Stand: 15.01.2016 19:11 Uhr

HSV-Held Diaz wechselt zu Celta Vigo

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Ein Tor für die Ewigkeit: Marcelo Diaz (2.v.l.) trifft zum 1:1-Ausgleich für den HSV in der Relegation gegen Karlsruhe.

"Tomorrow, my friend, tomorrow!" Marcelo Diaz sprach's, hinterließ einen sprachlosen Rafael van der Vaart und lief zum Freistoß an. Der Rest ist Geschichte. HSV-Geschichte. Mit seinem Kunstschuss in der Nachspielzeit des Relegationsrückspiels beim Karlsruher SC zum 1:1 bewahrte der Chilene die Hamburger vor dem erstmaligen Bundesliga-Abstieg. Der gedemütigte Platzhirsch van der Vaart, der eigentlich den Standard treten wollte, entschwand nach dem geglückten Klassenerhalt gen Sevilla. Und wie der "kleine Engel", der nun auch bei Betis nur eine Nebenrolle einnimmt, ist nun auch Diaz bei den Hanseaten Geschichte. Der momentan verletzte 29-Jährige (Muskelsehnenausriss im linken Oberschenkel) wechselt zum spanischen Primera-Divison-Club Celta Vigo. Das teilte der HSV am Freitagabend mit.

Diaz: "Ich muss spielen"

"Wir sind uns mit Celta de Vigo einig. Er ist jetzt in Spanien. Es geht noch um Formalitäten", hatte HSV-Sportdirektor Peter Knäbel zuvor bereits erklärt. Diaz, der wegen seiner Oberschenkelverletzung nicht mit ins HSV-Trainingslager nach Belek reiste, hatte bereits vor Wochen seine geringen Einsatzzeiten beklagt und seinen Wechselwunsch hinterlegt: "Das kann man mit einem Kind machen, aber nicht mit mir. Ich muss spielen, ich halte es nicht länger aus, auf der Bank zu sitzen", hatte der 29-Jährige im Gespräch mit der "Welt" gesagt.

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Stieber vor Wechsel nach Nürnberg

Neben Diaz wird auch Zoltan Stieber die Hamburger verlassen. Der Ungar kommt ebenfalls auf wenig Spielpraxis und bangt um einen Platz im EM-Kader seines Heimatlandes. Aller Voraussicht nach wird der 27-Jährige bis Sommer an den Zweitligisten 1. FC Nürnberg ausgeliehen, die Franken sicherten sich zudem eine Kaufoption über eine Million Euro. "Club"-Manager Andreas Bornemann bestätigte den Deal: "Wir haben mit dem HSV, dem Spieler und seinem Berater bereits Einigung erzielt", sagte er der "Bild". Solange der HSV aber keine Verstärkung für die Offensive gefunden habe, dürfe Stieber nicht gehen, sagte Knäbel.

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