Stand: 21.10.2015 23:05 Uhr

2:0 - Wolfsburg besiegt Eindhoven souverän

von Florian Neuhauss, NDR.de

Der VfL Wolfsburg hat die Führung in der Champions-League-Gruppe B übernommen. Die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking bezwang am Mittwochabend im eigenen Stadion die PSV Eindhoven verdient mit 2:0 (0:0) und stellte damit die Tabelle auf den Kopf. Im Parallelspiel spielte Manchester United beim ZSKA Moskau 1:1, beide Teams liegen damit zwei Zähler hinter dem Spitzenreiter. "Die sechs Punkte sind eine gute Ausgangslage, auf der wir aufbauen können", sagte Spielmacher Julian Draxler. Die Stimmung in Wolfsburg war bestens, auch weil das Spiel 23.375 Zuschauer in der Arena verfolgten. Beim ersten Heimspiel gegen Moskau hatte die geringe Zuschauerresonanz noch für mächtig Ärger bei Manager Klaus Allofs gesorgt. Weiter geht es für die Niedersachsen in der Königsklasse mit dem Rückspiel in Eindhoven am 3. November.

Wolfsburg gewinnt auch das zweite Heimspiel

Klares Chancenplus für Wolfsburg

VfL Wolfsburg - PSV Eindhoven 2:0 (0:0)

Tore: 1:0 Dost (46.), 2:0 Kruse (57.)
Bes.Vork.: Benaglio pariert Foulelfmeter von Locadia (90.+1)
Wolfsburg: Benaglio - Träsch, Naldo, Dante, Rodriguez - Luiz Gustavo, Guilavogui (85. Arnold) - Caligiuri (73. Vieirinha), Kruse, Draxler (80. Schürrle) - Dost
Eindhoven: Zoet - Brenet, Bruma, Moreno, Poulsen (74. de Wijs) - Pröpper, Hendrix (73. Locadia), Guardado - Narsingh, Maher - de Jong (81. Pereiro)
Zuschauer: 23.375

Die "Wölfe" gingen von der ersten Minute an auf Punktejagd: Gerade mal 22 Sekunden waren gespielt, da klärte Jorrit Hendrix in höchster Not vor Bas Dost eine Hereingabe von Josuha Guilavogui. Wenig später riss PSV-Keeper Jeroen Zoet bei einem Schuss von Daniel Caligiuri die Fäuste hoch, packte beim Nachschuss von Draxler dann sicher zu (6.). Der VfL musste allerdings auch hinten gehörig aufpassen, der wieselflinke niederländische Nationalspieler Luciano Narsingh machte über rechts viel Betrieb. Die bis dato größte Chance hatte in der 17. Minute Max Kruse nach einem Pass von Naldo, dem dreifachen Torschützen vom Hoffenheim-Spiel versprang jedoch bei der Mitnahme der Ball. Der Wolfsburger blieb ein Unruheherd, scheiterte aber mit seiner nächsten Chance an Zoet (38.). Das Spielgeschehen wogte hin und her, zielstrebiger agierten aber die Niedersachsen. Caligiuri nahm Tempo auf und spielte Dost frei. Der Niederländer schoss aus bester Position direkt - aber weit vorbei (39.). Trotzdem wäre der VfL um ein Haar mit einem Rückstand in die Pause gegangen: Adam Maher stand nach einer Flanke von Simon Poulsen vollkommen frei. Eindhovens Zehner verfehlte das Tor mit seinem Kopfball aber deutlich (42.).

Schnell die Weichen auf Sieg gestellt

In der zweiten Hälfte ließ die erste Chance der Wolfsburger doppelt so lange auf sich warten, dafür lag der Ball dann auch im Netz: Naldos Flanke aus dem Halbfeld legte Kruse per Kopf zu Guilavogui zurück. Der Franzose scheiterte mit seinem Schuss zwar an Zoet, aber Dost war zur Stelle und staubte ab (46.). Die "Wölfe" blieben nun dran und legten schon elf Minuten später nach. Torhüter Zoet konnte Draxlers Schuss aus 16 Metern noch parieren. Aber Caligiuri setzte nach und flankte auf Kruse, der per Kopf auf 2:0 erhöhte.

Benaglio pariert selbstverschuldeten Elfmeter

Weitere Informationen

Champions-League: Fans prügeln sich in Wolfsburg

Vor dem Champions-League-Spiel zwischen dem VfL Wolfsburg und dem PSV Eindhoven haben sich etwa 50 Fans beider Vereine geprügelt. Die Polizei nahm sechs Niederländer in Gewahrsam. mehr

Auf der anderen Seite bemühte sich der niederländische Meister zwar weiter redlich, gefährlich wurde es allerdings trotzdem nicht. Der Mexikaner Andres Guardado (ehemals Leverkusen) schoss aus guter Position drüber (66.), der Kopfball elf Minuten später von Luuk de Jong (ehemals Mönchengladbach) war kein Problem für Diego Benaglio. Obwohl er kaum gefordert wurde, war der VfL-Schlussmann hellwach und schnappte Jürgen Locadia gerade noch den Ball weg, als der Joker vor seinem Tor auftauchte (84.). Als ob sie nicht den leisesten Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen lassen wollten, meldeten sich die "Wölfe" danach prompt wieder selbst zu Wort. Der ebenfalls eingewechselte Vieirinha brach über rechts durch und flanke scharf vor das Tor. Dort traf Kruse im Rutschen den Ball aber nicht richtig. In der Nachspielzeit gab's doch noch einen Schreckmoment für den VfL: Benaglio ließ den Ball nach einer Flanke fallen und trat dann Locadia um - Elfmeter. Aber es passte zum Spiel, dass der Gefoulte vom Punkt an Benaglio scheiterte.

Weitere Informationen

Wolfsburg tankt Selbstvertrauen gegen TSG

Der VfL Wolfsburg ist mit einem verdienten Sieg in die Spitzengruppe der Fußball-Bundesliga zurückgekehrt: Die Niedersachsen schlugen 1899 Hoffenheim am Sonnabend mit 4:2. mehr

Fußball-Champions-League, Gruppe B

Spielansetzungen und Ergebnisse der Gruppe B in der Fußball-Champions-League. mehr