Stand: 17.11.2016 21:37 Uhr

"Wölfinnen" setzen ihre Tour durch Europa fort

von Christian Görtzen, NDR.de
Die Ungarin Zsanett Jakabfi traf erneut für den VfL Wolfsburg.

Ohne großen Glanz zu verbreiten sind die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg am Donnerstagabend zum fünften Mal in Folge in das Viertelfinale der Champions League eingezogen. Das Team von Trainer Ralf Kellermann gewann gegen Eskilstuna United aus Schweden auch das Rückspiel vor 1.278 Zuschauern im heimischen Allerpark, dieses Mal mit einem 3:0 (1:0). Im Hinspiel hatten sie durch ein fulminantes 5:1 eine herausragende Ausgangsposition für den Einzug in die Runde der letzten Acht geschaffen. Ein weiteres Mal traf die Ungarin Zsanett Jakabfi für die "Wölfinnen". Ihr Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 war ihr achtes in dieser Champions-League-Saison. Im Hinspiel hatte sie allein viermal eingenetzt. Fünf Treffer in zwei Spielen stufte sie als "eine mega-krasse Sache" ein. "Ich kann das nicht fassen. Ich würde gerne ausrasten, aber ich kann gerade nicht, weil ich erst einmal herunterkommen will", sagte Jakabfi NDR 2.

Dickenmann sorgt für die Führung

Weitere Informationen

Ergebnisse Champions League Frauen

Spielansetzungen und Ergebnisse der K.o.-Runde in der Frauen-Fußball-Champions-League. mehr

Kellermann musste ohne die verletzten Lena Goeßling (Knochenödem), Caroline Hansen (Haarriss im Wadenbein) und Luisa Wensing (Wadenbeinbruch) sowie Isabel Kerschowski (grippaler Infekt) auskommen. Torhüterin Almuth Schult hütete zum 100. Mal in einem Pflichtspiel das Tor der Niedersächsinnen. Es hätte nicht viel gefehlt, und die 25-Jährige wäre früh bezwungen worden. Die agile Stürmerin Mimmi Larsson schoss, nachdem Nilla Fischer zu unentschlossen agiert hatte, aus spitzem Winkel am hinteren Pfosten vorbei. In einer wenig mitreißenden ersten Halbzeit besaßen die Gastgeberinnen durch Vanessa Bernauer (14.), Babett Peter (36.) und Alexandra Popp (37.) gute Gelegenheiten zur Führung. Diese fiel wenig später. Nach einer Ecke durch Jakabfi gelang es den Skandinavierinnenn nicht, den Ball aus der Gefahrenzone zu schlagen. Lara Dickenmann setzte nach und erzielte mit einem Schuss aus der Drehung das 1:0 (38.). Zwei Minuten später vergab Larsson die Chance zum Ausgleich. Die Führung des VfL zur Pause war unterm Strich verdient.

Jakabfi krönt herrlichen Spielzug

VfL Wolfsburg - Eskilstuna United 3:0 (1:0)

VfL Wolfsburg: Schult – Maritz, Fischer, Peter, Dickenmann (46. Van Egmond) – Gunnarsdottir (66. Mittag), Bernauer – Wullaert, Jakabfi – Simic (72. Bussaglia), Popp
Eskilstuna United: Elsert Gynning – Viggosdottir, Quinn, F. Svensson – A. Svensson (46. Akerberg), Andersson (86. Rombing), Schjelderup, Diaz, Schough – Larsson, Banusic (53. Jansson)
Tore: 1:0 Dickenmann (38.), 2:0 Jakabfi (62.), 3:0 Bernauer (85.)
Zuschauer: 1.278
Schiedsrichterin: Esther Staubli (Schweiz)

Die Torschützin kehrte zur zweiten Halbzeit nicht auf das Spielfeld zurück. Emily van Egmond kam in die Partie. Die Australierin rückte an die Seite von Fischer in die Innenverteidigung, Peter nahm die Position im linken Mittelfeld ein. Im zweiten Abschnitt bestimmten die Gastgeberinnen eindeutig die Partie. Durch eine sehr gelungene Kombination entschieden sie auch den zweiten Vergleich für sich: Nach Kopfballablage von Popp trieb Peter den Ball auf der linken Seite nach vorne. Ihre Flanke geriet ein wenig zu weit, doch Tessa Wullaert beförderte dank eines artistischen Sprungs den Ball in die Strafraummitte. Dort war Jakabfi zur Stelle und schob den Ball zum 2:0 (62.) ein. In der Schlussphase schonten die Gastgeberinnen ihre Kräfte für die anstehenden Aufgaben. Bernauer sorgte per Kopfball trotzdem noch für das 3:0 (85.). Im Viertelfinale steht zudem der FC Bayern München, der auch das Rückspiel gegen den FK Rossijanka (Russland) mit 4:0 gewann. Am 25. November werden die Paarungen ausgelost, die Ende März ausgetragen werden.

Wolfsburgs Fußballfrauen: Der Kader 2016/2017

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 17.11.2016 | 22:40 Uhr