Stand: 07.07.2015 15:44 Uhr

HSV: Spahic ist da - mit forschen Ansagen

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Emir Spahic ist beim HSV angekommen.

Hamburgs Neuzugang Emir Spahic hat bei seiner Ankunft im HSV-Trainingslager deutlich gemacht, dass er bei den Hanseaten eine Führungsrolle einnehmen will: "Ich möchte Stabilität in die Mannschaft bringen", erklärte der 34-Jährige. Überhaupt traut der Innenverteidiger seinem neuen Club für die neue Saison eine Menge zu: "Der HSV kann eine gute Rolle in der Bundesliga spielen, nicht so wie in den letzten zwei Jahren", sagte der Bosnier, dessen umstrittene Verpflichtung an der Elbe für Schlagzeilen gesorgt hatte. Die Vergangenheit und seinen Rauswurf in Leverkusen wegen einer Prügelei mit Ordnern hat Spahic jedoch abgehakt: "Ich will hier einen guten Job machen und möchte zeigen, dass ich noch auf hohem Niveau Fußball spielen kann."

Lasogga: Vor Spahic haben die Gegner Respekt

Bei den HSV-Profis scheint die Verpflichtung des Abwehrspielers gut anzukommen: "Auf dem Platz ist Spahic ein Verteidiger, der dem Gegner wehtun kann. Es tut uns richtig gut, dass wir so einen Verteidiger haben, vor dem die Gegner sicher Respekt haben", sagte Stürmer Pierre-Michel Lasogga bei "Sky". "Er hat gelernt, innerhalb einer Mannschaft von hinten heraus zu führen, er kann gut ein Spiel eröffnen, hat Autorität am Platz - das können wir gut gebrauchen", sagte Clubchef Dietmar Beiersdorfer. Trainer Bruno Labbadia ging noch einen Schritt weiter: "Er kann seine Nebenleute besser machen", sagte der HSV-Coach. Das hatten sich die Hanseaten im vergangenen Jahr auch von Valon Behrami erhofft. Der Schweizer erfüllte die hohen Erwartungen jedoch nicht und soll verkauft werden. Noch hat Behrami aber keinen Verein gefunden. Als letzter Profi aus dem HSV-Kader ist der 30-Jährige inzwischen im Trainingslager angekommen, Labbadia schließt einen Verbleib des Schweizers nicht aus: "Wenn er hier ist, werden wir Valon die Möglichkeit geben, sich einen Platz im Team zu erarbeiten."

Beiersdorfer: Kaderplanung im Zeitplan

In Spahic, Gotoku Sakai und Batuhan Altintas haben die Hamburger inzwischen drei Neuzugänge verpflichtet. Beiersdorfer äußerte sich zufrieden über den Stand der Personalpolitik: "Wir sind mit unseren Transfers im Zeitplan." Ob der von Bayer Leverkusen umworbene Jonathan Tah den HSV im Sommer noch verlässt, ließ der Clubchef offen: "Wir haben kein Angebot vorliegen, dass uns nachdenken lässt. Es können aber nur ganz wenige Clubs sagen, dass ein Spieler unverkäuflich ist." Möglicherweise öffnet aber auch HSV-Gönner Klaus-Michael Kühne noch einmal seinen Geldschrank: "Wir sind im Gespräch und haben unsere Strategie vorgestellt", erklärte Beiersdorfer, der mit Trainer Labbadia bereits zwei Mal mit Kühne über mögliche Neuzugänge gesprochen hat.

Baustelle HSV: Wer kommt? Wer geht?

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