Stand: 06.03.2016 17:19 Uhr

Werders trügerische Hoffnung - Hannovers Hoffnungslosigkeit

von Matthias Heidrich, NDR.de
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Feierlaune bei Werder Bremen, Frust bei Hannover 96.

Erleichterung auf der einen, Ernüchterung auf der anderen Seite: Die Gefühlslagen nach dem Nordduell der Fußball-Bundesliga waren klar verteilt. Die Bremer, beschwingt vom zweiten 4:1-Sieg in Folge und einer englischen Woche mit sieben Punkten, feierten sich und die gewonnene Luft im Abstiegskampf. Die Hannoveraner, mit acht Gegentoren aus den zwei jüngsten Partien im Gepäck und nunmehr neun Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, schien jegliche Zuversicht auf den Klassenerhalt abhanden gekommen zu sein. "Nach so einem Spiel brauche ich von Hoffnungsschimmer nicht zu reden", sagte ein resignierter 96-Manager Martin Bader.

Bremens Programm: Bayern, Mainz, Dortmund

Mehr als einen Schimmer vor Augen hat Werder mit drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang 16. Oder doch nicht? Bei der großen Freude über den Sieg im Kellerduell mit Hannover hatten die Hanseaten sicherlich auch das auf sie zukommende Programm im Hinterkopf. Am kommenden Sonnabend (18.30 Uhr) spielt das Team von Trainer Viktor Skripnik beim Branchenprimus FC Bayern München. Dann gastieren die Überflieger aus Mainz im Weserstadion (19. März), bevor es zum designierten Vizemeister Borussia Dortmund geht (2. April). Drei Partien, in denen die Trauben extrem hoch hängen und nach denen die Welt schon wieder ganz anders aussehen kann. Skripnik weiß das natürlich. Deshalb probierte er es bei seinem Appell an sein Team mit einer Mischung: "Jetzt dürfen wir ein paar Tage genießen, aber dann müssen wir weiter liefern."

"Jetzt muss sehr, sehr viel zusammenpassen"

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Ist 96 noch zu retten? Coach Schaaf zu Gast im Sportclub

06.03.2016 22:50 Uhr
Sportclub

Die Lage von Bundesliga-Schlusslicht Hannover 96 ist prekär. Wie schätzt Thomas Schaaf die Situation ein? Der Trainer stellt sich heute Abend den Fragen von Moderator Martin Roschitz. mehr

Hannovers Spielplan hält mit der Heimpartie am kommenden Sonnabend gegen Köln, dem folgenden Auswärtsspiel in Frankfurt (19. März) und dem nächsten Nordduell zu Hause gegen den HSV (2. April) eigentlich jede Menge Chancen bereit. Doch nach diesem neuerlichen, über weite Strecken hilflosen Auftritt könnten böse Zungen behaupten, dass Hannovers Spielplan in der jetzigen Verfassung eigentlich egal ist. Trainer Thomas Schaaf jedenfalls war etwas ratlos: "Unerklärlicherweise haben wir die Zweikämpfe nicht angenommen." Vor allem das (nicht existente) Abwehrverhalten seiner Elf ging dem 54-Jährigen gegen den Strich. "Wie wir die Tore bekommen haben, ist fahrlässig", klagte Schaaf. Aufgeben gilt allerdings nicht: "Die Möglichkeit ist noch da. Aber es ist klar, dass nun sehr, sehr viel zusammenpassen muss."

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