Stand: 02.12.2017 15:51 Uhr

Kiel "nur" remis - Herbstmeisterschaft vertagt

von Florian Neuhauss, NDR.de
Im Duell Erster gegen Zweiter schenkten sich die Teams nichts.

Holstein Kiel hat seinen Status als Topteam der Zweiten Liga untermauert, die vorzeitige Herbstmeisterschaft jedoch verpasst. Die Mannschaft von Trainer Markus Anfang kam am Sonnabend im Spitzenspiel gegen Fortuna Düsseldorf zu einem 2:2 (0:1) und verteidigte damit gegen den direkten Konkurrenten die Tabellenspitze. Es war bereits das dritte Remis in Folge, zuvor hatte es auch in Nürnberg und gegen Ingolstadt jeweils einen Zähler gegeben. Die Herbstmeisterschaft, die Anfang laut Aussage am NDR Mikrofon "nicht interessiert", können die "Störche" nun am kommenden Freitag (18.30 Uhr) bei Eintracht Braunschweig klarmachen.

"Störche" verbessert, aber nicht gut genug

16.Spieltag, 02.12.2017 13:00 Uhr

  • Holstein Kiel
  • 2:2


  • F. Düsseldorf

Tore: 0:1 Raman (43.) 1:1 K. Schindler (55.) 2:1 Drexler (70.) 2:2 Hennings (85.)
Holstein Kiel: Kronholm - P. Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh - Kinsombi - K. Schindler, Drexler, Mühling, Seydel (80. Peitz) - Ducksch (77. Lewerenz)
F. Düsseldorf: Wolf - Schauerte, A. Hoffmann, Bormuth, Gießelmann - Ayhan (83. Kujovic) - J. Zimmer (75. Usami), O. Fink (75. H. Nielsen), Sobottka, Raman - Hennings
Zuschauer: 11748

Weitere Daten zum Spiel

Die 11.748 Zuschauer im ausverkauften Holstein-Stadion bekamen von Beginn an einiges geboten, das Topspiel hielt, was es versprochen hatte. Alexander Mühling sorgte für den ersten Abschluss der Hausherren (4.), Torjäger Marvin Ducksch forderte Fortuna-Schlussmann Raphael Wolf, als er ansatzlos aus spitzem Winkel abschloss (17.). Die "Störche", bei denen U21-Nationalspieler Aaron Seydel den Platz von Steven Lewerenz in der Startelf eingenommen hatte, präsentierten sich besser als gegen Ingolstadt. Doch erneut war die KSV (zunächst) das unterlegene Team.

Schon in der dritten Minute hatte Benito Raman Kiels Keeper Kenneth Kronholm geprüft. Drei Minuten später war der Torhüter im Glück, als Jean Zimmer, der frei auf ihn zulief, der Ball versprang. Gefährlicher wurde es kurz darauf: Kronholm ließ einen Schuss vor die Füße von Raman prallen, Patrick Herrmann warf sich dem Belgier im letzten Moment entgegen und verhinderte so den Rückstand (15.). Vier Minuten später hatte Rouwen Hennings das 1:0 auf dem Fuß, schoss aber genauso in die Arme von Kronholm wie Kapitän Oliver Fink (29.).

Seydel an die Latte, Raman ins Netz

In Führung hätten vor der Pause allerdings auch noch die Schleswig-Holsteiner gehen können. Einen Mühling-Freistoß auf den zweiten Pfosten legte Rafael Czichos per Kopf zurück in die Mitte, wo Seydel lauerte und zum Abschluss kam. Über den Hinterkopf seines Gegenspielers sprang der Ball aber an die Latte (28.). Besser machte es in der 43. Minute Raman. Hennings schlug einen Flugball genau in den Lauf der Lüttich-Leihgabe, die Czichos davonlief und überlegt auch noch Kronholm verlud - 1:0 für die Fortuna (43.).

Mit Turneinlage zum verdienten Ausgleich

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Kiels Kingsley Schindler (l.) und Aaron Seydel bejubeln das 1:1.

Kiel kam druckvoll aus der Kabine und erspielte sich Chance auf Chance. Erst hebelten Mühling und Seydel, der den Ball mit Sohle nach hinten weiterleitete, per Doppelpass die ganze Abwehr aus. Doch Mühling scheiterte an Wolf (47.) und Seydel schoss den Ball zwei Minuten später aus bester Position nur an den Außenpfosten. Für den Ausgleich bedurfte es aber einer Willensleistung: Über Seydel und Dominick Drexler kam Kingsley Schindler zum Abschluss. Der Außenangreifer, dessen Einsatz fraglich gewesen war, scheiterte einmal an Wolf, drehte sich aber am Boden schnell um 180 Grad und bugsierte den Ball im Nachsetzen zum Ausgleich ins Tor (55.).

Hennings antwortet auf Drexlers Tor

Danach schalteten die Kieler einen Gang zurück - nur, um sich dann lautstark zurückzumelden. Niko Gießelmann brachte Drexler im Strafraum zu Fall - Elfmeter! Ducksch trat an und scheiterte an Wolf, doch Drexler war hellwach und schob im Nachsetzen zum 2:1 ein (70.).

Doch die Düsseldorfer steckten nicht auf, Trainer Friedhelm Funkel wechselte gleich drei frische Offensivkräfte ein. Und am Ausgleich war einer der Joker beteiligt: Der ehemalige Braunschweiger Havard Nielsen passte von der Seite punktgenau zu Hennings, der aus der Drehung eiskalt einnetzte (85.).

Eine Antwort hatten die Kieler nicht mehr, aber eine dicke Chance: Am Ende eines guten Spielzugs kam David Kinsombi aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch den harmlosen Abschluss fing Wolf sogar (88.). So trennten sich die Teams am Ende mit einem insgesamt gerechten Unentschieden.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 03.12.2017 | 22:50 Uhr