Stand: 22.09.2017 20:23 Uhr

Holstein Kiel wieder obenauf

von Johannes Freytag, NDR.de

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat sich eindrucksvoll nach der 0:1-Heimniederlage gegen St. Pauli zurückgemeldet und am Freitagabend 3:1 (1:0) beim MSV Duisburg gewonnen. Kingsley Schindler und Doppelpacker Dominick Drexler erzielten die Treffer für das Team von Trainer Markus Anfang. Durch den fünften Saisonsieg hat der Aufsteiger aus Schleswig-Holstein nun 16 Zähler auf dem Punktekonto und kletterte zumindest für eine Nacht wieder an die Tabellenspitze. "Wir heben nicht ab und bleiben demütig. Wir wollen am Ende die Klasse halten und so viele Spiele wie möglich gewinnen. Jetzt anfangen zu träumen, ist der verkehrte Weg", sagte Drexler.

Kiel dominiert und geht früh in Führung

8.Spieltag, 22.09.2017 18:30 Uhr

  • MSV Duisburg
  • 1:3


  • Holstein Kiel

Tore: 0:1 K. Schindler (9.) 0:2 Drexler (74.) 0:3 Drexler (88., Foulelfmeter) 1:3 Fröde (90.+2)
MSV Duisburg: Flekken - Klotz (84. Wiegel), Nauber, Bomheuer, Wolze - Fröde, Hajri - Oliveira Souza (46. Engin), Stoppelkamp - Iljutcenko, Taschtschi (18. Onuegbu)
Holstein Kiel: Kronholm - Heidinger, Schmidt, Czichos, van den Bergh - Peitz - K. Schindler (90. Siedschlag), Mühling, Drexler, Lewerenz (81. Conde) - Ducksch (68. Kinsombi)
Zuschauer: 13578

Weitere Daten zum Spiel

Vom Anpfiff weg setzten die Kieler die Gastgeber unter Druck - allein in den ersten drei Minuten gab es vier Eckbälle für die KSV. Aber auch spielerisch sorgten die "Störche" für die Akzente. Ein Abschluss von Marvin Ducksch wurde noch wegen einer Abseitsposition des Kieler Stürmers zurückgepfiffen (7.), kurz darauf zappelte der Ball jedoch im Duisburger Tor: Drexler bediente den in den Strafraum gestarteten Schindler, und der schob durch die Beine von MSV-Keeper Mark Flekken zum 1:0 ein (9.). Kiel hielt weiter den Druck hoch, gewann fast alle Zweikämpfe und spielte schnell und schnörkellos nach vorne. Drexler sprang nur knapp an einer Hereingabe von Steven Lewerenz vorbei (20.), Alexander Mühling verfehlte aus 20 Metern das Tor (29.). Die beste Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen, vergab Ducksch, der völlig frei aus zehn Metern am Gehäuse des MSV vorbeischoss (42.). Und Duisburg? Den "Zebras" gelang im ersten Durchgang praktisch nichts: Enis Hajris Distanzschuss in der 32. Minute war die einzige gefährliche Torannäherung der Gastgeber.

Torchancen im Minutentakt

Keine vier Minuten waren nach Wiederanpfiff gespielt, als Kiel die nächste Chance hatte: Einen Schuss von Lewerenz fälschte Gerrit Nauber so unglücklich ab, dass er sich beinahe ins Tor senkte (48.). Aber nun zeigte sich auch Duisburg mal im Kieler Strafraum: Moritz Stoppelkamp drosch knapp über die Querlatte (52.), Kingsley Onuegbu scheiterte aus 13 Metern an Kenneth Kronholm (53.). Kiels Keeper verhinderte danach auch gegen Ahmet Engin (66.) und Kevin Wolze (67.) artistisch den Ausgleich. Weil Duisburg immer offensiver wurde, eröffneten sich Kiel die Konterchancen - die vergaben die KSV-Profis zunächst allerdings kläglich: Ducksch lupfte freistehend aus sieben Metern drüber (65.), Drexler schoss ebenso freistehend vorbei (69.) und Lewerenz traf nur den Pfosten (71.).

Bevor sich diese Fahrlässigkeit allerdings tatsächlich rächen konnte, machte Drexler den Sack zu: Erst schob er nach feinem Pass von Lewerenz zum 2:0 ein (74.), dann verwandelte er einen Foulelfmeter zum 3:0 (88.). "Spitzenreiter, Spitzenreiter", skandierten die mitgereisten Kieler Fans - der späte Duisburger Anschlusstreffer durch Lukas Fröde (90.+2) störte sie nicht mehr.

Dieses Thema im Programm:

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