Stand: 12.12.2015 17:52 Uhr

HSV nimmt einen Punkt aus Wolfsburg mit

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV haben sich im Bundesliga-Nordduell am Sonnabend 1:1 (0:1) getrennt. Letztlich konnte der HSV mit dem Punktgewinn zufriedener sein als die "Wölfe", die weiter Boden auf die Tabellenspitze verloren. Trotzdem hat Naldo weiterhin die Champions-League-Qualifikation im Blick. "Platz drei ist noch möglich. Aber wir müssen mehr Punkte holen", sagte Wolfsburgs Routinier. Nicolai Müller hatte die Gäste im ausverkauften Stadion in Führung gebracht (21.), Maximilian Arnold glückte der verdiente Ausgleich (78.).

"Wölfe" retten Remis gegen den HSV

Hamburg setzt die "Wölfe" früh unter Druck

16.Spieltag, 12.12.2015 15:30 Uhr

  • VfL Wolfsburg
  • 1:1


  • Hamburger SV

Tore: 0:1 N. Müller (21.) 1:1 Arnold (78.)
VfL Wolfsburg: Benaglio - Träsch (46. Dost), Naldo, Dante, Schäfer - Guilavogui - Vieirinha, Draxler (90. S. Jung), Arnold, Schürrle (64. Caligiuri) - Kruse
Hamburger SV: Adler - Sakai, Cleber, Spahic, Ostrzolek - Holtby, G. Jung - N. Müller (90.+3 Diekmeier), Gregoritsch, Ilicevic (81. Hunt) - Lasogga (85. Schipplock)
Zuschauer: 30000

Weitere Daten zum Spiel

Zunächst kontrollierten die Hamburger die Begegnung. Der HSV attackierte früh, sodass der VfL große Mühe hatte, den Ball zu seinem gefährlichen Offensivtrio Julian Draxler, André Schürrle und Max Kruse zu bringen. "Wir sind super in die Partie gekommen, wollten früh stören. Das ist gelungen", sagte Coach Bruno Labbadia. Auch das 1:0 für seine Mannschaft war das Resultat dieser Taktik. Dante drehte sich so schwerfällig, dass Pierre-Michel Lasogga ihm den Ball stibitzen und alleine aufs Tor zulaufen konnte. Keeper Diego Benaglio parierte zunächst mit einem akrobatischen Ausfallschritt, wurde von Müllers Nachschuss aber auf dem falschen Fuß erwischt (21.). "Wir leisten uns in letzter Zeit gerne mal einen Fehler zu viel. Das war schon gegen Dortmund so", ärgerte sich Wolfsburgs Coach Dieter Hecking. Unverdient war die HSV-Führung keineswegs, denn zuvor hatte Benaglio bereits mit einer starken Flugeinlage einen 25-Meter-Schuss von Lasogga entschärft (8.).

VfL wacht erst nach der Pause auf

Und die "Wölfe"? Nichts war zu sehen, was an den glanzvollen Champions-League-Sieg gegen Manchester United (3:2) erinnert hätte. Der Ball lief viel zu langsam und meist nur quer, gelungene Offensivaktionen gab es kaum. Ein verzogener Versuch von Kruse (7.) und ein Schürrle-Schüsschen (33.) - das war die magere Ausbeute vor dem Seitenwechsel. Auf Wolfsburger Seite gab es einiges zu besprechen in der Pause - und eine entsprechende Reaktion von Trainer Dieter Hecking, der die Offensive verstärkte. Bas Dost ersetzte Rechtsverteidiger Christian Träsch. Der VfL zog das Tempo an und drängte den HSV weiter zurück. Dost hatte neun Minuten nach seiner Einwechslung die Möglichkeit zum 1:1, setzte einen Kopfball jedoch knapp über das Tor.

Adler rettet mehrmals klasse

Mit einiger Verspätung war der Pokalsieger endlich in dieser Partie angekommen und nun das klar überlegene Team. Hamburgs Schlussmann René Adler war nun nicht mehr Zuschauer, sondern mittendrin in der Abwehrschlacht seiner Mannschaft. Naldos Volleyschuss ging noch am Ziel vorbei (63.). Dann rettete Adler stark gegen Josuha Guilavogui (65.), Naldo (66.) und Daniel Caligiuri (71.). Lange konnte das nicht mehr gutgehen für den HSV. Ging es auch nicht: Vieirinhas Hereingabe drückte Arnold zum Ausgleich über die Linie (78.). Der VfL wollte mehr, drückte weiter, kam aber nicht mehr zum Siegtreffer. "In der zweiten Hälfte haben wir nur noch verteidigt. Deshalb ist das Unentschieden gerecht", sagte Adler.

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