Im Alter von knapp 19 Jahren unterschreibt Dieter Hecking (u.r.) 1983 bei Borussia Mönchengladbach seinen ersten Profivertrag. Trainer Jupp Heynckes (o.l.) setzt den offensiven Mittelfeldspieler in den folgenden zwei Jahren aber nur insgesamt sechsmal ein.
Deshalb wechselt Hecking (r., mit Peter Cestonaro) in die Zweite Liga nach Kassel. Für die Hessen bestreitet er 101 Zweitligaspiele und bleibt dem Team auch nach dem Abstieg in die Oberliga treu. Dort wird er 1989 sogar Torschützenkönig.
Auch dank seiner Tore kehren die "Löwen" im selben Jahr in die Zweite Liga zurück. Hecking reift in Hessen zum Führungsspieler und trägt die Kapitänsbinde. Die Liga bleibt allerdings eine Nummer zu groß für Kassel, das 1990 wieder absteigt.
Hecking aber bleibt im Unterhaus und schließt sich 1990 Bundesliga-Absteiger Waldhof Mannheim an. Bei den Blau-Schwarzen kämpft Hecking nun um den Aufstieg, verpasst diesen 1991 und 1992 aber denkbar knapp.
Der erstmalige Sprung in die Beletage des deutschen Fußballs gelingt Hecking 1993 beim VfB Leipzig. Als Stammspieler hat er großen Anteil an dem Erfolg, aber auch am prompten Wiederabstieg ein Jahr später.
Anstatt erneut in der Zweiten Liga aufzulaufen, schließt er sich 1994 dem West-Regionalligisten TuS Paderborn-Neuhaus an. Während der Saison1996/1997 wechselt er in die Nordstaffel zu Hannover 96. Erst in den Relegationsspielen gegen Energie Cottbus verpassen die "Roten" den Aufstieg.
Dafür klappt es dann im zweiten Anlauf: 1998 kehren Hecking und Hannover 96 in die Zweite Liga zurück. Der mittlerweile 33-Jährige kommt in der Folge allerdings nicht mehr so oft zum Einsatz und wechselt 1999 zum Regionalligisten Eintracht Braunschweig.
Beim niedersächsischen Rivalen lässt Hecking seine Spieler-Karriere im Jahr 2000 ausklingen: 36 Bundesligaeinsätze und 203 Zweitligapartien schlagen für ihn zu Buche. Schon am 1. Juli 2000 übernimmt er beim SC Verl in derselben Liga sein erstes Traineramt. Den Club verlässt Hecking aber bereits in der Winterpause - Verl steht auf Rang sieben - wieder und wird ...
... im März 2001 Trainer beim Regionalligisten VfB Lübeck. Bei den Schleswig-Holsteinern erfreut sich Hecking schnell großer Beliebtheit bei den Fans. Er schafft den Aufstieg in die Zweite Liga und dort auch den Klassenerhalt.
Zudem sorgt das Team im Pokal 2003/2004 für Furore. Die Lübecker schalten nacheinander St. Pauli, den SC Freiburg und die TSG Hoffenheim aus. Erst im Halbfinale ist bei Werder Bremen (2:3 n.V.) Schluss.
Nach dem Lübecker Abstieg 2004 wechselt Hecking zum Zweitligisten Alemannia Aachen. Der Traditionsclub startet als Pokalfinalist des Vorjahres im UEFA-Cup und scheitert erst in der Zwischenrunde.
2006 gelingt Hecking der bis dato größte Erfolg seiner Trainer-Karriere, als er die Alemannia in die Bundesliga führt.
Hecking ist der Vater des Erfolgs. Doch der Coach bleibt nicht lange an Bord. Schon nach dem dritten Spieltag der Saison 2006/2007 kündigt Hecking, um ein Angebot von Hannover 96 annehmen zu können.
Hannover führt Hecking aus der Abstiegszone und zeitweise in den Bereich der UEFA-Cup-Plätze. Die Bilanz ist mit den Plätzen elf, acht und elf in drei Jahren dennoch eher durchwachsen.
Fans fordern angesichts der schwachen Leistungen die Entlassung Heckings. Doch Clubchef Martin Kind hält zu seinem Trainer. Erst nach Saisonende 2009 tritt Hecking nach 101 Spielen als 96-Rekordtrainer in der Bundesliga zurück. Die Bestmarke hat bis Januar 2013 Bestand, dann überholt ihn Mirko Slomka mit seinem 102. Einsatz.
Seit seiner Zeit in Lübeck weicht Assistent Dirk Bremser (r.) nicht mehr von seiner Seite und ist auch dabei, ...
... als Hecking ein halbes Jahr später, am 22. Dezember 2009, Nachfolger des in Nürnberg entlassenen Michael Oenning wird. Der neue Trainer schafft den Klassenerhalt über die Relegation. In der Folgezeit setzt Hecking vor allem auf junge Spieler und erreicht mit dem "Club" 2010/2011 den sechsten Platz.
Vor der Spielzeit 2012/2013 verlängert Hecking seinen Vertrag beim 1. FC Nürnberg bis 2014, sichert sich aber eine Ausstiegsklausel. Im November 2012 kommt es zur Begegnung mit dem VfL Wolfsburg. Dessen Interimscoach Lorenz-Günther Köstner (r.) beerbt Hecking im Winter 2012/2013 bei den Niedersachsen.
VfL-Sportchef Klaus Allofs (r.) präsentiert den neuen Trainer am 28. Dezember 2012 bei einer Pressekonferenz und hofft, dass bei den "Wölfen" damit "Kontinuität und Stabilität" einkehrt.