Stand: 14.02.2016 16:05 Uhr

Sieg im Nordduell: Optimaler Start für VfL-Frauen

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg sind in Topform aus der Winterpause gekommen. Im ersten Pflichtspiel des neuen Jahres gelang dem Team von Trainer Ralf Kellermann am Sonntag ein 3:0 (3:0) im Nordduell beim abstiegsbedrohten SV Werder Bremen. Damit legten die Wolfsburgerinnen im Kampf um Champions-League-Platz zwei vor. Verfolger 1.FFC Frankfurt spielt erst am Montag gegen Hoffenheim. Der Rückstand der VfL-Frauen auf den enteilten FC Bayern München beträgt auch nach dem 13. Spieltag zwölf Punkte, weil der Titelverteidiger 1:0 gegen Schlusslicht 1. FC Köln gewann. Am kommenden Sonnabend (12.15 Uhr) empfängt der VfL die Bayern zum Spitzenspiel.

Die Saison der VfL-Frauen in Bildern

Popp und Hansen hellwach

Werder Bremen - Vfl Wolfsburg 0:3 (0:3)

Tore: 0:1 Hansen (3.), 0:2 Bernauer (19.), 0:3 Goeßling (35.)
Zuschauer: 647
Bremen: Martens - Schiechtl, Ulbrich, Scholz, Bräuer - Eta, Wallenhorst, Wilde, Hassett (73. Maierhofer), Toth (62. Lohmann) - Sanders
Wolfsburg: Schult - Peter, Fischer, Maritz - Goeßling, Bernauer - Dickenmann, Bachmann (83. Bunte), Jakabfi (65. Kerschowski) - Hansen (74. Wullaert), Popp

So lange wie möglich die Null halten - so hieß die Devise der Werder-Frauen. Es gelang nicht einmal drei Minuten. Alexandra Popp drang in den Bremer Strafraum ein, legte zur freistehenden Caroline Hansen ab, und die Norwegerin vollstreckte eiskalt zu ihrem vierten Bundesliga-Tor in dieser Saison (3.). Der zweite Wolfsburger Treffer fiel nach einer Ecke, als Vanessa Bernauer am höchsten stieg und den Ball per Kopf über die Torlinie drückte (19.). Das nass-kalte Wetter auf Platz 11 neben dem Weserstadion schien angesichts weitgehender Beschäftigungslosgkeit zu diesem Zeitpunkt zu einem Problem für VfL-Keeperin Almuth Schult zu werden. Doch dabei blieb es nicht für die Nationaltorhüterin, die ihr Pflichtspiel-Comeback nach einem Haarriss im Mittelfuß feierte. Als Maren Wallenhorst mit einem genauen Pass Stefanie Sanders rechts vor dem Tor in Schussposition brachte, wehrte Schult den Ball zur Ecke ab (26.).

Das Spiel machten weiterhin die Wolfsburgerinnen, die im Trainingslager in Portugal an ihrer Abschlussschwäche gearbeitet haben. Beim 3:0 holte sich Lena Goeßling sowohl den Assist als auch den Scorerpunkt - allerdings verwandelte die von Wallenhorst im Sechzehner gefoulte VfL-Spielmacherin den fälligen Strafstoß erst im Nachsetzen gegen Werder-Torhüterin Jennifer Martens (35.). Zur Pause steuerten die Werder-Frauen auf ein Debakel zu.

Schult hält die Null

Doch weit gefehlt. Nach getaner Arbeit schalteten die VfL-Frauen einen Gang zurück. Sie kamen nach Wiederanpfiff kaum noch zu zwingenden Chancen. Die Bremerinnen bemühten sich um Schadensbegrenzung, Schult aber wollte nun ihrerseits die Null halten. Sie vereitelte die beste Chance der Grün-Weißen, als Sanders nach schöner Einzelleistung von der Strafraumgrenze abzog, die VfL-Keeperin aber noch die Fingerspitzen an den Ball bekam (85.). Werder steckt als Vorletzter damit weiter tief im Abstiegskampf.

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