HSV-Jubiläum: Der Bundesliga-Dino ist 125
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Hamburgs Marcell Jansen (r.) beim Zweikampf mit dem Mainzer Adam Szalai.
Der Hamburger SV kann in der Fußball-Bundesliga den Blick wieder nach oben richten. Trotz einer über weite Strecken enttäuschenden Vorstellung schlug die Elf von Trainer Thorsten Fink am Sonnabend Mainz 05 mit 1:0. Mann des Tages war wieder einmal Heung Min Son, der in der 63. Minute den Siegtreffer erzielte. Der HSV-Coach war zumindest mit seiner Abwehr zufrieden: "Die Mannschaft hat sich defensiv weiterentwickelt, das ist schon gut, sagte Fink, dessen Team zu Beginn unter Druck stand. Die Mainzer begannen selbstbewusst und ballsicher. In Tornähe fehlte jedoch die Präzision, sodass es keine klare Gelegenheit für die Rheinhessen gab. Einen schwachen Tag hatte der HSV erwischt. Die Bälle wurden fast ausschließlich hoch nach vorne geschlagen, gelungene Kombinationen gab es kaum.
Tor: Son (63.)
Zuschauer: 51.345
Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen (61. Aogo) - Badelj, Arslan (80. Rincon) - Beister, Son - Rudnevs, van der Vaart (89. Bruma)
Mainz 05: Wetklo - Pospech, Svensson, Noveski, Diaz - Kirchhoff - Polanski (73. Soto), Marco Caligiuri (76. Nicolai Müller) - Ivanschitz - Risse (73. Malli), Szalai
In der 19. Minute prüfte Marcell Jansen Mainz-Keeper Christian Wetklo immerhin mit einem scharfen Schuss aus gut 20 Metern. Aufregung auf beiden Seiten gab es dann in der der 34. Minute: Zunächst konnte Mainz nach einer Ecke die Verwirrung in der Hamburger Abwehr nicht nutzen, im direkten Gegenzug kam Maximilian Beister zum Abschluss. Wetklo beendete die 15 aufregendsten Sekunden des ersten Durchgangs mit einer lockeren Parade. Beister hatte auch die letzte Chance in Hälfte eins, mit seinem schwächeren rechten Fuß verzog er aber deutlich (40.).
Der Siegtreffer: Heung Min Son (l.) überwindet Christian Wetklo.
Glück hatten die Hamburger kurz nach Wiederbeginn, als Schiedsrichter Daniel Siebert einen Klammergriff von Michael Mancienne gegen Adam Szalai im Strafraum nicht als Foul wertete und weiterspielen ließ. Dank des unglaublich zweikampfstarken Oliver Kirchhof hatten die Mainzer weiterhin ein Übergewicht im Mittelfeld. Doch nach wie vor nutzten sie die Räume nicht. Wie aus dem Nichts fiel dann die Führung für den HSV. Son drückte einen schönen Diagonalball von Beister über die Linie (63.), allerdings stand der Vorbereiter zuvor im Abseits. Der Treffer fühlte sich angesichts des Spielverlaufs bereits wie eine Vorentscheidung an - und war es letztlich auch. Mainz bemühte sich weiterhin erfolglos, hatte durch Eugen Polanski (66.) und Yunus Malli (76.) noch zwei Gelegenheiten, war insgesamt aber zu harmlos.