Stand: 23.09.2017 14:52 Uhr

FC St. Pauli: Nächste Pleite am Millerntor

von Christian Görtzen, NDR.de
St. Paulis Daniel Buballa (r.) und Oliver Fink kämpfen um den Ball.

Zu Hause geht zurzeit nichts für den Fußball-Zweitligisten FC St. Pauli. Während es für die Hanseaten zuletzt beim 1. FC Nürnberg und bei Holstein Kiel jeweils 1:0-Siege gab, folgte der 0:4-Heimniederlage gegen den FC Ingolstadt nun im Millerntorstadion der nächste Rückschlag. Gegen Fortuna Düsseldorf mussten sich die Norddeutschen am Sonnabend vor 29.546 Zuschauern mit 1:2 (1:2) geschlagen geben. St.-Pauli-Trainer Olaf Janßen haderte nach der Partie vor allem mit dem Verlauf der ersten 30 Minuten, in denen die beiden Gegentore fielen: "Da waren wir nicht sicher und sind geflattert. Nach dem 0:2 war die Situation dann brutal schwer für uns." Der Wechsel von Sieg zu Niederlage führt dazu, dass St. Pauli mit 13 Punkten aus acht Partien im Mittelfeld der Tabelle feststeckt.

Früher Rückschlag für die Kiezkicker

8.Spieltag, 23.09.2017 13:00 Uhr

  • FC St. Pauli
  • 1:2


  • F. Düsseldorf

Tore: 0:1 Usami (9.) 0:2 Hennings (23.) 1:2 C. Sahin (34.)
FC St. Pauli: Himmelmann - L.-M. Zander, L. Sobiech, Avevor, Buballa - Nehrig, Neudecker (63. Flum) - Sobota, C. Sahin, Dudziak (69. Litka) - Allagui
F. Düsseldorf: Wolf - Schauerte, Ayhan, Bormuth, Gießelmann - Bodzek - J. Zimmer, Sobottka - O. Fink (76. H. Nielsen) - Usami (59. Raman), Hennings (81. Kujovic)
Zuschauer: 29546

Weitere Daten zum Spiel

Janßen hatte im Vergleich zum Holstein-Spiel zwei Änderungen an seiner Startelf vorgenommen: Matchwinner Johannes Flum (Bank) und Aziz Bouhaddouz (Wadenverhärtung) machten für Cenk Sahin und Sami Allagui Platz. Für die Kiezkicker ging es auch darum, bei den eigenen Fans Wiedergutmachung zu betreiben für das Heimdebakel gegen Ingolstadt. Allein, dieses Vorhaben nahm einen sehr schlechten Beginn. Nach einer Hereingabe von Niko Gießelmann von der rechten Außenbahn sprang Kaan Ayhan in der Strafraummitte der Ball ans Knie, und aus 16 Metern jagte der japanische Nationalspieler Takashi Usami das Spielgerät mit viel Außenrist-Effet zum 1:0 (9.) für die Fortuna schön in den rechten oberen Torwinkel. Die Hamburger Defensivspieler hatten nur zugesehen.

Sahin schenkt St. Pauli neue Hoffnung

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Lasse Sobiech (r.) beglückwünscht Cenk Sahin zu seinem Anschlusstor.

Und es kam noch schlimmer: St. Paulis Innenverteidiger Christopher Avevor machte einen Düsseldorfer Pass in die Tiefe dadurch gefährlich, dass ihm der Ball vom rechten Fuß an die linke Ferse sprang und von dort nach hinten gelenkt wurde. Fortuna-Stürmer Rouwen Hennings schnappte sich den Ball. Der ehemalige St.-Pauli-Profi umkurvte noch Torhüter Robin Himmelmann und schoss überlegt zum 2:0 (23.) ein. Die Kiezkicker brauchten ein wenig Zeit, dann aber waren sie plötzlich zur Stelle. Nach Zuspiel von Jeremy Dudziak ließ Sahin noch Robin Bormuth aussteigen und schoss dann aus 17 Metern ebenfalls schön zum 1:2 (34.) in den rechten oberen Torwinkel ein. Mit dem Ergebnis ging es in die Pause.

Flum ganz nah dran am Ausgleichstor

Die Gastgeber drängten zu Beginn der zweiten Halbzeit auf den Ausgleich. Eine gute Gelegenheit ließ der engagierte Allagui (55.) aus. Janßen reagierte nach gut einer Stunde. Er brachte Mittelfeldspieler Flum, der gegen Heidenheim und Kiel jeweils das Siegtor erzielt hatte, für Richard Neudecker. Kurz darauf hatten die Norddeutschen zunächst zweimal Glück. Sobiech lenkte Benito Ramans Schuss aus sechs Metern zur Ecke ab (68.), Hennings' Schuss strich rechts am Tor vorbei (70.). Zehn Minuten vor dem Ende der Partie zogen die Hamburger noch einmal an. Allaguis Drehschuss aus zehn Metern wurde geblockt (85.). Und Flum hatte noch eine hochkarätige Chance in der zweiten Minute der Nachspielzeit. Sein Schuss wurde aber von einem Düsseldorfer Spieler auf der Torlinie abgewehrt. Anders als gegen Heidenheim blieb den Kiezkickern ein Treffer kurz vor Ultimo versagt. "Ich bin trotzdem stolz auf die Jungs, wie sie die Situation nach dem 0:2 angenommen und alles reingeworfen haben", hatte Trainer Janßen nach dem Schlusspfiff aufmunternde Worte für seine Spieler parat.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 23.09.2017 | 19:30 Uhr

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