Stand: 10.11.2017 18:09 Uhr

Werder befördert Kohfeldt zum Cheftrainer

Trotz der Niederlage in Frankfurt darf Florian Kohfeldt mindestens bis zur Winterpause weitermachen.

In der Mitte der länderspielbedingten Pause in der Fußball-Bundesliga hat Werder Bremen eine Entscheidung getroffen: Die bisherige Interimslösung Florian Kohfeldt darf weitermachen. Der Vorstand des abstiegsbedrohten Traditionsvereins beförderte den 35-Jährigen am Freitag - mindestens bis zur Winterpause - zum neuen Cheftrainer. Nach Gesprächen mit mehreren Kandidaten entschieden sich die Verantwortlichen für den Mann aus dem eigenen Verein. Kohfeldt hatte die sportliche Verantwortung bei den noch sieglosen Bremern Ende Oktober nach Alexander Nouris Entlassung übertragen bekommen, sein erstes Punktspiel als Interimscoach jedoch am vergangenen Sonntag bei Eintracht Frankfurt mit 1:2 verloren. Zuvor hatte Kohfeldt die Bremer U23 in der Dritten Liga verantwortlich betreut.

Baumann: "Kein anderer Kandidat überzeugte mehr"

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Geschäftsführer Frank Baumann setzte wieder auf eine Lösung aus den eigenen Reihen.

"Wir sind der Überzeugung, dass Florian seine Arbeit mindestens bis zur Winterpause fortsetzen soll. Er hat diese Chance verdient, weil er in den vergangenen Tagen mit seiner Arbeit alle positiven Einschätzungen bestätigt hat", sagte Werder-Geschäftsführer Frank Baumann. Kohfeldt sei in den vergangenen Tagen "die Benchmark auf der Suche nach einem neuen Verantwortlichen" gewesen, sagte der 42-Jährige. "In den Gesprächen hat uns kein verfügbarer Kandidat mehr überzeugt als er. Jetzt gilt unsere volle Konzentration den restlichen Spielen bis zur Winterpause. Florian Kohfeldt soll die Mannschaft aus dem Tabellenkeller führen", sagte Baumann. Der gebürtige Siegener ist Bremens bereits dritter Trainer nacheinander mit dem vielzitierten "Stallgeruch". Schon seine Vorgänger Viktor Skripnik und Nouri waren vor ihren Engagements bei der U23 tätig.

Kohfeldt: "Eine große Chance für mich"

Kohfeldt, zu dessen Trainerstab auch weiterhin Tim Borowski und Thomas Horsch gehören, freut sich über die Bestätigung. "Es ist trotz der schwierigen Situation eine große Chance für mich und für jeden Spieler. Der SV Werder Bremen hat eine Mannschaft, die besser ist, als es die Tabelle zeigt, und das muss jeder von uns auch auf dem Platz zeigen. Das ist das Ziel. Ich freue mich über das Vertrauen und werde die Arbeit mit viel Energie angehen." In seinem ersten Spiel als "echter" Cheftrainer bekommen er und sein Team es am 19. November im heimischen Weserstadion mit dem starken Aufsteiger Hannover 96 zu tun.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 10.11.2017 | 22:40 Uhr

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