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Osnabrück bangt um Aufstieg - Wollitz geht

von Florian Neuhauss, NDR.de

Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz ist enttäuscht. © dpa - Bildfunk Fotograf: Friso Gentsch Detailansicht des Bildes Claus-Dieter Wollitz reicht's: Er tritt zurück. Die Drittliga-Fußballer des VfL Osnabrück haben der vollmundigen Ankündigung ihres Trainers Claus-Dieter Wollitz ("Wir gewinnen in Bielefeld") keine Taten folgen lassen. Statt auf den zweiten Tabellenplatz vorzurücken, rutschten die Niedersachsen am Sonnabend durch ein 0:1 (0:0) im Derby bei der Arminia und den zeitgleichen Sieg Heidenheims in Saarbrücken auf Rang vier ab. Damit kann der VfL allenfalls noch die Relegation erreichen, muss am letzten Spieltag (eigener Gegner ist Aachen) aber auf einen Patzer der Heidenheimer gegen Offenbach hoffen.

Wollitz: "Bitterster Moment meiner Trainerlaufbahn"

Doch wie auch immer die Saison ausgeht: Nach der nächsten Begegung ist für Wollitz beim VfL Schluss. Der 47-Jährige, in Personalunion Coach und Sportdirektor bei den Niedersachsen, tritt wegen vereinsinterner Querelen zurück. "Ich bin mit anderen Erwartungen nach Osnabrück gekommen. Am 30. Juni wird mein letzter Arbeitstag sein, ich trete als Trainer und Sportdirektor zurück. Ich werde natürlich mit aller Professionalität das letzte Spiel angehen. Ich ziehe die Konsequenzen daraus, wie die Mannschaft und ich vom Präsidium begleitet worden sind", sagte Wollitz. Er wolle sich die Respektlosigkeit von handelnden Personen im Verein nicht bieten lassen: "In Osnabrück geht es nur mit Zusammenhalt und Vertrauen, aber ich glaube, das kriegt man nicht mehr. Deshalb mache ich den Weg frei. Ich stehe nicht mehr zur Verfügung, auch nicht in der Zweiten Bundesliga. Das ist der bitterste Moment meiner Trainerlaufbahn."

Verletzungspech bei Bielefeld

Arminia Bielefeld - VfL Osnabrück 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Hille (56.)
Bielefeld: Platins - Müller, Burmeister, Hornig (6. Appiah), Lorenz - Schütz, Riese - Hille (65. Glasner), Schönfeld, Rahn - Testroet (74. Jerat)
Osnabrück: Riemann - Fischer, Pisot, Beermann, Krük - Costa (58. Nagy), Staffeldt - Piossek, Thiel (58. Jula), Manno (70. Neumann) - Zoller
Zuschauer: 26.500 (ausverkauft)

In Bielefeld wussten die Osnabrücker nicht zu überzeugen, verloren verdient und mussten auch noch die Aufstiegsparty des Erzrivalen miterleben. Für Bielefelds Thomas Hübener war die Partie schon vor dem Anpfiff gelaufen, der Kapitän musste kurzfristig verletzt passen. Es dauerte nur fünf Minuten, bis sich sein Innenverteidiger-Kollege Manuel Hornig, der angeschlagen ins Spiel gegangen war, erneut am Oberschenkel verletzte und raus musste. Die Hausherren hielten Osnabrück zunächst vom eigenen Tor fern, die erste Chance hatte Pascal Testroet, der Vertreter des gesperrten Top-Stürmers Fabian Klos schoss aber vorbei (7.). Die Partie lebte zunächst nur von Spannung und Kampf. In der 21. Minute wurden die Gäste erstmals im Ansatz gefährlich: Simon Zoller legte schön auf Marcus Piossek ab, doch auch er verfehlte das Tor deutlich. Auf der anderen Seite vergab Testroet auch seine zweite Chance, als er den Ball nach einer starken Flanke von Marc Lorenz nicht kontrollieren konnte (29.). Die größte Möglichkeit der ersten Hälfte hatte Osnabrücks Nils Fischer: Der gebürtige Bielefelder köpfte allerdings aus elf Metern freistehend genau in die Arme von Arminias Keeper Patrick Platins (35.). Die Niedersachsen hatten das Heft nun in der Hand, Bielefeld erspielte sich keine Chancen mehr. Timo Staffeldt versuchte es zwei Minuten später noch einmal vom Sechzehner. Sein wuchtiger Schuss landete aber am Außennetz.

Hille schockt Lila-Weiß

Bielefelds Sebastian Hille (l.) jubelt mit Teamkollege Marc Lorenz. © dpa - Bildfunk Fotograf: Friso Gentsch Detailansicht des Bildes Bielefelds Sebastian Hille (l.) jubelt mit Teamkollege Marc Lorenz. Bielefeld kam verbessert aus der Pause: Wieder flankte Lorenz von links, Sebastian Hilles missratener Kopfball kullerte aber am Tor vorbei (47.). Zudem folgte eine Schrecksekunde für Osnabrück, als Zoller von Marcel Appiah böse umgegrätscht wurde. Der Stürmer konnte nach kurzer Behandlungspause weitermachen. Und nun meldeten sich auch die Lila-Weißen wieder zu Wort: Yannic Thiel prüfte Platins (53.). Der Ball landete dann aber auf der anderen Seite im Netz. Testroet ließ sich allein vor dem Tor noch zu weit abdrängen, flankte dann aber genau zu Hille und der Routinier versenkte per Kopf zum 1:0 (56.). Neun Minuten später wurde Hille - von Krämpfen geplagt - ausgewechselt (bereits zum 25. Mal im 29. Startelf-Einsatz). Bielefeld drängte weiter auf die Vorentscheidung, VfL-Keeper Manuel Riemann packte gegen Patrick Schönfeld (68.), Testroet (73.) und Tim Jerat (75.) sicher zu.

Nur Bielefeld jubelt

Ein abgefälschter Schuss von Timo Beermann blieb zunächst die einzige Chance für den VfL (71.). Die Arminen spielten derweil befreit auf. Philipp Riese (80.) und Sebastian Glasner (81.) ließen jedoch die Möglichkeiten zur Entscheidung liegen. Die Schlussphase läutete Bielefelds Tom Schütz ein: In der 89. Minute tauchte Riemann ab und fischte den Freistoß aus dem Eck. Osnabrücks Beermann kam dann noch einmal zum Abschluss, doch auch Platins war auf dem Posten (90.). Es gab drei Minuten Nachspielzeit, die der VfL aber nicht mehr nutzen konnte. Beim Schlusspfiff stürmten alle Bielefelder jubelnd aufs Spielfeld, auch Zuschauertore wurden geöffnet. Die Osnabrücker verschwanden derweil kleinlaut in die Kabine - und müssen nun auch noch den Schock des Wollitz-Rücktritts verdauen.

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Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz © picture alliance / Eibner-Presse
 
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