Stand: 19.09.2017 09:21 Uhr

Schmidt soll Wolfsburg aus der Krise führen

Der VfL Wolfsburg hat nach einem enttäuschenden Saisonstart Konsequenzen gezogen und am Montagmorgen Trainer Andries Jonker beurlaubt. Kurz darauf präsentierten die Niedersachsen bereits den Nachfolger: Martin Schmidt, ehemals Coach des 1. FSV Mainz 05. Der 50-Jährige unterschrieb bei den Wolfsburgern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 und wird bereits heute (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) gegen Werder Bremen erstmals auf der VfL-Bank sitzen. "Er ist der richtige Mann für die Aufgaben, die jetzt vor uns liegen", so VfL-Geschäftsführer Dr. Tim Schumacher. Schmidts Assistent in Wolfsburg wird der frühere Coach des Karlsruher SC II, Stefan Sartori.

Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt © imago/Hübner

Wolfsburg: Schmidt übernimmt, Jonker muss gehen

Hallo Niedersachsen -

Nach dem enttäuschenden Saisonstart hat der Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg Trainer Andries Jonker beurlaubt. Neuer Chefcoach bei den Niedersachsen ist Martin Schmidt. Sebastian Deliga berichtet.

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"Ich möchte Leidenschaft wecken"

"Das ist für mich ein nächster Schritt, in dem ich mich beweisen darf und will. Hier gibt es eine unglaubliche Grundlage, um als Trainer zu arbeiten", sagte Schmidt nach der ersten Trainingseinheit mit seinem neuen Team am Montagabend. Der neue Mann an der VfL-Seitenlinie möchte das Team emotional packen: "Fußball funktioniert über Leidenschaft und die möchte ich wecken." Das soll auch das Erfolgsrezept für das anstehende Nordduell gegen Werder sein: "Ich kann an zwei Tagen nicht an jeder Schraube drehen, aber wichtig ist, dass wir als geschlossenes Team auf dem Platz stehen."

Schon früher im Fokus des VfL

Der 50-Jährige war insgesamt sieben Jahre in Mainz für unterschiedliche Mannschaften verantwortlich, ehe er nach dem Ende der abgelaufenen Saison von seinen Aufgaben als Cheftrainer des Bundesligisten entbunden worden war. Nun übernimmt er in Wolfsburg seinen zweiten Cheftrainerposten im deutschen Oberhaus. "Das ist eine aufregende Geschichte für mich. Aber dass es letztlich so schnell geht, kam auch für mich überraschend. Von der ersten Kontaktaufnahme bis zur Unterschrift sind nur wenige Stunden vergangen. Es ist kein Geheimnis, dass der VfL vor einigen Monaten schon einmal an mir Interesse gezeigt hatte, dies aber damals für mich aus Respekt und Loyalität gegenüber Mainz 05 nicht in Frage kam", erklärte Schmidt.

"Wahrnehmbare Stagnation in der Mannschaft"

Nur ein Sieg aus vier Spielen, magere zwei Tore erzielt, Rang 14 in der Tabelle - diese Bilanz wurde Jonker zum Verhängnis und sorgte für die erste Trainerentlassung in der laufenden Bundesligasaison. Auch die Assistenten Uwe Speidel und Freddy Ljungberg sowie Spielanalytiker Jan van Loon wurden von ihren Aufgaben entbunden.

Jonker hatte die "Wölfe" erst im Februar übernommen und über die Relegation vor dem Abstieg bewahrt, zuletzt wirkte er jedoch ratlos. Laut "kicker" waren Teile der Mannschaft, aber auch der Führung immer weiter von dem Niederländer abgerückt. Die Bosse - der Aufsichtsrat um Chef Francisco Javier Garcia Sanz, die Geschäftsführer Wolfgang Hotze und Schumacher - hätten die Überzeugung verloren, dass es mit Jonker wieder aufwärts gehen kann. "Ausschlaggebend für uns, diesen Schritt zum jetzigen Zeitpunkt zu vollziehen, waren nicht allein die jüngsten Eindrücke des Stuttgart-Spiels, sondern auch die in den zurückliegenden Wochen wahrnehmbare Stagnation in der Entwicklung unserer erst im Sommer in weiten Teilen neu formierten Mannschaft", sagte Hotze, Sprecher der Geschäftsführung.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 18.09.2017 | 19:25 Uhr

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