Stand: 28.02.2016 16:12 Uhr

2:0 - St. Pauli bleibt oben dran

von Johannes Freytag, NDR.de
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St. Paulis Youngster Joel Keller (r.) zeigte in seinem ersten Zweitligaspiel eine ordentliche Leistung.

Der FC St. Pauli hat die Heimniederlage gegen den FSV Frankfurt (1:3) gut verdaut: Die Kiezkicker gewannen am Sonntag trotz erheblicher Personalsorgen 2:0 (0:0) beim Tabellenletzten MSV Duisburg. Marc Rzatkowski und John Verhoek erzielten die Treffer für die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen, der zahlreiche Stammkräfte ersetzen musste. In der komplett neu formierten Abwehrreihe feierte Youngster Joel Keller sein Profidebüt. Durch den Dreier bleiben die Hamburger als Viertplatzierter im Rennen um den Aufstieg. Der Rückstand auf Nürnberg auf dem Relegationsrang beträgt zwei Zähler. "Es war klar, dass wir Geduld haben und gut verteidigen müssen. Das war ein schweres Spiel für uns, gegen eine hochmotivierte Mannschaft, die uns alles abverlangt hat", resümierte Lienen nach der Partie.

St. Pauli behält den Aufstieg im Blick

Kampfspiel ohne Torraumszenen

23.Spieltag, 28.02.2016 13:30 Uhr

  • MSV Duisburg
  • 0:2


  • FC St. Pauli

Tore: 0:1 Rzatkowski (64.) 0:2 Verhoek (90.+4)
MSV Duisburg: Ratajczak - Feltscher, S. Bohl, Meißner, Poggenberg (84. Bröker) - Özbek, Albutat (79. Obinna) - Tschanturia, Janjic (61. Onuegbu), Wolze - Tomané
FC St. Pauli: Himmelmann - Dudziak, Hornschuh, Keller, Buballa - Buchtmann, Alushi, Rzatkowski, Choi (72. Sobota) - Thy, Verhoek -
Zuschauer: 20790

Weitere Daten zum Spiel

Der St.-Pauli-Coach war verletzungsbedingt zu zahlreichen Umstellungen gezwungen. In Philipp Ziereis und Lasse Sobiech fehlte die komplette etatmäßige Innenverteidigung, dazu verletzte sich Bernd Nehrig beim Aufwärmen. So bildete Keller das zentrale Abwehrduo mit Marc Hornschuh. Dessen Stammposition auf der rechten Abwehrseite besetzte der gebürtige Duisburger Jeremy Dudziak. Aber auch offensiv gab es Veränderungen. Lienen bot ein 4-4-2 auf, Verhoek stürmte an der Seite von Lennart Thy, zudem kam Kyoung-Rok Choi über die linke Außenbahn. Während St. Paulis neue Defensive keinerlei Probleme hatte, sich zu organisieren und die Duisburger Angriffsbemühungen zu unterbinden, tat sich die Offensive deutlich schwerer. Entsprechend bekamen die Zuschauer ein intensives Kampfspiel geboten, dem allerdings gefährliche Strafraumszenen fehlten. Die Torleute auf beiden Seiten hatten keinerlei Gelegenheit, sich auszuzeichnen - erst in der 24. Minute musste Hamburgs Robin Himmelmann erstmals eingreifen, hatte aber wenig Mühe mit dem Freistoß von Zlatko Janjic. Die einzige nennenswerte Torgelegenheit der Kiezkicker hatte Choi, dessen Schuss das Gehäuse allerdings deutlich verfehlte (41.).

Rzatkowski zum dritten Mal mit dem 1:0

Keine drei Minuten waren im zweiten Abschnitt gespielt, als St. Pauli zu seinem zweiten Torschuss kam: Enis Alushi nahm aus knapp 30 Metern Maß - Duisburgs Michael Ratajczak wehrte zur Ecke ab (48.). Auf der Gegenseite bot sich Tomané eine gute Kopfball-Gelegenheit, doch Himmelmann war zur Stelle (59.). Beiden Teams war nun anzumerken, dass sie sich mit einem Remis nicht zufriedengeben würden. Vor allem St. Pauli erhöhte den Druck: Christopher Buchtmann setzte sich auf der rechten Seite schön durch, bediente Dudziak, der wiederum zu Rzatkowski passte und St. Paulis quirliger Blondschopf vollendete von der Strafraumgrenze zum 1:0 für die Hamburger (64.). Es war der dritte Führungstreffer in Folge des Mittelfeldspielers.

Der MSV drängte nun auf den Ausgleich, agierte dabei aber zu ungestüm und zu überhastet, sodass St. Paulis Abwehr den Ball von Keeper Himmelmann fern halten konnte. Symptomatisch eine Szene aus der 85. Minute: Victor Obinna setzte aus aussichtsreicher Position einen Freistoß mitten in die Mauer. In der Nachspielzeit umkurvte Verhoek Ratajczak und setzte mit seinem ersten Saisontor den Schlusspunkt der Partie (90.+4).

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