einfach nicht so ist, aber er hat es selber so gesehen."

"Heute würde ich ihn ins Krankenhaus jagen"

Robert Enke mit seinem Vater Dirk Enke im Jahr 1999 © © NDR/Dirk Enke, honorarfrei Detailansicht des Bildes Robert Enkes Vater Dirk (r.), wollte das sich sein Sohn Robert (l.) stationär behandeln lässt. (Archivbild) Viele Menschen fragten sich nach Enkes Suizid, wie er seine Frau und seine Adoptivtochter einfach zurücklassen konnte. Marco Villa ist sicher, dass sein bester Freund Robbi einfach keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat, um seine finsteren Gedanken loszuwerden. Die tückische Krankheit habe ihm am Ende sogar den Gedanken geraubt, wie sehr er das Leben liebte, so Villa.

Für Robert Enkes Vater steht fest: "Heute würde ich ihn ins Krankenhaus jagen. Das wäre der wichtigste Schritt gewesen, von dem ich glaubte, wenn er den getan hätte, wäre er noch unter uns".

S-Bahn-Station Himmelreich

Acht Stunden fährt Robert Enke an jenem 10. November 2009 herum. Er kannte den Bahnhof in Eilvese, an dem er sich das Leben nahm. Gelegentlich fuhr er selbst von dort mit der S-Bahn zum Training - der Nationaltorhüter, die Nummer 1. Himmelreich! So heißt die erste Station hinter Eilvese, an dem er dann immer mit dem Zug vorbeifuhr.

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Keeper Robert Enke © picture-alliance
 

Enke - Ausnahmetorwart und besonderer Mensch

Robert Enke war mehr als ein Weltklassekeeper. Am 10. November 2009 nahm er sich das Leben. mehr

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Die Initiative beschreibt ihr Projekt zur Förderung psychischer Gesundheit im Leistungssport.

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