Stand: 19.03.2016 15:20 Uhr

St. Pauli siegt souverän in Sandhausen

von Johannes Freytag, NDR.de
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Jubel bei den Kiezkickern über den sechsten Auswärtssieg der Saison.

Der FC St. Pauli hat seine Mini-Krise beendet und nach den Niederlagen beim 1. FC Heidenheim (0:2) und gegen den SC Paderborn (3:4) einen Dreier eingefahren. 2:0 (2:0) siegten die Hamburger am Sonnabend beim SV Sandhausen und revanchierten sich damit auch für die 1:3-Heimniederlage gegen die Baden-Württemberger im Oktober vergangenen Jahres. Lennart Thy und Marc Rzatkowski erzielten bereits in der ersten Spielhälfte die Tore für die Elf von Trainer Ewald Lienen, die mit dem sechsten Auswärtssieg der Saison zumindest bis zum Sonntag wieder auf den vierten Tabellenplatz kletterte. "Wir sind mit der richtigen Energie ins Spiel gegangen. Die Mannschaft war griffig. Ich denke, das war ein hochverdienter Sieg. Ich bin zufrieden mit der Vorstellung", erklärte Lienen nach der Partie.

Kiezkicker beenden Minikrise

St. Pauli effektiv: Zwei Schüsse, zwei Tore

27.Spieltag, 19.03.2016 13:00 Uhr

  • SV Sandhausen
  • 0:2


  • FC St. Pauli

Tore: 0:1 Thy (8.) 0:2 Rzatkowski (40.)
SV Sandhausen: Knaller - Thiede, Kister (85. Kuhn), F. Hübner, Paqarada - Roßbach - Wooten, Linsmayer, Kulovits (46. Jovanovic), Pledl (46. Zillner) - Bouhaddouz
FC St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, L. Sobiech, Ziereis, Buballa - Rzatkowski, Nehrig - Buchtmann (90. Keller), Alushi (83. Gonther), Kalla (76. Maier) - Thy
Zuschauer: 7043

Weitere Daten zum Spiel

In der Tat stellte sich nach den nahezu erloschenen Aufstiegsambitionen für den Hamburger Anhang die Frage, wie motiviert die Braun-Weißen den Rest der Saison angehen würden. Die Antwort lieferten die Kiezkicker schnell: Die Lienen-Elf attackierte die Gastgeber früh, hatte viel Ballbesitz und belohnte sich für die engagierte Spielweise mit dem Führungstor: Enis Alushi setzte sich auf der linken Strafraumseite durch, flankte von Grundlinie präzise nach innen und Thy nickte zum 1:0 für St. Pauli ein (8.). Es war der erste Treffer für den Stürmer nach zuvor acht torlosen Spielen. Auch in der Folgezeit hatten die Norddeutschen die Partie im Griff, ohne allerdings weitere zwingende Torchancen herauszuspielen. In der Defensive standen die Braun-Weißen ebenfalls sicher, in der 26. Minute musste Torwart Robin Himmelmann erstmals eingreifen. Kurz darauf klärte Marc Hornschuh vor Aziz Bouhaddouz (30.). Die Partie plätscherte dahin - bis die Hamburger erneut eiskalt zuschlugen: Rzatkowski eroberte den Ball an der Mittellinie, spielte einen Doppelpass mit Alushi und überlupfte dann gekonnt Sandhausens Keeper Marco Knaller (40.).

Fünfte Gelbe Karte für Comebacker Kalla

Es dauerte bis zur 53. Minute, ehe die Zuschauer im Hardtwaldstadion im zweiten Spielabschnitt einen Torabschluss zu sehen bekamen: Himmelmann hatte mit dem harmlosen Distanzversuch von Ranisav Jovanovic aber keine Probleme. Auf der Gegenseite bekam Knaller gegen eine feine Außenrist-Hereingabe von Rzatkowski gerade noch seine Fingerspitzen dazwischen (58.). Ansonsten gab es kaum Höhepunkte. St. Pauli spielte die Partie souverän zu Ende und ließ bis zum Schlusspfiff kaum nennenswerte Strafraumszenen zu, In der 83. Minute parierte Himmelmann einen Schuss von Andrew Wooten, in der Nachspielzeit einen Kopfball von Bouhaddouz - und damit blieb er zum 14. Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Erwähnenswert aus Hamburger Sicht war lediglich noch die fünfte Gelbe Karte, die sich Jan-Philipp Kalla abholte. Der 27-Jährige, erstmals seit seiner Verletzung im Dezember wieder im Einsatz, darf sich über verlängerten Osterurlaub freuen.

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