Stand: 25.11.2017 14:51 Uhr

Holstein Kiel mit glücklichem Punktgewinn

von Sebastian Ragoß, NDR.de
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Meist einen Schritt zu spät: Kiels Dominick Drexler (l.).

Holstein Kiel hat sich im Topduell der zweiten Fußball-Bundesliga am Sonnabend 0:0 vom FC Ingolstadt getrennt. Das Ergebnis war nach dem Spielverlauf allerdings glücklich für die "Störche", deren Vorsprung auf den vierten Platz sich auf fünf Punkte verringerte. "Das war ein wahnsinnig intensives Spiel, so wie wir das auch erwartet hatten" sagte Kiels Trainer Markus Anfang, auf dessen Team am kommenden Sonnabend der nächste harte Brocken wartet. Dann gastiert der Tabellen-Zweite Fortuna Düsseldorf im Holstein-Stadion.

Beste Kieler Chance schon nach 50 Sekunden

15.Spieltag, 25.11.2017 13:00 Uhr

  • Holstein Kiel
  • 0:0


  • FC Ingolstadt

Tore: -:-
Holstein Kiel: Kronholm - P. Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh - Kinsombi - K. Schindler (85. Peitz), Mühling, Drexler, Lewerenz (79. Conde) - Ducksch (89. Seydel)
FC Ingolstadt: Nyland - Levels, Matip, Wahl, Gaus - Morales - Träsch, Christiansen (67. Cohen) - Pledl (80. Leipertz), Kittel - Lezcano (74. Kutschke)
Zuschauer: 9701

Weitere Daten zum Spiel

Die Kieler hatten zwar schon nach 50 Sekunden durch Steven Lewerenz eine gute Torchance, doch das bessere Team waren während der gesamten 90 Minuten die Gäste. Ingolstadt setzte die KSV Holstein mit seinem offensiven Pressing gehörig unter Druck und erzwang so in der 29. Minute einen Fehler von Dominik Schmidt, den Alfredo Morales aber nicht nutzte, weil er aus spitzem Winkel KSV-Keeper Kenneth Kronholm anschoss. Kiel schaffte es nur selten, sich spielerisch vom Druck der Bayern zu befreien und seine gefährlichen Offensivspieler in Position zu bringen. Der FCI drängte weiter: Hauke Wahl prüfte Kronholm mit einem 25-Meter-Schuss (34.), dann hatte der Schlussmann Glück, dass Rafael Czichos den Ball nicht ins eigene Tor abfälschte (35.).

Wahl vergibt die Riesengelegenheit

Beim Tabellenführer gab es also eine Menge Luft nach oben. Doch die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte: Ingolstadt dominierte, spielte aber in Strafraumnähe häufig zu kompliziert. Und die "Störche"? Die kamen überhaupt nicht in ihren Rhythmus und hatten allenfalls in Ansätzen gute Aktionen in der Offensive. Immerhin ließ die Abwehr keine Torchancen mehr zu - bis zur 76. Minute, als Wahl eine Gelegenheit vergab, für die einst das Adjektiv "hundertprozentig" erfunden wurde: Der ehemalige Kieler kam aus drei Metern frei zum Schuss und traf den Ball derart schlecht, dass Kronholm parieren konnte. Ingolstadt erhöhte noch einmal das Tempo, schaffte es aber nicht mehr, den eigentlich verdienten Siegtreffer zu markieren.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.11.2017 | 22:50 Uhr