Stand: 13.02.2016 15:58 Uhr

Osnabrücker Sieg in Kiel: Menga ist der VfL-Held

Mit einem Tor in der Nachspielzeit hat Addy-Waku Menga den VfL Osnabrück am Sonnabend zu einem glücklichen 1:0 (0:0)-Sieg bei Holstein Kiel geschossen. Der gerade erst eingewechselte Stürmer sorgte für die Entscheidung in der Drittliga-Partie, die lange Zeit die Gastgeber aus Schleswig-Holstein bestimmt hatten. Osnabrück bleibt damit ein heißer Anwärter auf den Zweitliga-Aufstieg, während die Kieler als Tabellen-Zwölfter weiter den Blick auf die Abstiegszone richten müssen. "Das war glücklich für uns. Kiel war lange Zeit besser", sagte VfL-Trainer Joe Enochs. Ähnlich analysierte sein Gegenüber Karsten Neitzel die 90 Minuten: "Wir haben eigentlich gut gespielt."

Zunächst spielt nur die KSV Holstein

25.Spieltag, 13.02.2016 14:00 Uhr

  • Holstein Kiel
  • 0:1


  • VfL Osnabrück

Tore: 0:1 Menga (90.+2)
Holstein Kiel: Zentner - P. Herrmann, Sigurbjörnsson, Czichos, Kohlmann - Lewerenz, Wirlmann (72. Kegel), Evseev (88. Schmidt), Schnellhardt - Fetsch (78. Schäffler), Heider
VfL Osnabrück: Schwäbe - Dercho, Willers, Pisot, Falkenberg - Hohnstedt (89. Menga), Syhre, Groß, Ornatelli (46. Tigges) - Alvarez, Savran (77. Sembolo)
Zuschauer: 5000

Weitere Daten zum Spiel

Die KSV Holstein ging nach zuletzt zwei überzeugenden Siegen selbstbewusst in die Partie und bestimmte die erste Spielhälfte. Zwar gelang offensiv bei weitem nicht alles, dennoch wäre eine Führung zur Pause für die "Störche" verdient gewesen. Winterneuzugang Willi Evseev hatte per Kopf die erste gute Gelegenheit, VfL-Keeper Marvin Schwäbe parierte (7.). Anschließend neutralisierten sich beide Teams, ehe die Kieler innerhalb von wenigen Minuten gleich drei gute Chancen zur Führung vergaben: Schwäbe entschärfte zunächst mit dem Fuß einen Schuss von Finn Wirlmann, auch Matthias Fetsch brachte den Ball nicht im Netz unter (37.). Fünf Minuten später zwang Fabian Schnellhardt Schwäbe mit einem 20-Meter-Schuss zu einer Glanzparade. Steven Lewerenz scheiterte ebenfalls am starken Osnabrücker Torwart (44.). Aufregung gab es dann wenige Sekunden vor dem Pausenpfiff, als Schiedsrichter Justus Zorn einen vermeintlichen Kieler Treffer nicht gab, weil er eine Abseitsposition gesehen hatte.

Menga trifft in der Nachspielzeit

Wann würde Osnabrück endlich seine erste Torchance herausspielen? Sage und schreibe 63 Minuten dauerte es, ehe die Niederachsen das erste Mal gefährlich wurden. Anthony Syhre schaufelte den Ball aber deutlich über den Kieler Kasten. Die Begegnung war nun ausgeglichener, auch wenn Holstein noch immer die bessere Spielanlage hatte. Zu klaren Abschlüssen kamen die "Störche" allerdings nicht mehr. Und so wäre es nicht einmal überraschend gewesen, hätte Marcos Alvarez bereits in der 73. Minute die Führung für die Gäste erzielt. KSV-Keeper Robin Zentner war jedoch auf dem Posten. Kiel fehlte ein wenig die Kraft, um noch einmal eine Schlussoffensive zu starten. Trotzdem wurde es noch einmal brenzlig für den VfL: Alexander Dercho blockte in der letzten Minute einen Schuss von Patrick Hermann. Und dann kam Menga: Der Angreifer reagierte in der Nachspielzeit nach einem Abpraller am schnellsten und sorgte für großen Jubel bei den Osnabrückern.

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