Stand: 07.02.2016 17:22 Uhr

Dank Adler - HSV holt Punkt gegen Köln

von Johannes Freytag, NDR.de
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Torwart René Adler (r.) rettete dem HSV gegen Köln einen Punkt.

Der Hamburger SV muss weiter auf den dritten Heimsieg der Saison warten. Einen Tag vor dem Geburtstag von Bruno Labbadia verpassten es die "Rothosen", ihren Trainer mit einem Dreier zu beschenken. Nach einer schwachen ersten Halbzeit ohne eigene Torchance, drehten die Hamburger aber zumindest am Anfang des zweiten Spielabschnitts auf: Nicolai Müller glich die Kölner Halbzeitführung durch Simon Zoller aus. Weitere Kölner Großchancen vereiteilte René Adler. "Wir haben eine geile Truppe und haben Moral. Das haben wir uns in der Halbzeit gesagt und wollten das Ruder rumreißen", sagte der HSV-Keeper nach der Partie. Der erhoffte Befreiungsschlag war das Spiel für die Norddeutschen dennoch nicht. Statt mit einem Sieg auf Rang zehn zu klettern, bleibt der HSV mit einem Abstand von lediglich vier Zählern in gefährlicher Nähe des Relegationsranges. Und am Sonntag kommt die wiederauferstandene Borussia aus Mönchengladbach ins Volksparkstadion, die am Freitag Werder Bremen mit 5:1 bezwungen hatte.

"Dino" ringt "Geißböcken" einen Punkt ab

Drmic gibt HSV-Debüt

20.Spieltag, 07.02.2016 15:30 Uhr

  • Hamburger SV
  • 1:1


  • 1. FC Köln

Tore: 0:1 Zoller (41.) 1:1 N. Müller (47.)
Hamburger SV: Adler - Sakai, Djourou, Spahic, Ostrzolek - Holtby, Kacar (67. G. Jung) - N. Müller, Hunt, Drmic (85. Schipplock) - Lasogga (46. Rudnevs)
1. FC Köln: Horn - Maroh, Mavraj, Heintz - Risse, Gerhardt, Hector, Mladenovic - Zoller, Bittencourt - Modeste
Zuschauer: 51999

Weitere Daten zum Spiel

Wie erwartet begann bei den Hamburgern Neuzugang Josip Drmic auf der linken Offensivbahn für den suspendierten Ivo Ilicevic. Zwei Veränderungen gegenüber dem 1:2 in Stuttgart gab es zudem in der HSV-Abwehrkette: Emir Spahic kehrte auf seine angestammte Position im Zentrum zurück, auf der rechten Seite verteidigte überraschend Gotoku Sakai für Dennis Diekmeier, der nur auf der Bank Platz nehmen durfte. Nach nur zwei Minuten drohte der dritte Wechsel in der Defensivreihe - Johan Djourou blieb nach einer Aktion mit schmerzverzerrtem Gesicht liegen, konnte dann aber doch weiter machen. Während die Hamburger offensiv keinerlei Gefahr ausstrahlten, agierten die Gäste aus dem Rheinland so wie bei ihrem Auftritt vor einer Woche in Wolfsburg (1:1): Schnell und schnörkellos wurden die Konter vorgetragen - Anthony Modeste (4.) und Filip Mladenovic (24.) hatten gute Tormöglichkeiten. Zudem hätte es durchaus Elfmeter für Köln geben können, als Lewis Holtby bei einem Klärungsversuch im Strafraum Mladenovic am Schienbein traf, Schiedsrichter Felix Brych sah dies jedoch anders (23.).

Zoller bestraft Djourou-Patzer

Die Labbadia-Elf fand kein Mittel, die Gäste unter Druck zu setzen, agierte umständlich und langsam im Spielaufbau. Deutlich zielstrebiger die Kölner: Modeste köpfte nach einer Ecke zunächst nur an die Torlatte (38.), doch drei Minuten später zappelte der Ball dann tatsächlich im Hamburger Netz. Djourou verlor im Mittelfeld einen Zweikampf gegen Zoller. Der FC-Stürmer spitzelte den Ball zu Jonas Hector, wurde vom Nationalspieler steil geschickt und überwand HSV-Keeper Adler zum 1:0 (41.) - mit der verdienten Führung für die Rheinländer ging es in die Halbzeitpause.

Müllers Paukenschlag nach Wiederanpfiff

Labbadia reagierte auf die dürftige Offensivleistung seiner Mannschaft und brachte Artjoms Rudnevs für den blass gebliebenen Pierre-Michel Lasogga. Ein Glücksgriff des HSV-Trainers: 95 Sekunden nach Wiederanpfiff bediente Rudnevs Müller und der drosch den Ball von der Strafraumgrenze in den Winkel (47.). Keine zwei Minuten später versuchte es Gojko Kacar aus der Distanz - Kölns Keeper Timo Horn musste sein ganzes Können aufbieten, um das zweite Hamburger Tor zu verhindern (49.). Nun hatte der HSV den Vorwärtsgang gefunden: Rudnevs bot sich in der 54. Minute eine weitere Torgelegenheit, er scheiterte aber an Horn. Nach einer knappen Stunde ließ der HSV-Druck nach und Köln nahm wieder das Heft in die Hand: Mladenovis Schuss faustete Adler über die Querlatte (58.), Modeste verzog aus kurzer Distanz (62.), Yannick Gerhardts Versuch landete in Adlers Armen (64.). Schließlich lenkte der HSV-Torwart einen Risse-Freistoß gerade noch an die Latte (67.). Mit Glück und einem starken Adler zwischen den Pfosten überstand die Labbadia-Elf diese Phase und durfte sich am Ende über einen Punktgewinn freuen.

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