Stand: 03.03.2016 11:45 Uhr

Pizarro: Oldie but Goldie, auch nächste Saison?

von Matthias Heidrich, NDR.de

Werder Bremen stemmt sich gegen den drohenden Abstieg aus der Fußball-Bundesliga. Vor allem dank eines Mannes: Claudio Pizarro. Nach anfänglichen körperlichen Schwierigkeiten dreht der Ausnahmestürmer immer mehr auf. Der 4:1-Sieg in Leverkusen ging dank dreier Pizarro-Tore fast alleine auf die Kappe des Peruaners. "Das war einfach weltklasse. Diese Präsenz, die er hat. Er ist unheimlich wichtig für uns", schwärmte Kapitän Clemens Fritz nach der "Pizza"-Gala in der Sportschau. Der erfolgreichste ausländische Torjäger der Bundesliga-Geschichte scheint kein natürliches Verfallsdatum zu haben. Und an den Ruhestand denkt er schon mal gar nicht. "Ich fühle mich gut, ich will noch weiterspielen. Wenn ich kann, werde ich das auch machen", sagte der Angreifer. Schwer vorstellbar, dass Thomas Eichin dem Publikumsliebling nicht die Möglichkeit gibt, dies weiterhin in Bremen zu tun. Der Werder-Geschäftsführer hält sich allerdings noch bedeckt: "Da haben wir beide eine Abmachung. Erst gucken wir mal, dass wir noch ein paar Spiele gewinnen und dann werden wir uns zusammensetzen."

Claudio Pizarros Karriere in Bildern

37 - 186 - 99: "Pizas"-Idealmaße

Im Prinzip spricht nur eine Zahl gegen den sechsmaligen deutschen Meister und Pokalsieger: Er ist stolze 37 Jahre alt, mehr hat kein aktueller Bundesligaspieler auf dem Buckel. Die restlichen Eckpunkte auf "Pizzas" Steckbrief sprechen für sich: 186 Tore in 404 Bundesligaspielen, davon 99 für Werder Bremen. Die zehn Treffer der laufenden Saison hat der Angreifer in 21 Partien markiert, wobei er zu Beginn der Serie oft nur spät von der Bank kam. Zwei "Buden" fehlen dem Routinier noch, dann hat er Bremens bislang besten Bundesliga-Stürmer, Marco Bode, eingeholt. Und Pizarro lässt keinen Zweifel daran aufkommen, dass er sich diese Bestmarke auch noch sichern möchte. "Tut mir Leid, Marco! Aber deinen Rekord werde ich versuchen zu brechen!", verbreitete Werder via Twitter am Mittwochabend einen entsprechenden Gruß des Peruaners an den jetzigen Aufsichtsratsvorsitzenden der Bremer.

Pizarro: "Können keine Rücksicht auf Thomas nehmen"

"Pizza" und Bremen, das passt einfach. Nach dieser Serie hätte der Peruaner insgesamt acht Spielzeiten im Werder-Trikot verbracht. Einer neunten scheint nur eines im Wege zu stehen: der Abstieg. Dem kann Pizarro selbst weiter entgegenwirken. Nach seinem Dreierpack in Leverkusen haben die Hanseaten erstmals seit dem 17. Spieltag wieder den Relegationsrang 16 verlassen. Am Sonnabend kommt Schlusslicht Hannover 96 mit Ex-Werder-Coach Thomas Schaaf ins Weserstadion (15.30 Uhr/im NDR Livecenter). Alte Verbundenheit wird für Pizarro, der außerhalb des Platzes ein äußerst geselliger Zeitgenosse ist, dann keine Rolle spielen. "Wir wollen uns mit einem weiteren Sieg Luft verschaffen. Rücksicht auf Thomas können wir nicht nehmen, es geht um den Klassenerhalt", sagte der 37-Jährige. Und im weiteren Sinne auch um seine Vertragsverlängerung an der Weser.

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