Stand: 24.01.2016 19:43 Uhr

Werder mit Paukenschlag: Sieg auf Schalke

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Werder Bremen ist zum Beginn der Bundesliga-Rückrunde eine große Überraschung gelungen. Die Mannschaft von Trainer Vikor Skripnik gewann am Sonntag mit 3:1 (1:1) bei Schalke 04. Den bislang letzten Sieg hatten die Norddeutschen Anfang November beim 2:1 in Augsburg gefeiert. Kapitän Clemens Fritz erzielte das 1:1 (43.) und bereitete die Treffer von Claudio Pizarro (54.) und Anthony Ujah (89.) vor. "Wir haben das Glück des Tüchtigen gehabt", sagte Fritz nach seinem 300. Bundesligaspiel. Werder bleibt zwar auf Tabellenplatz 16, konnte den Vorsprung auf Hoffenheim und Hannover 96 allerdings auf vier Zähler ausbauen.

Kellerkind Bremen mit Coup gegen Schalke

Schon nach vier Minuten im Rückstand

18.Spieltag, 24.01.2016 17:30 Uhr

  • FC Schalke 04
  • 1:3


  • Werder Bremen

Tore: 1:0 Matip (4.) 1:1 Fritz (43.) 1:2 Pizarro (53.) 1:3 Ujah (89.)
FC Schalke 04: Fährmann - Caicara, Matip, Neustädter, Kolasinac - Goretzka, Geis (76. Di Santo) - Sané, Meyer (60. Belhanda), Choupo-Moting - Huntelaar
Werder Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Vestergaard, Djilobodji, S. Garcia - Öztunali (90.+2 Bartels), Fritz, Bargfrede (40. Junuzovic), Grillitsch - Ujah, Pizarro (85. Fröde) -
Zuschauer: 62271

Weitere Daten zum Spiel

Für die Bremer begann die Partie denkbar schlecht. Schon in der vierten Minute brachte Johannes Geis eine seiner gefürchteten Ecken vor das Tor, Joel Matip setzte sich in der Luft gegen Jannik Vestergaard durch und köpfte das 1:0. Die frühe Führung spielte den Gastgebern natürlich in die Karten, Werder lief zumeist nur hinterher. Skripniks Plan, Pizarro als hängende Spitze mehr in das Aufbauspiel einzubinden, griff zunächst nicht. Der Peruaner sorgte sogar mit einem haarsträubenden Fehlpass für die nächste gute Chance der Schalker. Klaas Jan Huntelaar ließ Vestergaard gekonnt ins Leere rutschen - und lupfte den Ball an die Latte (27.). Ohnehin zeigte der Niederländer unbekannte Schwächen im Abschluss. Denn auch sieben Minuten später vergab er freistehend (34.). Huntelaars Fehlversuche und eine zu laxe Einstellung der Schalker sollten sich rächen. Plötzlich fand Werder auch in der Offensive statt. Florian Grillitsch (38.) und Pizarro (42.) verfehlten aus der Distanz das Ziel noch knapp. Dann bewies Fritz, warum er am Anfang seiner Karriere als Stürmer aufgelaufen war: Bremens Kapitän verschaffte sich mit einer Drehung Platz und schoss aus 17 Metern unhaltbar ein (43.).

Pizarro trifft im zweiten Versuch

Der Ausgleich war glücklich für die Bremer, aber nun war noch mehr möglich für die Norddeutschen. Wenige Sekunden nach Wiederbeginn kam Pizarro frei zum Schuss, brachte den Ball allerdings nicht im Tor unter. Die schwache Chancenverwertung blieb ein Thema dieses Spiels. Leroy Sané musste im Gegenzug den Ball aus elf Metern eigentlich nur noch einschieben, er beförderte ihn fünf Meter über die Latte (48.). Pizarro war es dann vorbehalten, dem jungen Kollegen zu zeigen, wie ein Torjäger seine Chancen nutzt. Ein gefühlvolles Zuspiel von Fritz bugsierte der Routinier aus vier Metern über die Linie (54.).

Djilobodji feiert ein gelungenes Debüt

Schalker Profis und Fans war eine gewisse Fassungslosigkeit anzusehen. Konnte es wirklich sein, dass S04 gegen eine zunächst klar unterlegenen Gegner in Rückstand lag? Unverdient war die Bremer Führung inzwischen jedoch nicht mehr. Die Abwehr um den gut spielenden Neuzugang Papy Djilobodji stand sicher, immer wieder verschaffte sich die Skripnik-Elf durch längere Ballstafetten Entlastung. Schalke rannte noch einmal an und wollte in den letzten zehn Minuten den Ausgleich erzwingen. Junior Caicara hatte ihn auf dem Fuß - knapp vorbei (80.). Das war es allerdings mit den Schalker Offensivbemühungen. Ujah setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt, als er eine Flanke von Fritz artistisch verwertete.

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