Stand: 23.03.2016 21:25 Uhr

VfL-Frauen feiern klaren Hinspiel-Sieg

von Ingmar Deneke, NDR.de
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Wolfsburgs Tessa Wullaert (l.) bejubelt ihren Treffer zum 1:0.

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg haben das Hinspiel im Champions-League-Viertelfinale klar für sich entschieden. Das Team von Trainer Ralf Kellermann besiegte den AFC Brescia mit 3:0 (1:0). Die Treffer für den zweimaligen Champions-League-Sieger erzielten Tessa Wullaert, Alexandra Popp und Caroline Hansen. Damit haben die Wolfsburgerinnen das Halbfinale deutlich vor Augen. Das Rückspiel in Italien findet am kommenden Mittwoch statt (20.30 Uhr). "Wir hätten mehr Tore schießen müssen. Schiefgehen darf in Brescia trotzdem nichts", sagte Lena Goeßling im NDR Interview.

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Wolfsburg dominiert und geht in Führung

Kurz vor dem Anpfiff musste Kellermann auf den Ausfall von Verteidigerin Nilla Fischer reagieren. Für die erfahrene Schwedin stand die 19-jährige Joelle Wedemeyer in der Startelf. Spielerisch stark, mit guten Kombinationen und mit viel Zug zum Tor - so begann der VfL gegen den italienischen Vizemeister. Der größte Hingucker der Anfangsphase war eine Doppelchance: Erst scheiterte Ramona Bachmann mit einem abgefälschten Schuss an der gegnerischen Torfrau, anschließend köpfte Popp aus wenigen Metern zu ungenau (19.). Fünf Minuten später versuchte es die sehr aktive Julia Simic aus der Distanz, ihr Schuss flog aber knapp am linken Pfosten vorbei. Besser machte es Wullaert. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schalteten die Wolfsburgerinnen rasant um, die Belgierin trieb den Ball dynamisch Richtung Strafraum, zog aus 20 Metern mit links ab und traf zum 1:0 (32.) - ein schönes Tor der Angreiferin. Die VfL-Frauen dominierten die Partie jetzt nach Belieben, die Italienerinnen konnten sich kaum noch befreien und ihre Kontertaktik ausspielen. Die knappe Ein-Tore-Führung zur Halbzeit hätte durchaus höher ausfallen können, die Wolfsburgerinnen waren klar überlegen und wurden ihrer Favoritenrolle gerecht.

VfL trifft doppelt und vergibt weitere Chancen

Der zweite Durchgang begann mit einer umstrittenen Situation: Wullaert kam nach einem Zweikampf im gegnerischen Strafraum erst ins Straucheln und dann zu Fall, der Elfmeterpfiff blieb aber aus (48.). Kurz darauf klappte es mit dem 2:0 für den VfL. Popp knallte den Ball nach einer scharfen Flanke von Lara Dickenmann mit perfekter Schusstechnik in den Kasten (52.). Bereits neun Minuten später folgte der nächste Torjubel: Hansen traf per Flachschuss zum 3:0, vorher hatte die Norwegerin ihrer Gegnerin kurz vor dem Strafraum den Ball weggespitzelt (62.). An der Latte scheiterte die eingewechselte Zsanett Jakabfi, mit ihrem Kopfball in der 70. Minute. Es folgten weitere gute Chancen, die beste vergab Popp aus kurzer Distanz (81.). Auch die frisch ins Spiel gekommene Ewa Pajor zielte kurz darauf zu ungenau (86.). Kopfschütteln bei Trainer Kellermann, auch als Dickenmann knapp übers Tor schoss (89.). Am Ende gewannen die Wolfsburgerinnen verdient mit 3:0, einzig die vergebenen Chancen hinterließen einen bitteren Beigeschmack.

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