Stand: 25.10.2017 20:58 Uhr

Kein neuer Coup: Pokal-Aus für VfL Osnabrück

von Christian Görtzen, NDR.de
Osnabrücks Jules Reimerink ist frustriert.

Die Hoffnung auf einen erneuten Coup an der heimischen Bremer Brücke hat sich nicht erfüllt. Fußball-Drittligist VfL Osnabrück ist am Mittwochabend durch ein 2:3 (1:1) gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune bot vor 13.557 Zuschauern eine gute kämpferische Leistung. Den Lila-Weißen, die in der Liga auf den letzten Tabellenplatz abgerutscht sind, gelang es aber trotz früher Führung nicht, den Bann zu brechen und den Pokal als Krisenlöser zu nutzen. "Hinten raus haben uns zu zehnt die Körner gefehlt. Aber insgesamt eine gute Vorstellung meiner Mannschaft", sagte Thioune dem NDR.

Der VfL ist nun seit sieben Pflichtspielen ohne Sieg. Am Sonnabend geht der Abstiegskampf in der Liga weiter. Dann ist der FSV Zwickau zu Gast an der Bremer Brücke (14 Uhr). Der Sportclub zeigt die Partie live im NDR Fernsehen und im Livecenter bei NDR.de.

Alvarez beschert VfL einen Traumstart

Fußball DFB-Pokal, 2017/2018

  • VfL Osnabrück
  • 2:3


  • 1.FC Nürnberg

Tore: 1:0 Alvarez (4., Foulelfmeter) 1:1 Ishak (38.) 1:2 Leibold (50.) 2:2 Groß (63.) 2:3 Valentini (72.)
VfL Osnabrück: Gersbeck - Susac, Groß, Zorba - Renneke, Wachs - Arslan (62. Krasniqi) - Danneberg (80. Klaas), Reimerink - Heider, Alvarez (80. Kristo)
1.FC Nürnberg: Kirschbaum - Valentini, Mühl, Ewerton, Leibold - Kammerbauer (30. Erras) - Behrens, Löwen - Möhwald - Ishak, To. Werner (68. Teuchert)
Zuschauer: 13557

Weitere Daten zum Spiel

Thioune hatte seine Startelf im Vergleich zum vergangenen Ligaspiel beim FC Hansa Rostock (0:2) auf drei Positionen umgestellt. Steffen Tigges, Sebastian Klaas und Marcel Appiah mussten weichen. Letzterer zwangsläufig, da er beim sensationellen 3:1-Sieg in der ersten Pokalrunde gegen den HSV früh Rot gesehen hatte. Furkan Zorba, Marc Heider und Marcos Alvarez rückten hinein. Im Duell mit den klassenhöheren Franken gelang den Lila-Weißen ein Traumstart. Schon der erste Angriff führte dazu, dass wenige Minuten später lautstarker Jubel an der Bremer Brücke ausbrechen sollte. Jules Reimerink war über die linke Außenbahn just in den Strafraum eingedrungen, als er von Patrick Kammerbauer mit einem Klammergriff zu Boden gezogen wurde. Schiedsrichter Bastian Dankert (Rostock) entschied nach zweieinhalb Minuten auf Foulelfmeter. Alvarez schnappte sich den Ball, guckte FCN-Keeper Thorsten Kirschbaum aus und schoss den Ball rechts unten zum 1:0 (4.) ein. Für das Drittliga-Schlusslicht wirkte das Tor wie eine Befreiung. Heider (14.) und erneut Alvarez mit einem Lattentreffer (15.) hatten gute Chancen zum Ausbau der Führung.

FCN bestraft Osnabrücker Fehler

Und der Favorit? Von dem kam in der ersten halben Stunde wenig. Dann aber war der FCN plötzlich zur Stelle - mit unschönen Folgen für die Niedersachsen. VfL-Mittelfeldspieler Ahmet Arslan gelang es auf der rechten Abwehrseite nicht, den Nürnberger Kevin Möhwald an einer hohen Hereingabe zu hindern. In der Strafraummitte sprang Osnabrücks Kapitän Christian Groß unter dem Ball hindurch, und hinter ihm fackelte Mikael Ishak nicht lange - 1:1 (38.). Mit dem Ergebnis ging es auch in die Pause.

Groß nährt nur kurz die Hoffnung

So gut der erste Durchgang für die Norddeutschen begonnen hatte, so schlecht verlief der Auftakt des zweiten Abschnitts. In der 50. Minute lenkte Tim Danneberg eine Flanke seines Gegenspielers Enrico Valentini mit dem Kopf weit in den eigenen Strafraum ab - genau zu FCN-Profi Tim Leibold, dessen Abseitsposition durch das Zuspiel des Osnabrückers aufgehoben wurde. Der Defensivspieler nickte den Ball am hinteren Pfosten aus kurzer Distanz zur 2:1-Führung ein. Der VfL war zum Handeln gezwungen. Und dies tat er auch. Zunächst prüfte Reimerink mit einem Distanzschuss Kirschbaum (63.). Und im Anschluss an die Ecke fiel der Ausgleich: Eine Flanke von Bashkim Renneke köpfte Groß zum 2:2 (64.) ein. Die Hoffnung auf eine Überraschung erhielt aber schon bald einen herben Dämpfer. Valentini brachte den Favoriten mit 3:2 (72.) wieder in Führung. Eine Rote Karte für Zorba (76.) wegen einer "Notbremse" an Cedric Teuchert erschwerte die Aufgabe für die Gastgeber noch ganz erheblich. Mit zehn Mann starteten die Lila-Weißen noch einmal eine Schlussoffensive, die gute Moral wurde aber nicht mehr belohnt. Die beste Chance hatte der eingewechselte Kamer Krasniqi (90+2).

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 25.10.2017 | 22:40 Uhr

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