Stand: 31.01.2016 17:22 Uhr

Wolfsburger Ergebniskrise dauert an

von Johannes Freytag, NDR.de
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Wolfsburgs Ricardo Rodriguez (l.) im Zweikampf mit Kölns Simon Zoller.

Der VfL Wolfsburg hat den Bock nicht umgestoßen und wartet seit nun schon sechs Bundesligapartien in Folge auf einen Sieg. Am Sonntag reichte es für die "Wölfe" im eigenen Stadion gegen den 1. FC Köln wie in der Hinrunde nur zur einem 1:1 (0:0) - der Sprung auf einen Europapokalrang wurde damit erneut verpasst. Julian Draxler traf für die Niedersachsen, Anthony Modeste glich für die "Geißböcke" aus. Bei den Wolfsburgern, die optisch überlegen wirkten, zeigte sich einmal mehr, dass der verletzt Torjäger Bas Dost an allen Ecken und Enden fehlt. Auch die Verpflichtung von Bruno Henrique wird dieses Manko kurzfristig nicht abstellen können. Sportchef Klaus Allofs fasste treffend zusammen: "Wir lassen zu viele Chancen liegen, und wenn wir mal in Führung gehen, sind wir hinten nicht sattelfest genug."

"Wölfe" weiter im Winterschlaf

Comeback von Luiz Gustavo

19.Spieltag, 31.01.2016 15:30 Uhr

  • VfL Wolfsburg
  • 1:1


  • 1. FC Köln

Tore: 1:0 Draxler (67.) 1:1 Modeste (75.)
VfL Wolfsburg: Benaglio - S. Jung, Naldo, Dante, Ricardo Rodriguez - Vieirinha, Guilavogui, Luiz Gustavo, Draxler - Kruse (66. Bendtner), Schürrle (80. Caligiuri) -
1. FC Köln: Horn - Risse, Maroh, Mavraj, Mladenovic (80. Vogt) - Lehmann, Hector - Zoller, Gerhardt, Bittencourt (86. Svento) - Modeste (90. Osako)
Zuschauer: 29156

Weitere Daten zum Spiel

Nach dem 2:3 in Frankfurt änderte VfL-Coach Dieter Hecking sein Team auf zwei Positionen. Sebastian Jung verteidigte auf der rechten Seite, Vieirinha rückte ins offensive Mittelfeld vor. Auf der Sechserposition bekam der wiedergenesene Luiz Gustavo den Vorzug vor Christian Träsch. Es entwickelte sich das typische VfL-Spiel: Viel Ballbesitz, viel Offensivdrang, aber wenig Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor. Exemplarisch die 13. Minute: Draxler legte exzellent auf Max Kruse zurück, doch der Nationalstürmer schoss freistehend aus fünf Metern Kölns Keeper Timo Horn an (13.). Zudem leisteten sich Wolfsburgs Dante und Naldo immer wieder Fehlpässe im Spielaufbau - die Gäste aus Köln vermochten es trotz ihres schnellen und schnörkellosen Konterfußballs aber nicht, das Gehäuse von VfL-Keeper Diego Benaglio ernsthaft zu gefährden. Entweder kamen die finalen Kölner Pässe zu spät (Abseits) oder nicht präsize genug. Mit zunehmender Spieldauer fehlten den "Wölfen" zündende Ideen, die sicher stehende Kölner Defensive zu knacken. Torabschlüsse entstanden nur nach Einzelaktionen, wie etwa bei Gustavos Schlenzer aus der Distanz (33.) oder wurden kläglich vergeben: André Schürrles Schussversuch ging weit am Tor vorbei (37.).

Köln wird stärker

Mit deutlich mehr Schwung und Zug zum Tor kamen beide Mannschaften aus der Halbzeitkabine: Kruses Direktabnahme nach Schürrles Pass war eine sichere Beute für Horn (50.). Auf der Gegenseite strich ein Schuss von Simon Zoller knapp am Pfosten vorbei (51.), einen Kopfball von Modeste wehrte Benaglio stark ab (54.). Nur eine Minute später verlängerte Gustavo eine Hereingabe von Jung an den Pfosten (55.). Die Kölner witterten Morgenluft und wurden stärker: In der 62. Minute hätten die Rheinländer in Führung gehen müssen, doch Modeste köpfte völlig freistehend aus fünf Metern den Ball in die Arme von Benaglio.

Modeste kontert Draxlers Treffer

Hecking reagierte auf die dürftige Offensivkraft seiner Mannschaft und brachte Nicklas Bendtner für den glücklosen Kruse (65.). Prompt fiel der Führungstreffer - allerdings nicht durch den Dänen, sondern durch Draxler. Vieirinha hatte mustergültig von der rechten Seite geflankt, Bendtner verpasste, aber der direkt hinter ihm postierte Draxler drosch den Ball per Direktabnahme ins Tor (67.). Doch Köln zeigte sich nicht geschockt: Acht Minuten später vertändelte Jung den Ball an Leonardo Bittencourt. Der Ex-Hannoveraner spielte einen starken Pass in die Schnittstelle der VfL-Abwehr, Modeste schlenzte den Ball an Benaglio vorbei zum Ausgleich ins Netz (75.). Clever und routiniert spielten die Gäste aus Köln nun die Partie herunter, Wolfsburg brachte nichts Zählbares mehr zustande - so blieb es beim 1:1, das von den VfL-Fans mit Pfiffen quittiert wurde.

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