Stand: 16.09.2017 21:49 Uhr

Hansa bleibt auch gegen Werder II sieglos

von Florian Neuhauss, NDR.de

Es ist wie verhext: Hansa Rostock wartet auch nach dem vierten Heimspiel weiter auf den ersten Saisonsieg im Ostseestadion. Gegen die U23 von Bundesligist Werder Bremen kamen die Mecklenburger am Sonnabend nicht über ein 0:0 hinaus. Es war bereits das dritte Remis für das erneut ersatzgeschwächte Team Pavel Dotchev. Hansas Trainer haderte: "Wir wollten unbedingt gewinnen, uns hat aber das Durchsetzungsvermögen gefehlt." Rostock verzeichnete erneut ein großes Chancenplus, konnte daraus jedoch einmal mehr kein Kapital schlagen. Am Ende hätten die Bremer sogar fast noch gewonnen. "Da waren wir naiv", befand Dotchev. Aufgrund der Heimschwäche ließ Hansa die Chance liegen, weiter oben heranzurücken, hielt aber zumindest die punktgleichen Bremer hinter sich.

Hansa wacht erst spät auf - Oelschlägel hellwach

8.Spieltag, 16.09.2017 14:00 Uhr

  • Hansa Rostock
  • 0:0


  • W. Bremen II

Tore: -:-
Hansa Rostock: Blaswich - Rankovic, Hüsing, Riedel, Holthaus - Br. Henning, Wannenwetsch (89. Owusu) - Alibaz (62. Fehr), Evseev (78. Väyrynen), Hilßner - Benyamina
W. Bremen II: Oelschlägel - Verlaat, Pfitzner, Volkmer - Eggersglüß, Käuper, Rosin (70. Nik. Schmidt), Jacobsen - Touré - L. Jensen (81. Kazior), Manneh (58. Young)
Zuschauer: 9700

Weitere Daten zum Spiel

Eigentlich hatten die Mecklenburger gehofft, im Nordduell wieder auf ihren Kapitän zurückgreifen zu können. Amaury Bischoff hatte sich nach nach abgesessener Rotsperre allerdings im Abschlusstraining leicht verletzt. Zu Beginn der englischen Woche entschied sich Dotchev deshalb dazu, den 30-Jährigen zu schonen.

Womöglich auch weil der Spielmacher fehlte, entwickelte sich im Ostseestadion zunächst eine ereignisarme Partie. Hansa hatte zwar mehr Spielanteile, mehrere gute Angriffs-Chancen verpufften durch Ungenauigkeiten beim letzten Pass. So geriet das Tor der auf Konter lauernden Bremer, die zuletzt zweimal verloren hatten, in der ersten halben Stunde nicht in Gefahr.

Die bis dahin beste Gelegenheit hatte Fabian Holthaus. Der Schuss von Hansas Linksverteidiger in der 32. Minute strich knapp am Gehäuse vorbei. Über Standardsituationen kam danach mehr Gefahr auf. Nach einem Freistoß zog Bryan Henning einfach mal aus dem Rückraum ab - und zwang Werder-Keeper Eric Oelschlägel zur ersten Parade (40.). Nur eine Minute später versuchte es Selcuk Alibaz vom Sechzehner, scheiterte aber ebenfalls an Oelschlägel.

Oelschlägel und Blaswich halten 0:0 fest

Nach der Pause hatten offenbar beide Teams selbst genug von der eher langweiligen Vorstellung. Erst tauchte der Bremer Angreifer Ousman Manneh vor dem Rostocker Tor auf, Keeper Janis Blaswich klärte jedoch im letzten Moment (47.). Auf der anderen Seite schoss Alibaz genauso knapp am Tor vorbei (48.) wie Soufian Benyamina (53.). Für die Gäste wurde es nun eng, aber Oelschlägel bewahrte sein Team bei einer Doppelchance vor dem Rückstand: Zunächst verhinderte der 21-Jährige ein Eigentor, dann beim Kopfball von Alibaz den Einschlag (56.). Nachdem auch Willi Evseev (67.) und Marcel Hilßner (73.) nicht an Oelschlägel vorbeigekommen waren, gehörte Werder die Schlussphase. Joker Isaiah Young tankte sich durch, legte sich frei vor dem Tor jedoch den Ball einen Tick zu weit vor. Blaswich riskierte Kopf und Kragen, warf sich vor Young und hielt so das 0:0 fest (76). In der Nachspielzeit konnten die Hausherren sogar von Glück sagen, dass es dabei blieb: Der ebenfalls eingewechselte Niklas Schmidt war bei einer Konterchance in Überzahl zu eigensinnig und schoss am Tor vorbei.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 16.09.2017 | 14:00 Uhr

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