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Fussball im Tornetz mit Mauspfeil (Montage) © fotolia.com Fotograf: creativedoxfoto
 

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Osnabrück kehrt an die Spitze zurück

von Bettina Lenner, NDR.de

Osnabrücks Sebastian Neumann (r.) mit hohem Bein gegen Babelsbergs Markus Müller © imago Detailansicht des Bildes Osnabrücks Sebastian Neumann (r.) und der VfL feierten einen Arbeitssieg. Aufstiegskandidat VfL Osnabrück ist seiner Favoritenrolle gegen den abstiegsgefährdeten SV Babelsberg 03 mit Mühe gerecht geworden. Die Niedersachsen setzten sich am Sonnabend mit 1:0 (0:0) gegen die Potsdamer durch und eroberten damit die Tabellenspitze vom Karlsruher SC zurück, der in Saarbrücken 0:0 spielte. Das Tor des Tages erzielte Gaetano Manno zu Beginn der zweiten Halbzeit. "Wir haben bis auf wenige Ausnahmen nicht zu unserem Spiel gefunden. Mit dem Ergebnis muss man zufrieden sein, mit dem Spiel überhaupt nicht", kritisierte Trainer Claus-Dieter Wollitz und kommentierte die Tabellenführung mit gewohnt klaren Worten: "Das ist schön für den Moment, aber wir müssen unser Spiel verbessern."

Riemann und Thomik in der Startelf

Der Coach überraschte mit zwei Rückkehrern in der Startelf: Manuel Riemann durfte nach zweimonatiger Pause wegen einer Hand-Operation wieder ins Tor, und auch Kapitän Paul Thomik stand nach auskuriertem Kreuzbandanriss, den er sich am sechsten Spieltag zugezogen hatte, erstmals wieder in der Anfangsformation. Der 28-Jährige führte sich gleich gut ein, versuchte sein Glück in der 13. Minute mit einem gefährlichen Flachschuss aus rund 20 Metern. Doch Babelsbergs Torwart Frederic Löhe war auf dem Posten. Zwei Minuten später hatte Marcus Piossek nach schönem Zuspiel von Alexander Krük die Riesenchance zur Führung, schoss den Keeper aber aus kürzester Distanz genau an.

Letzte Konsequenz im Abschluss fehlt

Osnabrücks Trainer Claus-Dieter Wollitz gestikuliert. © imago Detailansicht des Bildes Nicht alles Gold, was glänzt: Trainer Claus-Dieter Wollitz gestikuliert. Misserfolge, die beim schwungvoll gestarteten VfL Spuren hinterließen: Die letzte Konsequenz im Abschluss fehlte zusehends, und so führten auch weitere Möglichkeiten durch Thomik (24.) und Krük (45.) nicht zum gewünschten Erfolg. Gut für Osnabrück, dass es den Gästen über weite Strecken an den spielerischen Mitteln mangelte, den Kontrahenten ernsthaft in Bedrängnis zu bringen: Babelsberg verbuchte im ersten Abschnitt nur eine echte Chance, Riemann parierte den strammen Freistoß von Oliver Kragl aus rund 28 Metern aber glänzend.

Nagy mit der Riesenchance zum 2:0

Osnabrück - Babelsberg 1:0 (0:0)

Tor: 1:0 Manno (52.)
Zuschauer: 7.700
Osnabrück: Riemann - Thomik, Pisot, Beermann, Krük - Staffeldt, Sebastian Neumann (46. Jula) - Piossek, Nagy (74. Nils Fischer), Manno (80. Costa) - Zoller
Babelsberg: Löhe - Koc, Reiche (11. Essig), Lennart Hartmann (43. Prochnow), Hebib - Evljuskin, Christian Groß - Kreuels, Kragl - Markus Müller, Heil (74. Kaplan)

Nach der Pause zeigten sich die Niedersachsen wieder agiler, machten mehr Dampf. Nach schönem Doppelpass-Spiel von Piossek und Simon Zoller kam der eingewechselte Stürmer Emil Jula nur knapp nicht an den Ball heran (51.). Eine Minute später markierte Manno dann aber die verdiente Führung für die Gastgeber: Osnabrücks Topscorer (9 Saisontreffer) konnte in aller Seelenruhe von der Strafraumgrenze abziehen, vom Innenpfosten prallte der Ball unhaltbar für Löhe ins Tor. Unverständlich, dass sich die Lila-Weißen im Anschluss immer wieder selbst in Bedrängnis brachten und den Potsdamern zu viel Raum ließen. Manno (71.) und kurz darauf der überzeugende Jula klärten in höchster Not, bevor schließlich Daniel Nagy die Chance hatte, die Vorzeichen auf den dritten Osnabrücker Sieg in Folge zu stellen. Der Ungar steuerte nach einem Konter mutterseelenallein auf Löhe zu, legte sich dann aber nicht nur den Ball nur zu weit vor, sondern erwischte den Torwart auch noch mit dem Fuß (72.). Der 21-Jährige konnte von Glück sagen, dass er dafür nicht die Gelbe Karte sah - es wäre "Gelb-rot" gewesen. In der 90. Minute hatte Piossek noch einmal das 2:0 auf dem Fuß, sein abgefälschter Schuss strich aber hauchdünn am linken Pfosten vorbei.

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