Stand: 24.11.2017 22:55 Uhr

Hannover 96 punktet im Aufsteiger-Duell

von Christian Görtzen, NDR.de
Hannovers Ihlas Bebou (l.) bei der Ballannahme, hinter ihm lauert Stuttgarts Andreas Beck.

Hannover 96 hat nach zwei Niederlagen nacheinander in der Fußball-Bundesliga wieder gepunktet. Im Heimspiel gegen Mitaufsteiger VfB Stuttgart erreichte die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter am Freitagabend vor 43.500 Zuschauern ein letztlich gerechtes 1:1 (0:1). Der eingewechselte Niclas Füllkrug rettete den Niedersachsen mit einem verwandelten Foulelfmeter einen Punkt. In der Vorsaison hatte 96 beide Zweitliga-Duelle gegen die Schwaben gewonnen (2:1, 1:0). Durch das Remis bleibt Hannover in der Tabelle vor dem VfB. Nach 13 Spieltagen können die Norddeutschen bereits beachtliche 19 Punkte vorweisen. "Nach 90 Minuten müssen wir mit dem Punkt leben. Nach dem Spielverlauf können wir damit zufrieden sein", sagte 96-Verteidiger Matthias Ostrzolek NDR 2. Hannovers Torhüter Philipp Tschauner sagte dem NDR Hörfunk zum Gegentor, bei dem er schlecht aussah: "Das war mein Ding, ein Murmeltor. Der Schuss war vielleicht schon zu leicht zum Halten."

Tschauners Patzer ermöglicht VfB-Führung

13.Spieltag, 24.11.2017 20:30 Uhr

  • Hannover 96
  • 1:1


  • VfB Stuttgart

Tore: 0:1 Asano (25.) 1:1 Füllkrug (76., Foulelfmeter)
Hannover 96: Tschauner - Sorg (72. Karaman), Salif Sané, Anton - J. Korb, Schwegler, Bakalorz, Ostrzolek - Klaus, Harnik (46. Füllkrug), Bebou
VfB Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Badstuber, Pavard - Beck, Gentner, Ascacibar, Insua - Brekalo (66. Aogo), Asano (73. Terodde), B. Özcan (87. Ferreira Silva)
Zuschauer: 43500

Weitere Daten zum Spiel

Breitenreiter wechselte im Vergleich zum vergangenen Spiel bei Werder Bremen (0:4) viermal. Anstelle von Miiko Albornoz, Sebastian Maier (beide nicht im Kader), Florian Hübner und Jonathas (Sehnenteilriss im Oberschenkel) waren Julian Korb, Matthias Ostrzolek, der von einer Knieprellung genesene Waldemar Anton und Ihlas Bebou von Beginn an dabei. Es zeigte sich sofort, dass die Niedersachsen Wiedergutmachung betreiben wollten für die Abreibung in Bremen. Und es fehlte auch nur sehr wenig zum frühen Lohn. Nachdem Felix Klaus den Ball von der linken Außenbahn in die Strafraummitte geflankt hatte, wollte es Martin Harnik zu künstlerisch machen. Er traf in exzellenter Position den Ball nicht richtig. Allmählich aber übernahmen die Schwaben das Kommando. Nach Hereingabe von Josip Brekalo wäre Salif Sané fast ein Eigentor unterlaufen. Takuma Asano (18.) und Brekalo (23.) kamen zu weiteren Gelegenheiten.

Gegen Mitte der ersten Halbzeit stand Hannover unter Druck - und bald zappelte der Ball im Netz der Norddeutschen. Tschauner leistete dazu den entscheidenden Beitrag. Der 32-Jährige ließ einen harmlosen Flachschuss von Christian Gentner nach vorne abprallen, Asano war zur Stelle - 1:0 (25.) für den VfB. Fünf Minuten später parierte Tschauner einen Schuss von Berkay Özcan. Die Gastgeber erhöhten jetzt in der Offensive das Engagement und kamen auch zu Möglichkeiten: Zunächst scheiterte Klaus mit einem Freistoß an VfB-Torwart Ron-Robert Zieler (35.) und im Anschluss an die Ecke auch Anton aus der Nahdistanz. Es ging mit dem 0:1 in die Kabinen

Füllkrug behält am Punkt die Nerven

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96-Profi Marvin Bakalorz (r.) im Duell mit Stuttgarts Santiago Ascacibar.

Breitenreiter brachte Füllkrug für Harnik. Die Niedersachsen waren zu Beginn des zweiten Abschnitts zwar überlegen, zu guten Torchancen kamen sie zunächst aber nicht. Das änderte sich in der 62. Minute: Sané schoss im Fallen aus 16 Metern auf das Tor der Gäste und traf den rechten Außenpfosten. Die nächste gute Offensivaktion leitete dann den Ausgleich ein. Zunächst blieb die Pfeife von Schiedsrichter Christian Dingert (Lebecksmühle) noch stumm, als Füllkrug nach einem Zweikampf mit Holger Badstuber im Strafraum der Gäste zu Boden ging. Als direkt danach Benjamin Pavard auch noch Ostrzolek traf, folgte die Entscheidung: Foulelfmeter. Füllkrug trat an und verlud den Ex-Hannoveraner Zieler - 1:1 (76.). Nur drei Minuten später hatten die Norddeutschen großes Glück, dass der eingewechselte Dennis Aogo den VfB nicht wieder in Führung brachte. Der Ex-Hamburger setzte den Ball aus drei Metern über die Latte. In der Schlussphase war die Partie völlig offen. Ein weiteres Tor fiel aber nicht mehr.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.11.2017 | 22:50 Uhr

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