Stand: 04.12.2016 17:21 Uhr

HSV beendet Sieglos-Serie: 2:0 in Darmstadt

von Hanno Bode, NDR.de

Der Bundesliga-"Patient" Hamburger SV liegt weiter auf der Intensivstation, sein Kreislauf ist nach dem 2:0 (1:0)-Erfolg im Kellerkrimi bei Darmstadt 98 aber wieder ein wenig stabiler. Michael Gregoritsch (30. Minute) und Matthias Ostrzolek (90.) sorgten mit ihren Treffern für den ersten Saisonsieg des Erstliga-Gründungsmitglieds am 13. Spieltag. Die Mannschaft von Coach Markus Gisdol bestätigte gegen die Hessen ihren leichten Aufwärtstrend der vergangenen Wochen. Durch den Premieren-"Dreier" gab der HSV die "Rote Laterne" an den FC Ingolstadt ab. "Wir haben die letzten beiden Spiele schon gut gemacht, da waren wir schon dran, einen Sieg einzufahren. Heute haben wir uns belohnt - das war ein guter Anfang", sagte Gisdol NDR 2: "Wir sind auf einem guten Weg."

HSV gelingt Befreiungsschlag in Darmstadt

Angst essen Seele auf

Ein Lächeln in die Kamera hier, ein paar nette Worte für die Kontrahenten dort. Die nicht gerade erfolgsverwöhnten Bundesliga-Fußballer von Darmstadt 98 und dem Hamburger SV hinterließen im Kabinengang des Jonathan-Heimes-Stadion am Böllenfalltor einen nahezu tiefenentspannten Eindruck, bevor sie unter den Klängen der "Lilien"-Vereinshymne "Die Sonne scheint" den Rasen betraten. Abstiegskampf? Wird weggelächelt! So schien es jedenfalls. Denn mit Beginn des Kellerduells zeigte sich, wie es um das Nervenkostüm der meisten Kicker wirklich bestellt war. Etliche Fehlpässe und technische Unzulänglichkeiten beider Teams prägten das Geschehen in der Anfangsphase. Angst essen Seele auf. Das fußballerische Niveau der Partie bewegte sich zunächst irgendwo zwischen Dritter und Vierter Liga.

Gregoritsch macht's mit Köpfchen

13.Spieltag, 04.12.2016 15:30 Uhr

  • Darmstadt 98
  • 0:2


  • Hamburger SV

Tore: 0:1 Gregoritsch (30.) 0:2 Ostrzolek (90.)
Darmstadt 98: M. Esser - Jungwirth, Milosevic, Sulu, Guwara - Niemeyer (81. Stroh-Engel), Vrancic - Sirigu, Kleinheisler (74. Rosenthal), Heller - A. Colak (61. Bezjak)
Hamburger SV: Mathenia - Diekmeier, Djourou, G. Jung, Douglas Santos - Sakai, Ostrzolek - N. Müller (89. Hunt), L. Holtby, Kostic (84. Ekdal) - Gregoritsch (74. Wood)
Zuschauer: 17400

Weitere Daten zum Spiel

Dem HSV gelang es dann nach rund 15 Minuten, etwas Stabilität und Struktur in sein Spiel zu bekommen. Der auffällige Filip Kostic leitete mit einem feinen Pass in die Tiefe auf Gregoritsch die erste Großchance ein. Der Österreicher wollte die tolle Vorlage formvollendet ins Eck streicheln und raufte sich danach die Haare. Sein Versuch mit dem Außenrist kullerte weit am langen Pfosten vorbei (19.). Besser machte es "Gregerl", wie der 22-Jährige gerufen wird, bald darauf mit dem Kopf: Eine mustergültige Kostic-Flanke wuchtete der Angreifer mit der Stirn in die Maschen. Darmstadt fand bis zur Pause mit Ausnahme einiger härter geführten Zweikämpfe keine Antworten auf den Rückstand. Fußballerisch enttäuschten die Hessen in den ersten 45 Minuten auf ganzer Linie und hatten Fortune, dass Nicolai Müller in der Nachspielzeit nicht genau genug Maß nahm. Der stramme Schuss des Außenstürmers strich über das Aluminium (45.+1).

"Lilien" ohne jegliche Durchschlagskraft

Die Hamburger konnten ihre ganz ordentlichen Ansätze aus dem ersten Durchgang in Hälfte zwei zunächst nicht bestätigen. Die Gäste agierten in Ballbesitz viel zu überhastet und kamen erst in der 65. Minute wieder zu einem Abschluss: Kostic flankte aus dem Halbfeld auf Müller, dessen Kopfball jedoch weit über das Gehäuse flog. Zumindest defensiv wussten die Norddeutschen weiter zu überzeugen. Allerdings wurden sie von den weiter ideenlosen Hessen auch nicht sonderlich gefordert. Bei den ohne HSV-Leihgabe Sven Schipplock (nicht im Kader) angetretenen "Lilien" blieb beinahe alles Stückwerk. Mit Ausnahme eines Schusses von Kapitän Aytac Sulu, der knapp den Kasten verfehlte (80.), konnten die Hausherren die Hamburger nicht mehr erschrecken. Ostrzolek sorgte kurz vor Ultimo mit seinem ersten Bundesliga-Treffer für die endgültige Entscheidung. Der "Sechser" überwand Keeper Michael Esser nach Vorlage von Kapitän Gotoku Sakai aus wenigen Metern.

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 04.12.2016 | 22:50 Uhr

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