Stand: 06.03.2017 09:45 Uhr

Heldt neuer Sportdirektor bei Hannover 96

Zweitligist Hannover 96 hat einen Tag nach der 0:2-Niederlage beim abstiegsgefährdeten Karlsruher SC die sportliche Führung bis auf Trainer Daniel Stendel ausgetauscht. Die Niedersachsen entließen Sport-Geschäftsführer Martin Bader und den Sportlichen Leiter Christian Möckel. Die Aufgaben übernimmt Horst Heldt, der neuer Sportdirektor der "Roten" ist. "Es war der Tiefpunkt einer Entwicklung", sagte Präsident Martin Kind am Sonntag dem NDR Sportclub zur KSC-Pleite - und zu ihren Folgen: "Intern gab es Diskussionen, es war ein längerer Prozess."

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Verantwortliche sehen Aufstieg gefährdet

Der Clubchef reagierte am Sonntag nach zwei sieglosen Spielen gegen Abstiegskandidaten und dem Rückfall auf Platz drei der Tabelle. Der starke Mann bei 96 sieht wie der Aufsichtsrat um Ex-Kanzler Schröder den avisierten Aufstieg in die Erste Liga gefährdet. "Alle Mitglieder des Aufsichtsrates fühlen sich nach wie vor dem Ziel verpflichtet, alle Kraft darauf zu verwenden, den Aufstieg zu schaffen. Die Mitglieder des Aufsichtsrates sind davon überzeugt, dass die Lizenzspiel-Mannschaft auch die sportlichen Möglichkeiten dazu besitzt", heißt es in einer Mitteilung: "Die Gremiumsmitglieder sind der Auffassung, dass zum Erreichen dieses Ziels die sportliche Führung des Clubs verändert werden muss."

Sturz auf Platz vier droht

Heute (20.15 Uhr/im Live-Ticker bei NDR.de) droht 96 sogar der Sturz auf den am Ende wertlosen vierten Platz, falls sich ausgerechnet Erzrivale Eintracht Braunschweig gegen Spitzenreiter VfB Stuttgart durchsetzt. "Der Aufstieg ist alternativlos", hatte Kind immer wieder betont.

Verpflichtung von Heldt ein Coup

Die Verpflichtung des neuen Sportdirektors ist ein Coup für 96. Heldt war bis zum Ende der vergangenen Saison als Sportdirektor bei Schalke 04 tätig, ehe sein Vertrag im Sommer nach sechs Jahren nicht verlängert wurde. Unter Heldt gewannen die Königsblauen 2011 den DFB-Pokal, in den vergangenen Jahren hatte der 47-Jährige aber vor allem bei seinen Trainerverpflichtungen kein glückliches Händchen mehr. Seinen größten Erfolg als Sportdirektor feierte der Ex-Profi beim VfB Stuttgart. Mit dem Duo Heldt und Trainer Armin Veh gewannen die Schwaben 2007 die deutsche Meisterschaft. Heldt soll es besser machen als Bader, der im Oktober 2015 geholt worden war. Der langjährige Nürnberg-Manager folgte im sportlichen Bereich auf Dirk Dufner und durfte kurz danach Möckel als Sportlichen Leiter holen.

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