Stand: 18.12.2015 20:52 Uhr

Unnötige Heimpleite für den FC St. Pauli

von Matthias Heidrich, NDR.de

Zweitligist FC St. Pauli hat gegen den Karlsruher SC eine ebenso bittere wie unnötige Heimpleite kassiert. Die Kiezkicker zogen am Freitagabend im ausverkauften Millerntorstadion mit 1:2 (1:1) den Kürzeren. Anders als beim müden 0:0 am vergangenen Spieltag in Bielefeld erarbeiteten sich die Hamburger gegen den KSC eine Vielzahl an Torchancen und waren das bessere Team. Allein, die Mannschaft von Trainer Ewald Lienen vergab sie reihenweise. Die Gäste hingegen präsentierten sich gnadenlos effektiv. "Für mich ist es skurril, dieses Spiel nicht gewonnen zu haben", sagte der St.-Pauli-Coach.

1:2 - St. Pauli patzt gegen den KSC

Nehrig aus der Distanz – Torres gleicht aus

19.Spieltag, 18.12.2015 18:30 Uhr

  • FC St. Pauli
  • 1:2


  • Karlsruher SC

Tore: 1:0 Nehrig (24.) 1:1 Torres (37.) 1:2 Diamantakos (71.)
FC St. Pauli: Himmelmann - Hornschuh, L. Sobiech, Gonther, Buballa - Alushi, Nehrig (83. Verhoek) - Maier, Choi (65. Picault), Buchtmann - Thy
Karlsruher SC: Vollath - Traut, M. Stoll, Gulde, Valentini - Meffert, Krebs (90.+1 Peitz) - Torres, B. Barry (55. Nazarov), Yamada - Diamantakos (86. Thoelke)
Zuschauer: 29546

Weitere Daten zum Spiel

Die Anfangsphase der Partie wurde durch die beiden Defensivreihen geprägt, die sicher standen. Erst nach 20 Minuten trauten sich die St. Paulianer mehr zu, erhöhten das Tempo und wurden sofort belohnt. Nachdem Christopher Buchtmann eine gute Möglichkeit leichtfertig liegen gelassen hatte (23.), trat eine Minute später Bernd Nehrig auf den Plan. Der "Sechser" nahm aus 20 Metern Maß und versenkte das Leder zum 1:0 für die Hamburger. Vorbereiter Sebastian Maier hätte kurze Zeit später beinahe erhöht. Nach einem schönen Solo strich sein Flachschuss allerdings knapp am linken Pfosten vorbei (27.). Eigentlich schienen die Kiezkicker das Geschehen im Griff zu haben, bis zur 37. Minute. Da spielte der KSC nach einem Ballverlust der Braun-Weißen auf einmal schnell und exakt - Manuel Torres vollendete letztlich zum 1:1. St. Pauli schüttelte sich kurz und griff weiter an. Doch Nehrig (38.) scheiterte mit einem satten Schuss allerdings an KSC-Keeper René Vollath.

KSC gnadenlos effektiv

Ähnlich wie zu Beginn der Partie starteten beide Mannschaften auch in die zweiten 45 Minuten vorsichtig. Während die Karlsruher allerdings in ihrer Harmlosigkeit verharrten, erarbeiteten sich die Kiezkicker ab der 50. Minute eine Reihe von guten Möglichkeiten. Zunächst strich Sören Gonthers Kopfball am Pfosten vorbei (54.), ehe Maiers fulminanter Distanzschuss von Vollath entschärft wurde (56.). Die beste Chance hatte allerdings Lennart Thy, doch dessen Kopfball landete in der 57. Minute am Pfosten. Und der KSC? Der traf mit seiner zweiten großen Chance wieder das Tor, allerdings in Slapstick-Manier: Jonas Meffert stolperte das Leder aus kurzer Distanz gleich zweimal an den Pfosten, um die Kugel dann irgendwie doch noch zu Dimitris Diamantakos zu stochern, der mit dem Rücken zum Tor per Hacke traf - 2:1 für Karlsruhe (71.). Doppelt bitter für den FC St. Pauli, dass der Grieche ganz knapp im Abseits gestanden hatte.

Von diesem Schock erholten sich die Hamburger nicht mehr. Daniel Buballas Distanzschuss in der Nachspielzeit ließ die St.-Pauli-Fans noch einmal kurz hoffen, doch Vollath parierte und besiegelte damit die dritte Heimniederlage der Kiezkicker.

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