Stand: 12.09.2015 15:46 Uhr

4:0 - Osnabrück spielt sich in einen Rausch

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Der VfL Osnabrück hat seine Erfolgsserie unter Coach Joe Enochs weiter ausgebaut. Der Fußball-Drittligist schlug am Sonnabend den SV Wehen Wiesbaden nach einer starken Vorstellung mit 4:0 (1:0) und feierte den dritten Sieg in Serie unter dem neuen Trainer. "Wir wollen immer mutig spielen, denn wir haben offensive Qualität. Die Jungs müssen sich nur trauen", sagte Enochs: "Durch solche Leistungen gewinnen wir das Vertrauen der Fans zurück."

Frühe Führung durch Marcos Alvarez

8.Spieltag, 12.09.2015 14:00 Uhr

  • VfL Osnabrück
  • 4:0


  • SV Wehen W.

Tore: 1:0 Alvarez (5.) 2:0 Pisot (47., Foulelfmeter) 3:0 C. Groß (52.) 4:0 Ornatelli (56.)
VfL Osnabrück: Schwäbe - Bleker, Pisot, Willers, Dercho - Ornatelli, C. Groß, Syhre (74. Sofien Chahed), Hohnstedt (81. Odenthal) - Alvarez (77. Richter), Savran
SV Wehen W.: Kolke - Wein, Dams, Geyer, Vitzthum (75. J. Lindner) - Pezzoni, Book (32. Funk) - K. Schindler, Blacha (60. Mende), Lorenz - Schnellbacher
Zuschauer: 7293

Weitere Daten zum Spiel

Der Erfolg für die Niedersachsen war verdient, weil sie das engagiertere Team mit der besseren Spielanlage waren und jeweils zu Beginn der beiden Spielhälften einen Treffer erzielten. Alexander Dercho bediente in der sechsten Minute Marcos Alvarez, dessen Schuss von der Strafraumgrenze weder besonders hart noch platziert war. Trotzdem konnte Wiesbadens Keeper Markus Kolke den Ball nicht parieren. Die Hessen bekamen wenig später nach einer Osnabrücker Unachtsamkeit die Chance zum Ausgleich: David Blacha hatte freie Schussbahn, doch David Pisot blockte den Ball (13.). Osnabrück kontrollierte die Begegnung, war allerdings in Strafraumnähe nicht mehr konsequent genug. Ein Seitfallzieher von Alvarez sah spektakulär aus, ging aber auch deutlich am Tor vorbei (18.). Und letztlich konnte der VfL sogar froh sein, dass er mit einer Führung in die Pause ging. Luca Schnellbacher zog aus gut 20 Metern ab, Osnabrücks Keeper Marvin Schwäbe lenkte den Ball gerade noch an die Latte (35.).

Drei Treffer innnerhalb von neun Minuten

Noch schneller als im ersten Durchgang ging es für die Osnabrücker in Hälfte zwei. Gut 30 Sekunden waren gespielt, als Halil Savran nach einem Zweikampf mit Thomas Geyer zu Boden ging - es gab Elfmeter. Pisot verwandelte sicher (49.) zum 2:0. Nur vier Minuten später war die Partie endgültig entschieden. Christian Groß zog aus 16 Metern ab, wieder ließ Wiesbadens Schlussmann Kolke einen haltbaren Schuss passieren. Osnabrücks spielte sich nun in einen Rausch. Nachdem Schwäbe sich mit einem schwachen Abspiel in die Bredouille gebracht hatte, bügelte er seinen Fehler mit einer starken Parade gegen Patrick Funk wieder aus (54.). Und dann schlug der VfL zum vierten Mal zu. Massimo Massimo Ornatelli schloss einen Konter mit einem platzierten Schuss ab (58.). Die Gäste ergaben sich in ihr Schicksal und hatten Glück, dass die Hausherren das Ergebnis nicht noch weiter in die Höhe schraubten. Michael Hohnstedt hatte die beste Gelegenheit, den fünften Treffer zu markieren, setzte einen Kopfball jedoch Zentimeter am Pfosten vorbei (62.). Die Osnabrücker Fans feierten ihre Mannschaft wie schon lange Zeit nicht mehr. In dieser Verfassung dürfte sich der VfL in der oberen Tabellenhälfte festsetzen.

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