Stand: 13.10.2017 22:21 Uhr

VfL Osnabrück: Neuer Trainer, nächste Niederlage

von Matthias Heidrich, NDR.de

Neuer Trainer, altes Leid: Fußball-Drittligist VfL Osnabrück hat im ersten Spiel nach der Beurlaubung von Joe Enochs die nächste Niederlage hinnehmen müssen. Beim Debüt von Interimscoach Daniel Thioune verloren die offensiv viel zu harmlosen Niedersachsen am Freitagabend im eigenen Stadion gegen den starken Aufstiegskandidaten 1. FC Magdeburg mit 0:2 (0:2). "Um diese Initialzündung zu haben, die Brücke beben zu lassen - da hat uns das Moment gefehlt, dass wir vielleicht frühzeitig mit 1:0 selbst in Führung gehen", sagte Thioune NDR 2. "Die Mannschaft hat es drin, aber mit dem 0:2 wurden die Knie weicher." Der VfL wartet nunmehr seit fünf Spielen auf einen Sieg, bleibt dank der Niederlage von Rot-Weiß Erfurt bei Fortuna Köln aber immerhin auf dem vorletzten Tabellenplatz.

VfL-Fans würdigen Ex-Coach Enochs

"Joe Enochs"-Sprechchöre der VfL-Fans begleiteten den Anpfiff. Eine kurze Würdigung des beliebten, aber beurlaubten Ex-Coaches der Lila-Weißen. Nachfolger Thioune verhalf derweil Sebastian Klaas zu dessen Profidebüt. Der 19-Jährige sollte zwischen Mittelfeld und Angriff die Fäden ziehen. Klaas mühte sich redlich, Impulse konnte er der VfL-Elf aber kaum geben. Trotzdem kamen die Gastgeber durch Emmanuel Iyohas (4.) Direktabnahme nach einer schönen Flanke von Halil Savran zur ersten guten Chance. Der Ball strich aber knapp am kurzen Pfosten vorbei.

Rother clever - Iyoha nicht

12.Spieltag, 13.10.2017 19:00 Uhr

  • VfL Osnabrück
  • 0:2


  • FC Magdeburg

Tore: 0:1 Rother (15.) 0:2 Türpitz (22., Handelfmeter)
VfL Osnabrück: Gersbeck - Krasniqi, Appiah, Susac, Wachs - Heider (46. S. Tigges), Groß, Danneberg (64. Arslan) - Klaas (69. Alvarez), Savran, Iyoha
FC Magdeburg: Glinker - Handke, Weil, S. Schäfer - Butzen, Rother (67. Sowislo), Erdmann, Hammann - Türpitz (83. T. Chahed), Beck, Schwede (46. Lohkemper)
Zuschauer: 9547

Weitere Daten zum Spiel

In der Folgezeit zeigten die Magdeburger, warum sie ein Aufstiegsanwärter sind. In der neunten Minute vergab FCM-Stürmer Philip Türpitz noch aus kurzer Distanz. Doch wenig später war Björn Rother zur Stelle, schüttelte den ungeschickt agierenden Adam Susic locker ab und spitzelte den Ball unter VfL-Keeper Marius Gersbeck hindurch zum 1:0 für die Gäste ins Tor (16.). Und Magdeburg legte nach, allerdings unter gütiger Mithilfe der Gastgeber. Iyoha riss bei einer Flanke die Arme über seinen Kopf und blockte den Schuss. Schiedsrichter Martin Petersen aus Stuttgart blieb gar nichts anderes übrig, als auf Handelfmeter zu entscheiden. Türpitz verwandelte sicher zum 2:0 für Magdeburg (22.). Die ohne Zweifel engagierten Osnabrücker waren konsterniert und brachten gegen die selbstbewussten Gäste bis zum Pausenpfiff nichts Zählbares mehr zustande.

Dem VfL fehlen die spielerischen Mittel

So richtig zurück in die Partie fanden die Gastgeber auch nach Wiederanpfiff nicht. Magdeburg spielte äußerst abgeklärt. Die Osnabrücker rannten und kämpften, spielerisch fehlten ihnen allerdings die Mittel, um den FCM in Verlegenheit zu bringen. Eine Tormöglichkeit durch Klaas, der aber über den Ball trat (59.) - mehr war offensiv nicht aus VfL-Sicht im zweiten Durchgang. Magdeburg tat nur das Nötigste, um den verdienten Auswärtserfolg nach Hause zu bringen und das Thioune-Team noch tiefer in die Krise zu stürzen. Ob den Niedersachsen am kommenden Freitag (19 Uhr, im NDR Livecenter) im Nordduell beim FC Hansa Rostock der Befreiungsschlag gelingt, darf bezweifelt werden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 13.10.2017 | 22:40 Uhr

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