Stand: 01.02.2016 21:14 Uhr

HSV leiht Drmic aus und verpflichtet Bahoui

Der Hamburger SV hat kurz vor der Schließung des Transferfensters am Montagabend noch zwei neue Spieler verpflichtet. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, wird der Schweizer Nationalspieler Josip Drmic bis zum Saisonende vom Ligarivalen Borussia Mönchengladbach ausgeliehen. Am Dienstag soll der 23 Jahre alte Stürmer erstmals mit seinen neuen Mannschaftskameraden trainieren. "Josip hat seine Qualitäten in der Bundesliga mehrfach unter Beweis gestellt und bringt trotz seines Alters schon eine Menge Erfahrung mit", wurde HSV-Sportchef Peter Knäbel auf der Homepage des Erstliga-Gründungsmitglieds zitiert. "Ich bin natürlich froh, dass es jetzt geklappt hat und ich jetzt hier bin. Ich bin top motiviert und vorbereitet auf die Aufgabe beim HSV", erklärte der Schweizer. Die Leihgebühr für das halbe Jahr soll bei 1,2 Millionen Euro liegen.

Die größten Transfersünden des HSV

Knäbel zieht Bahoui aus dem Ärmel

Eine Überraschung gab es dann am Abend kurz nach Schließung des Transferfensters. Der HSV meldete die Verpflichtung des schwedischen Nationalspielers Nabil Bahoui. Der 24-Jährige, der nach einem Engagement bei dem vom Schweizer Christian Gross trainierten saudischen Erstligisten Al-Ahli Dschidda vereinslos und ablösefrei war, erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2018. Er ist Rechtsfuß, doch seine Lieblingsposition ist die linke Außenbahn. "Nabil ist ein technisch starker Spieler, der auf der Außenbahn immer wieder die 1:1-Situationen sucht und von der Position aus sehr torgefährlich ist", sagte Knäbel. Der Schwede mit marokkanischen Wurzeln soll wohl als Alternative für Ivo Ilicevic aufgebaut werden. Der Kroate, der seinen im Sommer auslaufenden Vertrag in Hamburg nicht verlängern wollte, soll mit Werder Bremen über einen Wechsel nach dieser Saison verhandeln.

Sanogo-Leihe wegen Übermittlungspanne geplatzt

Um einen anderen Spieler hatte Knäbel vergeblich gebuhlt: Defensivspezialist Sekou Sanogo von den Young Boys Bern. Der 26-jährige Ivorer, an dem auch Hannover 96 Interesse gezeigt hatte, war am Montagnachmittag mit zwei Beratern zu Verhandlungen nach Hamburg gekommen und hatte bereits den Medizincheck absolviert. Nach Informationen von NDR 90,3 kam eine Einigung über eine Leihe nicht zustande, weil die erforderlichen Transferunterlagen erst um 18.04 Uhr - vier Minuten nach Ende der Wechselfrist - übermittelt wurden. HSV-Sportchef Knäbel machte Sanogos Club in Bern dafür verantwortlich: "Leider wurden die für den Transfer erforderlichen Dokumente in Bern zu spät versendet und erreichten uns nach 18 Uhr. Das ist sehr ärgerlich. Mir tut es leid für den Spieler, der gerne für den HSV gespielt hätte", ließ er sich auf der HSV-Website zitieren. Nach Informationen der Schweizer "Blick" soll Knäbel zuvor auch versucht haben, Gökhan Inler von einem Engagement an der Elbe zu überzeugen. Die Ausleihe des 31 Jahre alte Mittelfeldmanns von Leicester City war aber nicht zu realisieren, da sein aktueller Arbeitgeber angeblich drei Millionen Euro für das vom HSV angedachte Geschäft verlangte.

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